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Montag, 8. August 2016

Wahrheit oder Pflicht - Nerve

Es war der Trailer zum bald startenden Film, der mich auf "Nerve" aufmerksam gemacht hat. Aber nicht nur weil er eigentlich "schlecht" war und meiner Meinung nach bereits den ganzen Film verraten hat oder weil Emma Roberts in dem Film mitspielt. Sondern weil das Konzept hinter dem Film eigentlich sehr spannend und interessant war: Wahrheit oder Pflicht - nur ohne Wahrheit... und das gesamte Internet sieht zu.


Vee ist eigentlich eher das Mädchen im Hintergrund auf der Highschool. In der Theatergruppe steht sie hinter dem Vorhang und nicht davor, ihre beste Freundin ist der Star der Schule und sie nur der Schatten. Doch irgendwann hat auch Vee genug davon immer nur die zweite Geige zu sein - und macht mit bei der harmlosen Gamingshow "Nerve".

Es geht um scheinbar harmlose Wagnisse in der Öffentlichkeit - die von der gesamten Online-Community mitverfolgt werden können. Alles live im Internet gestreamt. Natürlich gehen die Spieler nicht leer aus - es gibt extrem lockende Preise zu gewinnen. Gegen ihr Erwarten wird Vee zu den großen Preisrunden von Nerve eingeladen - und mit ihrem neuen gutaussehenden Partner Ian an ihrer Seite ist sie überzeugt das Spiel zu gewinnen. Doch zu welchem Preis?


Das Konzept hinter "Nerve" ist es, was das Buch ausmacht. Ein Pflicht Spiel, das mit hochpreisigen Preisen aufwartet. Doch je höher die Preise steigen, umso weiter müssen die Spieler gehen. Die Verlockung von "gratis" Gewinnen gegen ein kleines Spiel in der vollen Öffentlichkeit ist einfach zu groß um die wahren Konsequenzen abzuschätzen. Aber wie weit sind die Spieler wirklich bereit dafür zu gehen?

Es ist wirklich der Schritt von wie weit die Mitspieler gehen, die die Spannung ausmacht. Nagellacke klauen? Sich mit fremden Personen auf ein gemeinsames Spiel einlassen? Die eigenen Freunde bloßstellen? Die Eltern in Panik versetzen? Das alles sind kleine Spielchen die harmlos wirken, aber lange Nachwirkungen nach sich ziehen können. Doch wie kurzsichtig agieren die Spieler? Ist die Verlockung der Preise höher als die persönlichen Kosten die dafür gezahlt werden müssen?

Wenn man nur dieses Spiel mit der Versuchung hernimmt, dann ist "Nerve" wirklich nicht nur ein spannendes Konzept, sondern auch eine wirklich fesslende Geschichte. Allerdings schafft es die Story trotzdem nicht so wirklich Spannung aufzubauen auf längere Sicht. Zu schnell ist klar, dass dieses Spiel nicht ungefährlich Enden wird - was leider eben auch der Trailer zum Film gezeigt hat. Zu viel "Spoiler" viel zu tief hinein in die Story, auch auf  dem Klappentext des Buches.
Hier hätte man definitiv noch mehr herausholen können, denn das Konzept hat es auf jeden Fall in sich. Einen Hauch von "Anonymous" als Spielleiter und der Drang nach Anerkennung - sowohl im normalen Leben als auch in der Online Welt.

Auch die Charaktere sind fast ein bisschen sehr klischeehaft. Vee ist das "kleine Mädchen" aus dem Hintergrund, dass endlich beachtet werden will, während Ian der harte Junge der die weite Welt sehen will. Und natürlich finden sich gerade diese beiden so unterschiedlichen Charaktere zu einem Spiel von "Nerve" als Team zusammen. Alles sehr vorherbestimmt und "zufälllig" - auch wenn es natürlich von der Spielleitung von "Nerve" durchaus beabsichtigt ist. Aber die Grenze zwischen Zufall und Lenkung ist hier fast ein bisschen zu zufällig gezogen.

Trotz dem man mehr aus der Geschichte machen hätte können - sie ist stellenweise einfach zu durchsichtig und zu vorhersehrbar - auf jedenfall eine interessante Idee die hinter dem allen steht. Gerade wenn man sich selbst die Frage stellt: Wie weit würdest du gehen?


PS: Schon der Trailer zum Film zeigt recht deutlich, dass die Verfilmung und das Buch scheinbar recht weit auseinander liegen. Zumindest was die Pflichten angeht, die Vee und Ian gemeinsam erledigen müssen. Denn keiner der Dares aus dem Trailer kommen original im Buch vor. Dafür wirken die Dares im Trailer allerdings auf um eine Ecke spannender und mitreißender - der Trailer hebt durchaus den Adrenalinspiegel so hoch, wie das Buch kaum zu einer Zeit. Könnte also wirklich sein, dass hier das Konzept einfach nochmals um den Schritt weiter getragen wird, der es ausmachen könnte!

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