Drop Down MenusCSS Drop Down MenuPure CSS Dropdown Menu

Montag, 10. April 2017

Space-Opera - Starflight

Wieder einmal war es natürlich das Cover, dass mich zu diesem Kauf getrieben hat. Und weil ich nicht dazu gekommen bin es zu lesen, habe ich mir ein Jahr später auch gleich den zweiten Band bestellt - der natürlich genauso schön ist. Dank Buchkaufverbot greife ich jetzt aber immer wieder zu Titel, die wirklich schon etwas länger im Regal stehen und baue somit meine ungelesenen Bücher endlich ein wenig ab!


Solara Brooks kommt frisch aus dem Waisenhaus. Jetzt will sie weg von der Erde hinaus in die harte Welt des Universums. Im besten Fall so weit weg wie nur möglich um ihre Vergangenheit hinter ihr zu lassen und sich mit harter Arbeit ihren Unterhalt verdienen. Dafür muss sie eine Mitflug-Gelegenheit finden und lässt sich sogar darauf ein mit ihrem verhassten alten Schulkollegen und Schnösel Dorian Spaulding als Dienstmädchen zu unterstehen.

Doch durch unvorhersehbare Umstände landen die beiden nach kurzem Flug auf der Banshee - einem sehr dubiosen Schiff inklusive seiner Crew. Doch Solara und Dorian müssen schnell lernen, dass auch sie beiden scheinbar nicht als Flüchtlinge im Universum gelten und eine harte Reise steht ihnen bevor um ihre Namen hoffentlich rein waschen zu können.


Die Story an sich klingt ja gar nicht so schlecht. Richtig unterhaltsam, mit einer Prise Spannung die das Lesen ganz angenehm macht. Zudem begegnet man auch wirklich witzige Gegebenheiten wie Space-Piraten - das ist auf jeden Fall vielversprechend.
Doch irgendwie springt der wirkliche Funke nie über. Die Geschichte ist größtenteils sehr vorhersehbar und rutscht damit fast schon ein bisschen in Langeweile ab. Nie wirklich uninteressant aber doch nicht so spannend wie man es sich wünscht. Man fliegt zwar trotzdem irgendwie so durch die Seiten, aber das gewisse Etwas fehlt. Ein angenehmes Plätschern im Plot aber nicht wirklich der "Starflight" den man sich erwartet.

Passend dazu - und somit aber auch leider etwas unvorteilhaft - ist der Schreibstil. Einerseits sehr einfach gehalten von der Sprache her und trotzdem auf einem gewissen Niveau. Genau dazwischen um es wirklich zuordnen zu können. Aber auf jeden Fall fast mehr einschläfernd als wirklich fesselnd. Man möchte beinahe sagen viel zu normal für eine Science Fiction Geschichte. Schwierig meine genaue Emotion beim Lesen in Worte zu fassen - vielleicht weil nicht sonderlich viel an Emotion da war. Es ist weder gut noch schlecht - irgendwie ok aber auf jeden Fall nicht auffällig und definitiv nicht außergewöhnlich.

Was allerdings ein doch eher großes Problem ist: Die Charaktere (und was daraus resultiert). Irgendwie bin ich insbesondere mit den beiden Hauptcharakteren nie so wirklich warm geworden. Zu offensichtlich oberflächig sind sie zu sehr Stereotyp der "ach so harten und gebeuteltem Kämpferin mit verletztem Herz" und des "obergescheiten Schnösel-Bully-Sohnes und Football Star". Typische Rollen eben, die auch so behandelt werden und irgendwie schon ausgelutscht sind.
Alle anderen Charaktere - die gesamte Crew der Banshee zum Beispiel - hingegen ist charakteristisch scheinbar eher uninteressant, denn über die erfährt man sehr wenig. Alles was man transportiert bekommt ist oberflächlich - allerdings eigentlich fast interessanter als die beiden Kiddies. Wird aber total unter den Tisch gekehrt, weil man es scheinbar für die Story kaum braucht. Die Crew ist hauptsächlich da um einfach nur Crew zu sein. Schade, denn mit einer paar mehr guten Charakteren hätte man definitiv mehr aus der Geschichte machen können.

Jetzt folgt noch ein kleinerer Spoiler den man sich fast schon im Plot erwarten kann und der ebenfalls die beiden Hauptcharaktere betrifft. Nach ihren Charakterzügen kann man verstehen, dass die beiden nicht unbedingt miteinander auskommen, doch wer hätte sich nicht gedacht, dass wir eine 100 Grad Wendung miterleben dürfen. Denn wir werden natürlich mit einer Jugendbuch typischen Liebesgeschichte konfrontiert. Wer kann sich davon noch überraschen lassen.

Schön langsam habe ich einfach die Schnauze voll, dass es scheinbar in jeder Jugendliteratur um KLISCHEEHAFTE Liebe gehen muss. Warum können Protagonisten nicht einmal einfach nur Freunde sein? Gerade hier, wo die Liebe irgendwie so gar nicht passt, weil die beiden sich anfangs hassen. Es ist einfach schon so abgedroschen und ausgelutscht, dass sich plötzlich alle Gegensätze unsterblich ineinander verlieben müssen. Für diesen Fall vielleicht eine sehr überspitzte Beschreibung, weil wir zumindest nicht den kompletten Insta-Love Fall haben aber trotzdem ist es nervtötend immer und immer wieder die selben Klischee-Lovestories zu lesen. Würden wir uns hier nicht im All bewegen, dann hätten wir eine Standard-Highschool Liebesgeschichte. 

Scheinbar funktionieren diese vorhersehbaren Klischees noch zu gut, denn sie sind einfach überall wie es scheint. Mir haben sie langsam aber doch die Fantasy ein bisschen zerstört, warum ich momentan viel mehr auf der Science Fiction Linie schwebe. Aber scheinbar kommt der Untergang hier auch - wenn diese Stories sich durchsetzen dann sehe ich nur mehr schwarze Löcher für meinen Büchergeschmack...

Vielleicht werde ich schön langsam doch einen Ticken zu alt für Jugendbücher oder habe einfach schon zu viele Standard-Plots davon gelesen. Aber irgendwie wird es momentan fast ein bisschen mühsam gute Werke darunter zu finden, die nicht nur Kinder unterhaltsam finden können. Schade, weil ich das Genre eigentlich sehr gerne habe.
Noch gebe ich die Hoffnung nicht auf - aber das Durchhalten wird immer schwerer. Ich brauche echt mal wieder ein paar gute Lichtblicke! Im besten Fall hintereinander um die Enttäuschung niedrig zu halten xD

Aber zurück zu "Starflight" selbst und ein kurzes Fazit: Insgesamt eine solide Story die nicht schlecht ist, aber eben auch nicht gut. Sie ist ok und in Ordnung, mehr aber auch nicht. Auf Grund der vielen Stereotypen und Klischees allerdings doch dann einen kleinen Ticken mehr in Richtung langweilig.

 


1 Kommentar:

  1. Huhu! Ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und finde ihn toll ��! Hier bleibe ich gerne als Leserin!„Starflight" steht bei mir auch noch im Regal und wartet darauf gelesen zu werden(das Cover ist so schön!!), deine Rezension zum Buch ist auf jeden Fall sehr schön��. Wenn du magst, kannst du auch gerne mal auf meinem Blog vorbeischauen, wir scheinen denselben Geschmack zu haben.
    Liebe Grüße
    Svenja (www.pantaubooks.wordpress.com)

    AntwortenLöschen

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...