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Sonntag, 29. Mai 2016

Wie weit können Videospiele gehen - Ready Player One

Lange lag es schon bei meinen zu lesenden Büchern und jetzt endlich hat es den Weg in meine Hände gefunden - "Ready Player One". Ob ich davon begeistert war? Und wie!

Ready Player One Ernest Cline Cover

Wade Watts entflieht seiner eher jämmerlichen Gegenwart in einem trostlosen Kaff genau so wie der Großteil der Menschheit - eingelinkt in das Virtual-Reality Game OASIS. Dort ist er anonym, dort kann er sein wer will, zumindest außerhalb seiner Schulzeiten.

Doch schon seit Jahren ist nicht mehr alles nur Spaß in OASIS, denn dessen Erschaffer Halliday hat nach seinem Tod seinen Spielern eine Jagd hinterlassen. Eine Jagd nach einem goldenen Ei, versteckt irgendwo in einer der vielen Welten von OASIS. Um das Ei zu finden, gilt es die Rätsel von Halliday zu entschlüsseln, drei Schlüssel und drei versteckte Gates zu finden und zu bestehen. Der Preis dafür ist gigantisch, denn den Finder erwartet die Kontrolle über OASIS und Hallidays komplettes Erbe. Aber wie weit würden so manche Suchende gehen um die virtuelle Welt zu besitzen?


"Ready Player One" ist genial von der ersten Seite weg! Wer einen Hang zu Videospielen, den 80er Jahren und Science Fiction (die fast schon Realität ist) hat, der sollte hier unbedingt zugreifen und versinken. Wirklich eine tolle Geschichte die nicht nur in eine Sci-Fi Welt entführt, sondern auch sehr kritische Gedanken über unsere Gegenwart zulässt.

Die Story startet zwar etwas langsam und man mag in der ersten Hälfte nicht gar so schnell im Plot voranschreiten wie man es sich eigentlich wünscht. Immer wieder wird man durch Rückblicke, Ausschweife und Erläuterungen aufgehalten. Diese sind (gerade für Videospiele-Fans und 80er Jahre Kinder) sicherlich sehr interessant und unterhaltsam, doch sie halten die Story ein klein wenig auf. Die zweite Hälfte rast dafür nur so dahin und baut immense Spannung auf! Ein perfekter Ausgleich zur ersten Hälfte, von der man sich nur nicht abschrecken lassen darf.

Doch abschrecken ist in diesem Falle sowieso ein bisschen das falsche Wort, denn die Ausschweifungen machen zwar den Plot ein wenig langsamer, sind aber sicherlich extrem interessant und unterhaltsam. Gerade wer die Kultur der 80er Jahre kennt, damit aufgewachsen ist oder sich einfach noch daran erinner kann, der wird sicherlich so seinen Spaß haben und einige Anspielungen und Bemerkungen wiedererkennen. Denn gerade diese Referenz - sehr stark an die Pop-Kultur von Videospielen, Musik und Filmen angelehnt - machen wirklich Laune und lassen einen in Erinnerungen schwelgen.
Obwohl ich selbst vielleicht sogar einen kleinen Ticken zu jung für die 80er Jahre bin (ich hab diese immerhin nur mehr in ihren Ausläufen selbst miterlebt und kann mich mit meinen damaligen 2 Jahren wahrscheinlich kaum mehr direkt an etwas erinnern), so hatte auch ich meinen Spaß daran. Denn vieles kennt man einfach, anderes hat man selbst noch in seinen Ausläufen mitbekommen und anderes ist einfach Kult. Es sind Erinnerungen und Bruchstücke die hier hervorgekramt werden mit denen jeder etwas anfangen können wird. Vielleicht nicht mit jedem Film oder Videospiel, aber mit einigen davon auf jeden Fall! Jeder der Interesse an der Pop-Kultur im Allgemeinen hat wird sich hier auf jeden Fall zurecht finden. Und ich bin überzeugt davon - jeder wird die ein oder andere Anspielung finden, bei der man sich denk "OMG ich bin nicht der/die einzige, der/die sich daran noch erinnert!". ♥

Doch abgesehen von den Huldigungen der 80er Jahre, was ist es, dass die Story von "Ready Player One" so gut macht? Es ist die Nähe zur Realität - die Ideen die damals noch Science Fiction waren die jetzt bereits Realität sind. Und dabei ist der Roman mit Erscheinung 2011 noch gar nicht so lange Zukunftsmusik gewesen. Es gibt Virtual-Reality bereits, vieles von unserem Leben spielt sich online ab und vieles davon hat Auswirkungen auf die Welt da draußen. Doch wie weit kann diese Entwicklung wirklich noch weitergehen? Wo zieht man die Grenzen zwischen Reali und Virtuell?
Es ist die Nähe zu unserer Gegenwart, die einen bei "Ready Player One" wirklich über sein eigenes Verhalten was online Aktivitäten betrifft nachdenken lässt. Erschreckend und so gut gleichzeitig. Denn alles was hier passiert ist keine zwei Schritte von unserem Leben entfernt. Vielleicht nicht in diesem ganz so extremen Ausmaß aber sicherlich in seinen diversesten Abstufungen dazu. Und wer weiß wohin uns diese Abstufungen in den nächsten Jahren unsere Zukunft noch führen werden...

Ernest Cline hat mit "Ready Player One" wirklich ein geniales Werk geschaffen bei dem man einfach keine Fehler finden kann. Wer sich von den Ausschweifungen, Erläuterungen und Füllern zu Beginn nicht vom Lesen abbringen lässt und danach noch seine eigenen Gedanken zur Geschichte spielen lassen will, der wird auf jeden Fall mit "Ready Player One" den richtigen Anstoß finden! Für mich auf jeden Fall ein geniales Werk - ich verdamme mich selbst so lange damit gewartet zu haben!


Kommentare:

  1. Okay, gut, ja, ich muss es mir kaufen, wenn es mehr als 3 Leute empfehlen ist meist was gutes dran oder?

    LG Piglet ♥

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    1. Ja auf jeden Fall!
      Mich hat es wirklich nicht enttäuscht!

      LG Nina

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