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Sonntag, 30. Oktober 2016

Hunde in der Apokalypse - Rover Red Charlie

Jeder, der hier regelmäßiger mal hineinsieht, wird mittlerweile mitbekommen haben, dass ich doch einen Fable für die Apokalypse habe. Insbesondere wenn es sich dann vielleicht sogar noch um Zombies oder Ähnliches dreht. Wenn nicht, dann wisst ihr es spätestens jetzt. Wenn es dann noch einen Comic zu Hunden in der Apokalyspe gibt, kein Wunder, dass der durch meine Finger wandert.


Ein unbekanntes Ereignis hat die Apokalypse über die Erde gebracht. Die komplette Menschheit steht Kopf, eliminiert sich selbst und beginnt sich gegenseitig zu töten - wenn nicht sogar zu fressen. Keine angenehme Zeit für Rover, Red und Charlie - drei Hunde und einsige Haustiere - zu Überleben.

Das Gespann muss all seine Erinnerungen an die Vergangenheit hinter sich lassen um ihr eigenes Überleben zu sichern. Denn von ihren Fütterern ist keine Hilfe mehr zu erwartet - sondern nur mehr Grausamkeiten.


Grundsätzlich war die Freude auf "Rover Red Charlie" wirklich groß. Hunde und ihr Leben in beziehungsweise nach der Apokalypse. Die Niedlichkeit der Vierbeiner gemischt mit der Grausamkeit der Endzeit. Klingt nach einem wirklich spannenden Konzept - aber für mich hat es leider so gar nicht funktioniert.

Sehr schnell war mir klar, mit "Rover Red Charlie" werden ich nicht warm - insbesonder aus Grund des "Hundebildes" der Hauptcharaktere, welches an den Leser vermittelt wird. Ja wir kennen Hunde als die treuen Begleiter des Menschen schlechthin und manchmal werden sie auch ein bisschen genügsam dargestellt. Doch so selten dämlich wie die Tiere hier auftreten und auch miteinander kommunizieren ist mir das noch selten untergekommen. 

Jedes einfache Bellen wird zu einem"Ich bin ein Hund!" und zieht sich durch die Seiten, die Hunde haben irgendwie keine Ahnung von Vokabular oder Ähnlichem selbst wenn sie miteinander reden. Das mag kleinlich und übertrieben klingen, aber wenn Katzen für Hunde einen Fluss als "das große Platsch" bezeichnen um es ihnen verständlich zu machen ist für mich doch ein bisschen sehr tief gegriffen insbesondere auch weil die Hunde diesen auch untereinander immer nur als das große Platsch bezeichnen. Die gesammte Rasse Hund wird so dämlich dargestellt, dass ich damit irgendwie überhaupt nicht klar komme.

Dazu kommt, dass die Story exterm grausig und brutal ist. Wer sich keine offenen Hundehirne, vermanschte Hunde und/oder Menschen oder Hundearsch leckende Menschen anschauen will, der sollte von diesem Comic wohl eher Abstand halten. Denn ja - das alles kommt vor und manches davon nicht zu wenig. Grundsätzlich ist der Gore-Faktor gar nicht so das Problem, aber stellenweise wirkt er schon extrem übertrieben und aufgesetzt grausig.

Die Story an sich wäre dabei doch gar nicht so schlecht. Drei Hunde, die zu ihrem Instikt zurückfinden müssen um in einer Welt ohne "Fütterer" überleben zu können. Was tun, wenn das eigene Herrchen plötzlich kein Fressen mehr bringt oder eben die komplette Menschheit nicht mehr zurechnungsfähig ist. Auf jeden Fall kein schlechter Ansatz - im Gegenteil sogar ein sehr interessanter und ganz anderer Blickwinkel auf die Apokalypse.

Doch das Tierbild des Hundes und der extreme Gore-Faktor insbesondere im Gegenspiel mit der "Niedlichkeit" der flauschigen Protagonisten passte für mich einfach nicht. Damit kann ich nichts anfangen, wenn man mir die Hauptcharaktere für dumm verkaufen will. Vielleicht liegt es an mir und ich habe die Genialität dieses Werkes einfach nicht verstaden, aber der Ton will sich mir einfach nicht gefälliger machen.


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