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Freitag, 5. Mai 2017

Ein magische Spiel - Caraval

So schnell war lange kein Buch mehr der große Hype. Bereits vor Erscheinen waren alle hin und weg davon. Klar, dass ich mir das auch mal wieder anschauen musste - immerhin war es ja auch Buchclub Lektüre. Also auf eine magische Reise nach Caraval!


Scarlett und ihre Schwester Tessa leben ihr eher unspannendes Leben unter den Fittichen ihres mächtigen Vaters. In Kürze soll Scarlett verheiratet werden und damit die Sicherheit von sich selbst und ihrer Schwester sicherstellen. Doch der Traum der beiden war es immer schon einmal an Caraval teilzunehmen - einem magische Zirkus und gleichzeitig Spiel, dass seinem Gewinner immer mit den besten Preisen lockt.

Lange war es den Schwestern verwehrt gewesen an Caraval teilzunehmen, doch jetzt haben sie endlich die langersehnten Einladungen dazu bekommen. Es wartet sie ein Trip durch wahnsinnige und verrückte aber auch magische Welten voller Schlüssel und Hinweise. Alles um den großen Preis - einen freien Wunsch - zu ergattern.

Doch so ein Abenteuer birgt Gefahren, denn auch wenn Caraval nur ein Spiel ist, weiß man oft nicht wo man die Grenzen ziehen kann.


Die Erwartungen an Caraval waren durchwegs hoch. Nicht überschwänglich weil ich mittlerweile schon weiß, dass die meisten Hype Bücher nicht ganz meinem Geschmack entsprechen aber ich habe mir doch ein unterhaltsames und durchwegs gutes Buch erwartet. Doch ich wurde - wieder mal - enttäuscht, wenn auch nicht so dramatisch wie schon so manches andere mal.

Die Story ist in Ordnung. Solide, unterhaltsam und durchaus auch magisch. Aber auch nicht viel mehr. Was hier an magischer Atmosphäre angepriesen wird hält leider kaum sein Wort. Die Magie ist spürbar, aber irgendwie nicht greifbar. Immer wieder passieren einfach Dinge weil "Magic" und das war es dann auch wieder. So richtig verstehen tut man das nicht und Sinn ergeben muss es auch nicht immer. Was schade ist, weil das der ganzen Story einiges mehr an Tiefe geben hätte können. Zudem werden hier magische Regeln aufgestellt, die aber immer wieder man nicht für bestimmte Gruppen gelten oder scheinbar ignoriert werden. Komische Sache - ich wusste nicht wirklich was ich davon halten soll. Weder schlecht noch wirklich gut. Einiges hält auf jeden Fall längerem Hinterfragen nicht Stand.

Zudem fehlt ein bisschen das Worldbuilding - denn einfach nur eine Insel auf der ein riesen Zirkus namens "Caraval" stattfindet ist dann irgendwie nicht genug. Da hätte man schon ein bisschen mehr Details hinein stecken können-

Der Plot ist stellenweise leider eher langweilig als wirklich spannend. Nicht einschläfernd aber eben auch nicht aufregend. Es passiert einfach zu wenig (und insbesondere zu wenig spannendes) um den Leser wirklich fesseln zu können. Es plätschert eben so angenehm dahin. Obwohl es ja scheinbar um eine Ultra tragische Suche geht bekommt man von diesem Stress leider gar wenig ab.
Außerdem hatte ich so meine groben Probleme mit den fünf Hinweisen die es in Caraval zu finden galt. (Mini Spoiler aber überhaupt nicht inhaltliches). Denn jeder dieser Hinweise wird schön abgearbeitet - führt aber meines Erachtens in keinster Weise zum Nächsten. Sondern der wird danach gesondert betrachtet und erneut gelöst. Da hätte man gleich einfach nur den letzten Hinweise lösen können... Zumindest kam es mir so vor.

Was die Charaktere angeht - naja so besonders sind die auch nicht. Die naive und sonst so gut gesittete Tochter die auf ein Abenteuer geht und sich dabei natürlich dem groben Seemann anvertrauen muss. Kommt einem in der Fantasy Literatur irgendwie schon bekannt vor. Ganz abgesehen davon, dass dann irgendwie doch eine Anziehung zwischen den beiden entsteht... *gähn* Ich kann diese ganzen Lovestories einfach schon nicht mehr ab. Auch wenn sie diesmal nicht ganz so übertrieben im Vordergrund steht - ein klein wenig auf den Keks geht es mir dann schon.

Allerdings muss man zugeben, dass der Schreibstil ein wirklich angenehmer und auch super schöner ist. Sehr blumig und detailreich (für mich persönlich manchmal fast schon zu viel) aber trotzdem sehr bildlich. Das bringt zumindest ein bisschen das magisch Feeling rüber.

Das Gesamtwerkt ist Ordnung. Aber leider auch nicht mehr oder weniger. Die tolle Magie springt zumindest für mich nicht über und ich war mehr an schon bekannte Geschichten erinnert als wirklich fasziniert. Mittelmaß und durchwegs lesbar für zwischendurch. Zu meinen Lieblingswerken wird es nicht aufsteigen und ich glaube auch die Fortsetzung davon werde ich getrost auslassen können.



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