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Donnerstag, 30. Juni 2016

Leben oder Sterben - One Last Thing Before I Go

Es war mal wieder Buchclub-Zeit und damit auch Zeit für Buch, dass vielleicht nicht auf der eigenen Wunschliste steht und ein ganz anderes Genre trifft. So wie "One last thing before I go"!


Drew Silver ist eigentlich irgendwo zwischen Stagnation und Resignation in seinem Leben. Als Drummer wurde er nie wirklich berühmt, seine Ex-Frau heiratet in kurzer Zeit erneut, seine Tochter hat nicht besonders viel mit ihm zu tun und leben tut er in einer kleinen Junggesellenbude umgeben von Männern mit dem selben Alltag wie er.

Doch plötzlich ändert sich alles auf einen Schlag - seine Tochter vertraut ihm an, dass sie schwanger ist und durch einen Zufall wird erkannt, dass er an einem schweren Herzgebrechen leidet, das ohne Operation zum Tod führen wird. Aber es ist seine Entscheidung die alle erschüttert - er verweigert die lebensrettende Operation und will seine restlichen Tage als besserer Mann leben.


"One last thing before I go" ist eine sehr ehrliche und sicherlich nicht unbedingt einfache Geschichte. Es geht um eine Entscheidung zwischen Leben und Tod, die Lasten die man im Leben auf sich trägt und die Befreiung die so eine Entscheidung für einen Menschen haben kann. Doch was tut man seinen Mitmenschen damit an? Wie sehr verändert das Wissen um seine kurze Lebenszeit die Aktionen und Reaktionen der Menschen um einen herum?

Genau darauf aufbauend wird hier fast schon ein Familiendrama rund um Drew Silver erzählt. Denn er ist geschieden und muss sich mit dem neuen Glück seiner ehemaligen Familie abfinden - und das schon seit Jahren weshalb er sich schlichtweg einfach zurückgezogen hat. Er glaubt ein eigentlich so gut wie erfülltes Leben zu führen, doch ob er sich damit nicht eine Lüge vor Augen hält.

Aber egal wie düster, traurig und vor allem schwer diese Geschichte klingen mag - der Ton macht die Musik und bringt in diesem Fall wirklich jede Menge Witz und Spaß mit in die Geschichte. Denn Drew lebt von seinem trockenen, stellenweise fast schon sarkastischem Humor und der überträgt sich auf die gesamte Geschichte. Man schmunzelt und lacht sicherlich immer wieder dazwischen - auch wenn es hier um eine Story zwischen leben und sterben geht.

Gerade das ist es ach, was die Personen und damit die Geschichte wirklich interessant machen. Denn Drew ist zwar sicher nicht auf Anhieb die sympathischte Person die man unbedingt kennen lernen muss, aber man spürt seine Ehrlichkeit und seinen Charakter. Das macht es wirklich möglich ihn zu verstehen, ihn nachzuvollziehen und mitzufühlen wo es notwendig ist.
Genau so seine Familie und Freunde - alle wirklich angenehm charkaterisiert und nicht übertrieben.

Eine kleine Warnung muss ich allerdings aussprechen und das ohne zu spoilern. Das Ende könnte für den ein oder anderen verstörend und unzufriedenstellend sein! Obwohl ich es persäönlich für die Geschichte eigentlich perfekt finde. Denn es unterstreicht die Quintessenz der Geschichte - die Entscheidung zu Leben oder zu Sterben und das wir den Rest nicht in der Hand haben-

Eine wirklich anspruchsvolle, tragische und auch traurige Story, verpackt in einen humorvollen Ton, der ein bisschen die eigentliche Dramatik aus der Geschichte zugunsten des Lesevergnügens hinaus nimmt. Trotz dem es im Generellen eigentlich keine Geschichte ist, die ich normalerweise lesen würde - hat mich "One last thing before I go" positiv überrascht und unterhalten. Trotz schwerer Geschichte und Dramatik. Es ist die die Person Drew an sich und seine Familie die einen hier eintauchen lassen und ein Stück seinen Lebens mitgehen lassen.

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