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Freitag, 18. August 2017

Oldie but Goldie - 1984

Es war eines der Bücher, das in mir die Liebe zur Utopie/Fantasy/Science Fiction geweckt hat. "1984". Jeder kennt es und jeder sollte es gelesen haben. Zum ersten Mal gelesen habe ich es zum Schulabschluss - als Thema meines Englisch-Spezialgebietes Utopia. Jetzt ist es in unsere Klassiker Auswahl von unserem kleinen Buchclub gefallen und damit wieder in meinen Händen gelandet.
Kann es denn nach dieser langen Zeit immer noch überzeugen? Das hat sich auf jeden Fall sehr deutlich herausgestellt.


In einer utopischen Zukunft besteht die Welt auf eine nicht ganz komplett andere Art und Weise wie heute. Drei Großmächte sind im permanenten Krieg zwischen einander und im "amerikanischen" Teil der Welt herrscht Big Brother. Das alltägliche Leben ist vorgegeben bis auf den letzten Strich, Abweichungen werden kaum bis gar nicht geduldet. Das Leben ist getacktet bis in die letzte Minute - grundsätzlich mit einer größten Vermeidung von Emotionaler Aufruhr in jeder Art und Weise.

Doch Winston hat dabei immer schon das Gefühl, dass ihm etwas fehlt. Er widersetzt sich der Routine und glaubt einige Fehler im System von Big Brother gefunden zu haben. Was er allerdings auch weiß - er muss vorsichtig sein. Jeder Schritt wird überwacht und ein grober Fehltritt kann vieles bedeuten. Bis hin zum Tod alles.


Lange ist es her, dass ich "1984"  zum ersten Mal gelesen habe und das einzige woran ich mich davon noch erinnern konnte: das ich es geliebt habe. Doch warum genau oder gar der Plot sind mir nach so vielen Jahren scheinbar fast vollkommen entfallen.

Umso besser, dass ich es jetzt nochmals zur Hand genommen habe und die Liebe ist dazu erneut entfacht. Für eine Geschichte die schon vor so vielen Jahren herausgebracht wurde ist "1984" einfach bis heute noch eine extrem aktuelle Story, die sich immer noch recht problemlos auf die heutige Zeit übertragen lässt. Umso mehr heute: totale Überwachung, gläserne Menschen, extreme Klassenunterschiede, vorgeschriebene Leben. Man fühlt sich fast als würde man immer noch eine aktuelle Gesellschaftskritik zum heutigen Tage genau lesen. Fast schon erschreckend wie wenig sich die Ängste der Gesellschaft in den letzten Jahren eigentlich verändert haben.

Wer "1984" in die Hand nimmt, wird relativ schnell merken, dass das Tempo des Buches relativ langsam ist. Das ist wahr und ändert sich auch im Fortschritt der Buches nicht. Doch genau daraus entsteht auch der Charme den dieses Buch ausstrahlt, denn dafür wird man mit jedem kleinsten Detail gefüttert, welches man sich nur wünschen kann. Jede Kleinigkeit wird erwähnt und erzählt, weshalb man sich extrem gut in das Buch versetzten kann und diese Beklemmung von Big Brother wirklich spüren kann. Dieser langsame Fortschritt mag der ein oder andere als zäh empfinden (und ich würde mich normalerweise wahrscheinlich auch dazu zählen) aber hier ist er einfach nur perfekt.

Ich habe das Buch erneut lieben gelernt wie damals. Das Thema ist immer noch aktuell und wird sicherlich auch die nächsten Jahre vom Tisch verschwinden. Wer es noch nicht gelesen hat sollte es auf jeden Fall tun und sich genügen Zeit dazu nehmen. "1984" ist kein Buch in dem man durch rushen kann, das muss man genießen und wirken lassen. Man könnte natürlich sagen, einige dieser Dinge sind mittlerweile schon vertagt und veraltet. Aber bitte immer mitbedenken - dieses Buch ist über 60 Jahre alt! Und dafür so aktuell wie sonst kaum eines einfach weil diese Thematiken immer noch greifend sind. Bei Pride and Prejudice beschwert sich auch keiner, dass "Verheiratungen" doch schon total außer Mode sind ;)



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