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Mittwoch, 15. März 2017

20er Jahre und Magie - Iron Cast

Es war mal wieder zeit zum nächsten Buch des Buchclubs Kindred Readers zu greifen. Diesmal haben wir uns "Iron Cast" ausgesucht - und sehr euch nur mal dieses extrem schöne und ansprechende Cover an! Aber ob die Geschichte halten kann, was das Cover verspricht...


Ada und Corinne könnten nicht unterschiedlicher sein, aber der Nachtklub Cast Iron verbindet die beiden. Denn beide haben eine besondere Fähigkeit, sie sind Hemopathen und können mit Musik und Poesie Illusionen in den Köpfen der Besucher hervorrufen.

Doch ihr Leben ist permanent in Gefahr, denn Hemopathie ist verboten und eigene Polizeistaffeln sind auf der Suche nach den außergewöhnlichen Menschen. Aber als wäre das noch nicht genug, gibt es geheime Versuchslabore und unter den Hemopathen-Nachklubs herrscht Betrug und Verrat hinter jeder Ecke.


So spannend die Synopsis auch klingt - ja der Plot klingt ja wirklich fesselnd und interessant, außergewöhnlich und neu - so enttäuschend war das Buch leider für mich. Von Beginn weg konnte mich das Buch nicht fesseln und das hatte leider auch mehrere Gründe.

Zuerst einmal scheint es, als wären die 20er Jahre und all diese Underground-Jazz-Nachtklub Geschichten einfach keine Zeit für mich. Das Feeling will dabei für mich einfach nicht überspringen, ich kann mich in diese Zeit so gar nicht versetzen und mich damit identifizieren. Das selbe Problem hatte ich schon bei "The Diviners" von Libba Bray, welches ebenfalls in den 20ern spielt und eben hier bei Iron Cast auch. Auch wenn die Settings noch so schön und berauschend sein sollten, irgendwie mag dieser Funke bei mir nicht überspringen. Für mich stellt sich meist eher ein sehr staubiges und altes Feeling ein, von dem ich einfach nicht wegkomme.

Dann kommt dazu, dass die Story in meinen Augen extrem langsam ist. Puh, was hat es mich Nerven gekostet die ersten Seiten zu lesen und dann immer weiter zu machen. Nicht schon aufzugeben und dem Buch eine Chance zu geben. Es war anstrengend und wirklich fast ein Kampf für mich. Der Plot ist extrem linear - nach einem Ereignis folgt das nächste gefolgt vom nächsten und so weiter. Aber alles sehr schleppend und langgezogen. So aufregend die einzelnen Ereignisse sein könnten, so langgezogen und gestreckt werden sie leider dargestellt. Selbst Fluchten und Morde erscheinen irgendwie nur zum gähnen.

Außerdem konnte ich mit den beiden Hauptprotagonistinnen irgendwie gar nichts anfangen. Ihre Charaktere waren zu lahm, zu unsympathisch und zu uninteressant für mich. Und das obwohl sie über solche eigentlich faszinierende Kräfte verfügen. Trotzdem warn die beiden einfach Schnarchnasen für mich, obwohl man sie scheinbar gerne als zwei starke Frauen darstellen wollte, hat das für mich leider nicht funktioniert.

Zudem hatte ich ein großes Problem mit dem Aufbau der Geschichte und dem Schreibstil. Von Beginn an wird vom Leser erwartet, dass man weiß, was Hemopathen sind und was diese genau können. Nichts davon wird erklärt, man muss es einfach wissen. Doch die Frage ist woher, bei einem Debut und Einzelwerk. Lange hat man das Gefühl, dass hier mit magischen Wörtern herumgeschossen wird, die eigentlich keiner Bedeutung zugeführt wurden, man sie aber verstehen sollte. Äußerst nervig, weil man eigentlich so gerne genau wissen möchte, was diese Kräfte können!
Und der Schreibstil führt mitunter dazu, dass der Plot so langsam wird. Sehr blumig stellenweise und detailliert wo es nicht notwendig ist. Klar wird dadurch ein wenig die Zeit der 20er Jahre transportiert, allerdings viel zu lahm und einschläfernd. Es passte für mich einfach gar nicht.

Warum es dann trotzdem zwei Punkte gibt und keinen totalen Flop hat ein paar Gründe. Erstens sind die Protagonistinnen der Geschichte einmal nicht weiße Frauen die nicht andauernd über ihre Situation, Herkunft und eventuelle Benachteiligung jammern. Sie stehen im Leben und kommen zurecht - wie das so das normale Leben gibt. Sehr schön, dass sich hier mal jemand daran traut. Zweitens: Die Art der Magie und der Hemopathen ist extrem interessant und könnte so gut sein. Für meinen Geschmack aber eben leider nur könnte, weil der Funke einfach nicht überspringen wollte. Aber der Grundgedanke ist extrem spannend und wirklich mal ein etwas innovativerer Ansatz.

Für mich war es leider aus mehreren Gründen nicht das Richtige und wirklich fast schon ein Kampf das Buch fertig zu lesen. Ich weiß nicht ob es stur an den 20er Jahren liegt mit denen ich einfach nichts anfangen kann, der Plot wirklich so langweilig und linear ist wie er mir erscheint oder das Uninteresse an den beiden Hauptcharakteren der ausschlaggebende Punkt für mich war. Aber neben der Idee, hat mich hier leider gar nichts an der Ausführung begeistern können.



1 Kommentar:

  1. Schade, dass das Buch nicht halten konnte, was es verspricht. Es klang wirklich gut, aber wenn es aus diesen Ansätzen nichts macht, hilft das ja leider alles nichts. Oh und ein kurzer Hinweis: "Protagonist" heißt schon Hauptfigur, Hauptprotagonist ist darum doppelt :D
    Liebe Grüße!

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