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Mittwoch, 3. Mai 2017

Das Internet kann tödlich sein - Haterz

Schon seit längerem liegt "Haterz" auf meinem ungelesenen Stapel und wartet sehnsüchtig auf mich. Gekauft wurde es auf die Empfehlung einer der bestem Empfehlerinnen (und natürlich Mitglied unserer lokalen Buchclubs). Jetzt endlich hat es den Weg in meine Hände gefunden - und es war gut so!


Dave ist genervt vom Internet. Überall wird er überschüttet mit Informationen und Gejammer, dass er eigentlich gar nicht sehen und lesen will. Ganz egal ob auf Facebook, Twitter oder Co - der Spam nimmt zu viel Überhand.

Deshalb entschließt er sich dagegen vorzugehen und schreck dafür auch vor Mord nicht zurück. Denn nur wenn besagte Spam-Personen aus dem Leben verschwinden, kann Dave das Internet wieder genießen. Doch natürlich muss er dafür nicht nur eine Person aus dem Weg räumen sondern wird immer mehr zum fast schon Auftragskiller der Internetsäuberung.


"Haterz" ist in seiner Art wirklich perfekt - auch oder gerade weil es wirklich ein Geheimtipp ist, der kaum bekannt ist. So viel an der Story ist wahr und der Ton und der Schreibstil stimmen einfach.

Gerade heute in einer Zeit, wo Facebook und Twitter fast schon unser Leben regieren und man genau dadurch wirklich mit so vielen Informationen überschüttet wird, die man eigentlich gar nie haben wollte. Von Personen mit denen man gerade einmal flüchtig bekannt ist und überhaupt kein Interesse an ihnen hat. Genau da setzt James Goss an - natürlich mit einer eher ungewöhnlichen Methode denn man sollte deswegen nicht gerade zu Mord greifen. Doch der Protagonist Dave macht das auf eine so geniale, nachvollziehbare und durchdachte Weise, dass man einfach auf seiner Seite stehen muss.

Dave nimmt die Sache in die Hand und übt Selbstjustiz - an den Menschen die für ihn das Internet zerstören. Doch fühlt er schnell nicht nur den jammernden Facebook Spammern auf den Zahn sondern nimmt sich auch Internetbetrüger, Hater und andere Trolls zur Brust. Genau die Sorte von Menschen, auf die man im Internet bestens verzichten könnte.

Gerade wo Shitstorms und übersensible Awareness im Internet total im Trend zu sein scheinen eine wunderbare Lektüre um wieder ein bisschen auf den Boden zu kommen. Und vielleicht sein eigenes Verhalten ein bisschen zu überdenken aber auch ein wenig mehr Toleranz und Anstand an den Tag zu legen.

Ein wirklich sehr unterhaltsames, witziges und trotzdem treffendes sowie ernstes Buch über das Internet und seine Nutzer. Auch wenn sich natürlich um die pure Selbstjutiz handelt - man sollte danach seinen eigene Internet Konsum und insbesondere seine Verhalten im Internet vielleicht ein bisschen überdenken.



1 Kommentar:

  1. Hi!
    Eine wirklich schöne Rezension! Das klingt nach einem sehr interessanten Buch, das ich auf jeden Fall mal auf meine Liste setzen werde.
    Lg Nadine

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