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Montag, 31. Oktober 2016

Zwei Seelen in einem Körper - The Dead House

Es ist soweit! Heute ist Halloween! Nicht nur, dass ich mich riesig freue meine zwei Wichtelpakete heute endlich noch aufmachen zu dürfen - Berichte folgen natürlich noch - sondern dieses Jahr habe ich mir auch rechzeitig Lektüre für Halloween gesucht und die ganze Woche schon gruselig verbracht.


Bei einem verheerenden Brand in einer Schule vor über 20 Jahren kamen drei Teenager ums Leben und ein weiterer, Carly Johnson, wird vermisst. Was wirklich an diesem Tag in der Schule passiert ist konnte nie geklärt werden.

Erst 20 Jahre nach dem Unglück wird das Tagebuch von Kaitlyn gefunden - dem Alter Ego von Carly Johnson. Denn in ihr lebten zwei Seelen. Carl bei Tag und Kaitlyn bei Nacht. Das gefundene Tagebuch führt dazu, dass die Ermittlungen wieder aufgenommen wurden, denn es enthüllt einige brisante Dinge. Doch was davon ist Wirklichkeit und was nur die Ausgeburt einer verrückten Jugendlichen? Denn nicht jeder glaubt die Theorie der zwei Seelen in Carly Johnson.


Wer nach einer guten Mischung aus creepy Story, Tagebuchgeschichte und Mystery sucht, der ist bei "The Dead House" auf jeden Fall richtig! Denn genau das bringt die Story - von allem ein bisschen.

Zu aller erst muss man auf jeden Fall betonen: Die Aufmachung von "The Dead House" ist genial! Man wechselt zwischen Tagebucheinträgen, eMails, Polizeiverhören oder Transkripten von Videoaufnahmen. Alles einzelne Facetten der Geschehnisse rund um Carly, Kaitlyn und die Zeit vor und bis zu dem Schulbrand. Optisch genial aufgearbeitet, denn man hat die unterschiedlichen Ausschnitte auch in unterschiedlicher Aufmachung vor sich. So fühlt man sich direkt mitten in der Akte - zwischen Tagebüchern, herausgerissenen Seiten und polizeilichen Akten. Wunderbar dargestellt und schon alleine das gibt einen gewissen mysteriösen Faktor.

Dazu kommt die Geschichte, die zwischen Persönlichkeitsstörung, Geisterwahnsinn, Voodoo und Exorzismus hin und her wandert. Wer ist Kaitlyn wirklich? Existiert sie überhaupt oder ist sie nur ein Hirngespinnst? Alles Fragen, die man sich im Fortlauf der Geschichte immer wieder mal stellen muss und auf jeden Fall auch wird! Auch wenn man sich durch ihre Tagebücher wühlt, so richtig sicher ist man sich der Sache nie.

Genau dieses "wühlen" in den Tagebüchern ist es auch, dass wirklich von Beginn weg eine sehr eigenartige und fast schon gruslige Stimmung verbreitet. Denn immerhin taucht man in den persönlichsten Bereich von Kaitlyn ein - ohne Erlaubnis. Man wird konfrontiert mit sehr verstörenden Gedanken, sehr persönlichen Geschichten und sehr geheimen Emotionen. Sehr gruslig und genau deswegen so anziehend. 

Auch wenn der "Gänsehautfaktor" nicht wirklich extrem ist - gerade gegen Ende hin wird die ganze Sache definitiv sehr unheimlich! Nicht nur gruslig sondern auch einen Ticken brutal. Sehr spannend auf jeden Fall - und man fühlt sich die gesamte Zeit mitten in der Story. Perfektes Setting, dass ein bisschen unter die Haut kriecht ohne den Leser vollkommen zu verschrecken. Schaurig aber nicht zu extrem.

Was den Nervenkitzel ebenfalls ausmacht: Die meisten Kapitel werden damit eingeleitet, wie viele Tage vor/nach dem Vorfall dieser Beiträge entstanden sind. Somit kommt das Unheil immer unaufhaltsam näher. Man spürt das Unvermeidliche anrauschen und kann nichts dagegen tun!
Gerade diese Zeitangben sind es aber auch, die mich stellenweise ein bisschen gestört haben, weil sie manchmal eben auch nach den Vorfall springen. Oftmals habe ich das einfach überlesen. Für das Verständnis der Geschichte nicht von Bedeutung, aber trotzdem ein bisschen nervig, dass man sich immer mit der Zeitlichkeit der Ereignisse beschäftigen muss. Ist allerdings wirklich nur ein minimaler Kritikpunkt.

Alles in allem auf jeden Fall ein perfekter Lesespaß für die Zeit rund um Halloween oder auch die ein oder andere schaurige Lesestunde. Wer auf Tagebuch-Geschichten steht und creapy Persönlichkeitsstörungen nicht abgeneigt ist, der ist bei "The Dead House" auf jeden Fall richtig! 



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