Drop Down MenusCSS Drop Down MenuPure CSS Dropdown Menu

Dienstag, 14. Juni 2016

Sidekick oder Held - Robin: Der Sohn des dunklen Ritters 1

Immer wieder mal muss man sich aus seiner eigenen Komfort Zone entfernen und auch mal was Neues ausprobieren. Genau richtig kommt dazu die neue Serie "Robin: Der Sohn des dunklen Ritters". Denn eigentlich bin ich ja nicht so der große Robin Fan aber vielleicht kann diese neue Story ja was.


Robin - als Sohn von Talia und Batman, bei den Al Ghuls aufgewachsen und zum Killer trainiert, danach von seinem Vater aufgenommen und zu seinem Gehilfen geworden - wurde dann von seinem eigenen Klo getötet. Doch Batman gab seinen Sohn nicht auf und brachte ihn wieder unter die Lebenden.

Jetzt ist Robin auf seinem eigenen Pfad unterwegs und er will seine Taten bei den Al Ghuls wieder gut machen und Sühne für sein Jahr des Blutes tun. Er will all seine gestohlenen Gegenstände zurück bringen und den alten Zustand des Friedens wieder herstellen. Doch dabei steht im die mysteriöse Nobody im Weg und auch seine eigentlich ebenfalls verstorbene Mutter hat noch ein Wörtchen in der Entwicklung ihres Sohnes mitzureden.

Der Einstieg in den Comic ist eher... anstrengend und konfus. Sofort wird man mit sehr viele nuterschiedlichen Aspekten konfrontiert, die man so ganz ohne Vorkenntnisse von Robin gar nicht einordnen kann. Davon darf man sich allerdings nicht unterkriegen lassen, alles bekommt seine Ordnung nach ein paar wenigen Seiten und man kann der Story dann doch sehr flüssig folgen.

Mit vielen Flashbacks und Rückblicken erlebt man sowohl einen Teil von Robins Jahr des Blutes als auch seinen Weg der Wiedergutmachung. Gespickt mit schneller und intensiver Action geht es von einem Ort zum anderen  - von einer Szene sofort in die nächste ohne große Verschnaufpause. Langeweile kommt damit nicht auf, weil die Geschichte einfach keine Pause zulässt. Zudem bekommt man eine sehr tiefgründige, sogar emotionale Story geliefert, die nicht ganz so locker leicht ist sondern wirklich ergreifend und durchdacht.

Doch irgendwie schafft es die Story leider trotz der vielen Action und der Tiefe nicht den Leser (oder zumindest mich) wirklich abzuholen. Immer wieder kann es passieren, dass man das ein oder andere Fragezeichen über dem Kopf bekommt und nicht ganz weiß worum es gerade geht. Erst einige Panels später löst sich diese Verwirrung zumeist auf, dann hat man aber durchaus auch schon mal wieder etwas verpasst. Dadurch geht irgendwie das Leseerlebnis verloren, so richtig packen kann das ganze nicht ohne dabei aber schlecht zu sein.

Was vielleicht auch ein bisschen in diese Verwirrung hineinspielt ist die Optik. Die ist grundsätzlich brilliant und die Zeichnungen wirklich auf den Punkt und wunderschön. (Ob einem die ein oder anderen Gesichter - insbesondere die weiblichen - wirklich zusagen ist geschmackssache, da kommt es irgendwie immer auf das jeweilige Panel drauf an. Frauen haben halt eben so ihre Schokoladenseiten.) Doch neben der wirklich tollen Atmosphäre sind die Zeichnungen auch extrem detailliert. Was prinzipiell ein Pluspunkt ist, hier aber vielleicht manchmal schon einen Ticken zu viel ist. Denn im Kombination mit Detailgrad und Farbenspiel kann es durchaus vorkommen, dass die Details den Hauptaugenmerkt einiger Panels von der Szene weg auf den Hintergrund lenken - was wiederum durchaus zur Verwirrung beisteuern kann. Stellenweise muss man die Panels wirklich genau betrachten um das "storytechnische" Zentrum im Bild zu finden. Zwar jedes mal schön anzusehen, nimmt aber den Fluss aus der Lesegeschwindigkeit.

Ein wirklicher Pluspunkt und netter Sidekick: Goliath - das rote, riesige, fledermausähnliche Reittier von Robin. Der Gigant ist herzallerliebst und wird sich auf jedenfall in die Herzen spielen. Insbesonder wer einmal die Miniaturausgabe von ihm gesehen hat kann einfach nicht mehr anders als ihn zu lieben.

Robin bleibt leider eher ein Underdog für mich, auch wenn die Story irgendwie einen guten Faden hat konnte ich mich einfach nicht hineinfinden. Zu viele Punkte, zu viele Wechsel, zu viel Verwirrung. Eigentlich ein starkter Comic mit guter und komplexer Story die trotzdem ihren roten Faden hat aber alles in allem einfach nicht mein Geschmack. Man sollte sich davon aber wirklich nicht davon abhalten lassen sich selbst ein Bild von "Robin: Der Sohn des dunklen Ritters" zu machen - denn ich bin überzeugt davon, dass dieser Comic eigentlich viele Fans haben wird, nur eben nicht zu mir passt.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...