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Donnerstag, 23. Juni 2016

Ein Motorradrennen durchs Dritte Reich - Wolf by Wolf

Es war lange in aller Munde und ist mir auf Instagram auch immer wieder entgegen gesprungen: "Wolf by Wolf" von Ryan Graudin. Nachdem hier noch dieses Jahr der zweite Band herauskommt, musste ich mir den ersten Mal zur Brust nehmen. Denn schon alleine der Titel hat mich neugierig gemacht.


Einige historische Ereignisse der letzten Jahrzehnte sind nie so passiert, wie wir es kennen. Es ist 1956 und Hitler ist immer noch an der Macht und hat sein Drittes Reich sogar noch erweitert. Zur Anerkennung seiner Macht wird jedes Jahr ein Rennen quer über die Kontinente ausgetragen - von Jugendlichen, die ihr Können beweisen wollen.

Dieses Jahr nimmt Yael zum ersten Mal daran Teil - doch nicht um sich den Ruhm und die Ehre des Siegers zu sichern. Sie will nur eines: zum Siegerball eingeladen werden um Hitler nahe genug zu kommen und ihn zu töten. Doch um keine Aufmerksamkeit zu erregen muss sie unter einem falschen Namen und einem falschen Gesicht ins Rennen gehen. Denn Yael ist kein normaler Teenager - sie kann ihre Gestalt wandeln. Dank einiger Versuche als frühere Todescamp-Insassin.


Die Story ist eine, wie man fast meinen kann, dass sie nur sehr selten angetastet wird - insbesondere in der Jugendliteratur. Hitler ist noch am Leben, das Dritte Reich erstrahlt in voller Blüte. Doch der Widerstand ist immer noch aktiv und versucht alles um das Reich zu stürzen und Freiheit zu erlangen.

Grundsätzlich verläuft die Geschichte eher gemächlich dahin. Keine Hektik, keine übertriebene Action oder schnelle Sprünge. Eine Storyline die zwar nicht davon hetzt, aber trotzdem mit seiner Thematik, seiner Brisanz und seiner "Dringlichkeit" Spannung erzeugt. Denn auch wer sich prinzipiell nicht für Motorradrennen interessiert wird hier unterhalten. Ein klitzekleines Bisschen Lovestory wird zwischen durch gestreut, das ist allerdings wirklich so winzig, dass man es gut und gerne verkraften kann - ohne viel Kitsch und passend zur Geschichte.

Die Geschichte verläuft sehr linear, zwischendurch bekommt man aber kleine Flashbacks zur Vorgeschichte von Yael. Eine perfekte Mischung auf Vergangenheit und Gegenwart, die immer wieder neue Details aufzeigt und schöne Verbindungen schafft.

Auch die Charaktere - insbesondere die Hauptprotagonistion Yael - ist eigentlich sehr unaufgeregt. Alles sehr gedämpft, aber es hat seinen Charme und sein eigenes Flair. Die Stimmung passt einfach zusammen und zeigt ideal, dass es nicht immer die riesigen Actionszenen sein müssen um ein Buch interessant zu machen.

Trotz des eigentlich so brisanten Themas liest sich das Buch sehr unaufgeregt und angenehm. Plätschert einerseits so vor sich ohne aber langweilig zu werden sondern einfach nur eine angenehme Lesestimmung zu erzeugen. Ein ganz komisches Gefühl - aber in positiven Sinne.

Wirklich ein extrem angenehmer Lesegenuss in einem Fantasy-Nazi-Reich. Ein unaufgeregte aber trotzdem spannende Geschichte, bei der man sich auf jeden Fall schon auf den zweiten Teil diesen Herbst freuen kann! Denn das Ende könnte eventuell ein klein wenig gemein sein.


1 Kommentar:

  1. Hallo liebe Nina!

    Das klingt nach einem sehr außergewöhnlichen Buch! Die Thematik ist mal was ganz andres und auf die ruhige Stimmung - wie du sie beschreibst - bin ich schon gespannt. Das Büchlein landet auf jeden Fall auf meiner Wunschliste! Viel Spaß mit der Fortsetzung im Herbst. ;)

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

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