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Samstag, 29. Oktober 2016

Im falschen Körper - The art of beeing normal

Transgender - eine Thematik die momentan im Jugendbuch (zumindest auf dem englischen Markt) doch immer wieder auftaucht. Da musste ich mich auch mal heranwagen und meine Nase hinein stecken.


David ist ein Außenseiter ganz klar. Mit gerade einmal zwei richtigen Freunden ist er in der Schule oftmals das Opfer von Mobbing. Denn er hat mit acht Jahren einmal den Fehler gemacht ehrlich zu sein - er hat vor der ganzen Klasse erzählt, dass er einmal ein Mädchen werden will. Auch gut acht Jahre später und mitten in der Pubertät hat sich daran nicht geändert aber nur seine beiden Freunde wissen, dass dem immer noch so ist.

Als plötzlich der neue Junge Leo in einer erneuten Mobbing Attacke gegen David für ihn einsteigt könnte das der Beginn einer tollen Freundschaft sein. Doch Leo öffnet sich nicht gerne anderen Menschen und hat nicht ohne Grund Schule gewechselt.


Die Thematik von "The Art of being normal" - Transgender - empfinde ich prinzipiell als sehr interessant. Gerade in einer Zeit wo die (meisten) Menschen dem Abweichen der Norm so offen gegenüber stehen auf jeden Fall sehr spannend auch einmal in diese Ecke zu schnuppern. Doch leider muss ich sagen - so richtig warm geworden bin ich mit der Geschichte nicht wirklich.

David und sein Problem mit seinem persönlichen Geschlecht sind ein wirklich gutes Grundgerüst. Aber irgendwie hatte ich zumindest sehr lange nicht wirklich das Gefühl es würde hier wirklich vordergründig um Transgender gehen. Sehr viele auch sehr aktuelle Jugendthemen wie Mobbing, Außenseiter oder Freundschaft stehen viel mehr im Vordergrund.  Sehr "schöne" und gute Themen die behandelt werden, aber das eigentliche Thema ist mir dahingehend ein wenig in den Hintergrund gerutscht.

Erst ab der zweiten Hälfte rutscht Transgender ein bisschen mehr in den Vordergrund - aber dadurch, dass es lange nur so nebenher plätschert wirkt es fast ein bisschen zu aufgesetzt und zu "einfach". Man darf mich hier bitte nicht falsch verstehen - das Buch hat definitiv seinen Charme, seine schönen und auch sehr emotionalen Züge. Aber der Transgender Gedaneke geht mir persönlich ein bisschen unter.

Die Story plätschert so vor sich hin, viele Dinge werden nach ihrem Eintreten einfach sehr leicht hingenommen und bewegen nicht wirklich viel. Der "Alltag" wirkt trotz so großer Diverenzen oftmals einfach viel zu einfach. Schwer in Worte zu fassen aber irgendetwas hat mir gefehlt.

Die Geschichte ist schön zu lesen, sehr leicht aber in ihrer Problematik und in ihrem Aufzeigen einfach zu leicht. Gegen Ende hin auf den letzten Seiten wird die Sache endlich ein bisschen fester, konkreter, direkter und damit auch spannender. Aber davor könnte die Story sich auch einfach um eine "normale" neue Freundschaft drehen.

Schwer zu beschreiben - aber ich hatte scheinbar definitiv höhere Erwartungen an das Buch. Es ist in Ordnung, Transgender wird einfach und auch für Jugendliche leicht und klar verständlich dargebracht. Es kommt auch auf jeden Fall heraus, dass es nicht abnormal ist Transgender zu sein - denn was is schon normal - aber ein bisschen mehr Tiefe hätte ich mir trotzdem gewünscht. Ein Start für den Einstieg in Transgender Stories aber auf jeden Fall noch mit einiger Luft nach oben!


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