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Sonntag, 5. Februar 2017

Highly Illogical Behaviour

Seht euch dieses wunderschöne Cover an - ja ich bin ein Graphics-Sucker! Außerdem wollte ich zwischendurch mal wieder etwas anderes lesen. Darum hab ich mir "Highly Illogical Behaviour"  aus dem Regal geschnappt.


Solomon hat sein Haus seit drei Jahren nicht mehr verlassen. Auf eigenen Wunsch, denn so kann er seine Panikattacken und seine Angstzustände im Zaum halten. Er fühlt sich dabei auch gut und in keiner Weise einsam, auch wenn seine Eltern ihn liebend gerne wieder ein paar Schritte außer Haus sehen würden.

Lisa hingegen ist ehrgeizig bedacht auf ihr Wunsch-College zu kommen. Dafür will sie den besten Artikel über Geisteskrankheiten schreiben, den das College je gesehen hat. Für sie perfekt, dass sie Solomon noch von früher kennt. Deshalb setzt sie es sich zum Ziel ihn zu heilen - im Sinne ihrer eigenen Wissenschaft.

Clark ist Lisas Freund und würde für sie alles tun. Auch wenn er von der Sache nicht unbedingt begeistert ist, will er ihr dabei nicht im Weg stehen. Doch er hat im Gefühl, dass irgendetwas außer Hand geraten wird.


"Highly Illogical Behaviour" ist ein wirklich schönes Buch. Eine angenehme, tolle und auch berührende Geschichte über Freundschaft, geistige Krankheiten, Liebe und Ehrgeiz. Natürlich von vorne weg ein bisschen vorhersehbar - denn irgendwas geht bei solchen "Projekten" doch immer schief. Das macht jedoch kaum etwas, denn man fiebert mit Solomon, Lisa und Clark mit und hofft insbesondere für Solomon, dass er seine ausreichende Stärke für die große Welt da draußen erkennen kann.

Der Umgang mit mentalen Krankheiten, Angstzuständen und Anfällen in diesem Buch ist ein sehr einfacher und ein sehr unaufgeregt ruhiger. Insbesondere dadurch, dass Solomon bereits drei Jahre lang das Haus nicht mehr verlassen hat ist er sehr zufrieden und gesettled in seiner Situation. Zudem weiß er sehr genau, wie er behandelt werden möchte und gibt dem Leser damit auch immer wieder dezente Hinweise wie Personen mit Ängsten gerne gehandelt werden wollen. Nämlich ganz normal und nicht wie etwas Besonderes oder gar etwas Anderes.

So schön die Geschichte auch ist, allerdings plätschert sie am Beginn doch sehr lange einfach nur so dahin. Weder sonderlich positiv noch negativ auffallen, einfach eher unaufgeregt und auf seine Art und Weise angenehm. Trotzdem nicht der wahre Nervenkiller und auch nicht wirklich fesselnd. Erst gegen Ende wird es dann so richtig spannend und man kann das Buch gar nicht mehr weglegen. Man hat irgendwie die Angst durch das Beenden des Lesens könnte man hier irgendwas zerstören.

Eine angenehme Geschichte über Ängste und mentale Krankheiten, allerdings nach ein wenig mehr Nachdenken darüber auch nicht unbedingt tiefgründig und ein bisschen flach was das Thema betrifft. Denn Solomon fühlt sich mit agoraphobia (Platzangst) nur daheim dann doch ein bisschen sehr wohl. Ich kann zwar nicht mitreden, ob diese Darstellung der Ängste realisitisch ist, allerdings glaube ich doch, dass ein bisschen mehr dahinter steckt und eine Isolation in den eigenen vier Wänden für die meisten Betroffenen nicht einer beinahe Heilung entsprechen würde.

Trotzdem - und wahrscheinlich gerade für Jugendliche die sich zum ersten Mal mit diesem Thema beschäftigen - ein sehr angenehmes und sanftes Buch. Eine einfache Betrachtung des Themas und ein Aufzeigen, dass mental kranke Menschen nicht geheilt werden müssen sondern akzeptiert und unterstützt werden sollten! Ein tiefgründiges Thema auf einfach Weise behandelt - ohne zu viel Aufregung und trotzdem spannend.


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