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Sonntag, 19. Februar 2017

Zwischen Albträumen und wunderschönen Welten - Henriette und der Traumdieb

Lang ist es her, dass ich ein deutsches Buch gelesen habe. Ja wirklich fast schon ewig - zumindest fühlt es sich so an. Doch wenn einer meiner neuen deutschen Lieblingsautoren sein erstes Kinderbuch herausbringt, dann muss ich mich darin natürlich eingraben. Denn Akram El-Bahay hat mich schon mit seiner "Flammenwüste" auf voller Länge überzeugt. Also seht euch mal an, wie mir "Henriette und der Traumdieb" gefallen hat.


Henriette ist mit einer Gabe gesegnet, die sich so manche wünschen würden. Jeden Tag wenn sie aufwacht kann sie sich bestens an ihre Träume erinnern. Jede Einzelheit bleibt ihr klar im Kopf und kein Detail geht verloren. Im Gegensatz dazu kann sich ihr kleiner Bruder kaum überhaupt an irgendetwas seiner Träume erinnern.

Doch eines wacht Henriette auf und etwas ist anders. Jegliche Erinnerung ihres Traumes von letzter Nacht ist verschwunden - einfach nicht da und überhaupt nicht greifbar. Was ihr sehr ungewöhnlich vorkommt, würde jeder andere nur als normal abstreifen. Doch nach der zweiten traumlosen Nacht ist ihr klar irgendetwas stimmt nicht. Damit liegt sie richtig, denn Henriette wurde das Opfer eines Traumdiebes. Sie muss sich in ihre Träume begeben um ihn zu suchen und zu vertreiben, doch dafür muss sie nicht nur durch schöne Träume, sondern bis hin zu ihrem schlimmsten Albtraum. Zum Glück muss sie das nicht alleine tun, denn neben ihrem Bruder Nick stehen ihr auch so manch andere Traumgefährten zur Seite.


Träume sind mitunter das phantasievollste mit dem wir im Leben zu tun haben. Genauso auch in "Henriette und der Traumdieb". Zu den unterschiedlichsten Schauplätzen entführen uns die Träume in diesem Buch von Nacht zu Nacht. Teilweise wunderschön und beinahe märchenhaft bis hin zu schaurig und schreckenvoll. Alles in einer wundervollen Geschichte verpackt.

Denn genau das ist dieses Kinderbuch - eine wundervolle Geschichte rund um Geschwisterliebe, Mut, Phantasie und Liebe aber auch Verlust, Angst und Veränderung. So viele schöne und wichtige Motive zusammen in einer spannungsgeladenen und abenteuerlichen Reise durch Wüsten und Wälder, mit verdrehten Rittern, seltsamen Riesen und Beduinen aus 1001 Nacht.

Wer ein bisschen zwischen den Zeilen lesen kann und von Beginn weg aufmerksam dabei ist beim Lesen, der wird vielleicht die ein oder andere Wendung im Buch vorhersehen können. Allerdings ist das in keinster Weise ein Nachteil, denn das Buch wird einen trotzdem mit der ein anderen Abzweigung noch überraschen können. Außerdem kann man sich ja niemals sicher sein, ob die eigenen Vermutungen auch der Wahrheit entsprechen. Und selbst wenn man ins Schwarze getroffen hat, so muss man insbesonder noch mehr herausfinden wie es dazu gekommen ist!

Definitiv für Kinder (aber auch Erwachsene durchaus) sehr spannend. Nicht nur durch die vielen Welten die man erleben darf und der Abwechslung zwischen Spannung, fast schon Mystik und Abenteuer - auch durch die vielen phantastischen Wesen und Charaktere denen man im Fortlauf der Geschichte begegnet.

Es ist insbesondere der Schreibstil von Akram El-Bahay der einen in seinen Büchern immer wieder in seinen Bann zieht. So wunderschön, voller Bilder und Gefühle aber trotzdem nicht überladen oder gar ausschweifend. Genau perfekt um die richtigen Bilder im Kopf zu projezieren und trotzdem noch ein bisschen der eigenen Phantasie freien Lauf zu lassen. Die Geschichte liest sich wie ein Märchen und ist trotzdem so real. Genau so muss Fantasy sein - und dabei ganz egal ob für Erwachsene oder Kinder.

"Henriette und der Traumdieb" ist ein traumhaftes Abenteuer zwischen wunderschönen Geschichten und Albträumen über die eigene Phantasie und Ängste. Eine tolle Geschichte die in ihren Bann zieht, spannungsreiche Lesestunden bietet und auf jeden Fall zum Träumen anregt!

 

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