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Samstag, 11. März 2017

Die Mythen um Thor, Loki und Odion - Norse Mythology

Spätestens seit den Marvel Filmen rund um Thor und Loki kennen wir alle zumindest einen kleinen Teil der nordischen Götter. Da kann auch durchaus schon mal die Neugierde auf die Grundlagen der nordischen Mythologie geweckt werden und wenn der Meister Neil Gaiman höchst persönlich sich an deren Nacherzählung versucht, dann ist das natürlich ein Pflichtkauf.


Neil Gaiman versucht sich in "Norse Mythology" an der Wiedererzählung der nordischen Sagen. Allesamt recherchiert und so gut wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Denn was ist bei Sagen und Mythen schon Original.

Man darf sich insbesonder auf die bekannten Gesichter von Thor, Loki und den Allvater Odin freuen, aber natürlich auch auf noch einige andere bekannte oder wenige bekannte Götter. Denn erst beim Lesen merkt man, wieviele Inspirationen aus der heutigen Literatur im Original aus dem nordischen geholt wurden.


"Norse Mythology" liest sich super angenehm, da die einzelnen Sagen und Mythen eher kurz und knapp wiedergegeben werden aber ohne dabei auf wesentliche Geschehnisse zu verzichten. Man bekommt nie das Gefühl, dass hier etwas ausgelassen wurde oder gar fehlend wäre. Doch durch die Kürze eignen sich die einzelnen Mythen auch ideal für zwischen durch oder unterwegs ohne mitten in einer Geschichte das Buch weglegen zu müssen. 

Zudem kann man beruhigt zugreifen, wenn man die sonst eher gehobene und verworrene Sprache von alten Sagen eher nicht so gerne hat. Denn Norse Mythologie schafft sprachlich zwar das richtige Ambiente, aber trotzdem ohne zu viel um den heißen Brei herum zu reden oder gar unverständlich zu werden. Die perfekte Mischung zwischen Lesbarkeit und trotzdem Originaltreue.

Man muss darauf gefasst sein, dass hier sehr viele Namen fallen - wirklich sehr viele! Doch einerseits gibt es zum Glück ein Glossar für alle die zwischendurch mal die Eckdaten der einzelnen Götter nachblättern wollen und zudem wird jeder Name in seiner angebrachten Weise erklärt und erläutert. Man wird also niemals mit losen Beziehungen sitzen gelassen, auch wenn das nicht heißt, dass man im Nachhinein sofort alle Beziehungen im Kopf behalten kann. Der Stammbaum der nordischen Götter (und auch Welten) ist einfach so komplex, dass man sich dafür aber auch in keinster Weise schämen muss.

Während dem Lesen wird man definitiv überrascht sein, wieviele der Geschichten und Charaktere einem doch auf die eine oder andere Art und Weise bekannt vor kommen. Denn die nordischen Sagen sind wirklich oftmals eine Inspiration für jede Art von Unterhaltung. Ich meine hier aber nicht nur das offensichtliche wie Thor oder Loki aus Marvel, sondern auch viele Filme, Bücher oder Anime Serien die oftmals ähnliche Konstellationen oder Namensgebungen verwenden. Irgendwie gab es ja beinahe Geschichte schonmal.

"Norse Mythology" ist auf jeden Fall ein perfekter Einstieg in nordische Sagen, ideal aufbereitet um verständlich und interessant aber gleichzeitig trotzdem irgendwie original zu bleiben. Neil Gaiman ist einfach ein Meister der phantastischen Literatur und man spürt wieviel Herz er in all seine Geschichten legt. Ganz egal ob gut recherchiert und neu zu Papier gebracht oder aus seinem genialen Hirn alleine entsprungen.

 

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