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Samstag, 23. April 2016

Düstere Träume - Spellcaster 1

Es war wieder eine starke Coverentscheidung (seht es euch einfach an - es ist doch wunderschön). Aber auch die Story klang interessant und ich wollte Claudia Gray ("Verlorene Welten"). Die ersten beiden Teile der Firebird Trilogie habe ich von ihr ja bereits auch zuhause stehen und eigentlich nur gutes davon gehört. Da wollte ich mich dann ohne Vorurteile daran herantasten.

Spellcaster Düstere Träume Claudia Gray Harper Collins Cover

Nadia ist gerade mit ihrem Bruder und ihrem Vater ganz neu nach Captive's Sound gezogen weil ihre Mutter die Familie einfach so verlassen hat. Doch wäre das nicht schon genug, so verliert Nadia dadurch nicht nur einen Elternteil, sondern auch ihre magische Ausbilderin, denn sie ist eine Hexe. Wäre das alles noch immer nicht genug, so spürt sie in ihrer neuen Schule eine tiefe böse Macht lauern. Sie ist zwigespalten - soll sie der Gefahr nachgehen oder die Magie ohne Unterstützung lieber sein lassen.

Mateo hingegen lebt seit dem er denken kann in Captive's Sound. Doch er ist nicht gerade der beliebteste Schüler, denn von ihm wird behauptet, dass seine gesamte Familie verflucht sei. Nach einer Serie von skurillen Selbstmorden und geglaubter Wahrsagerei ist er der nächste auf den Fluch abgefärbt hat. Doch Mateo hat wirklich schreckliche Träume und bald weiß er auch von wem: von Nadia. Eine unbekannte Kraft verbindet die beiden und bringt sie beide in Gefahr.


Spellcaster hat nicht nur ein schönes Cover, sondern auch eine grundsätzlich ganz angenehme und spannende Story. Nichts wirklich weltbewegendes aber zumindest so durchdacht und so interessant, dass man es auch wirklich lesen möchte wenn man erst einmal angefangen hat. 
Die Story steigt schnell ein und bleibt unterhalsam bis zum Schluss. Gerade durch immer wieder neue Erkenntnisse, neue kleine Wendung und Entdeckungen bleibt man an der Story dran und will sie wirklich zu Ende lesen.

Auch die Charaktere sind durchwegs in Ordnung. Nadia - das neue Mädchen in der Schule, die sich gleich mal ein bisschen das komplette Schicksal der Stadt auf die Schulter legt und Mateo - der verfluchte Junge der doch eigentlich gar nichst für sein Schicksal kann. Beide voll kommen in Ordnung charakterisiert und wirklich angenehm zu lesen.

Dazu passt sich auch ein locker leichter Schreibstil an und macht es einfach nur so durch die Seiten zu fliegen und nicht an verschachtelten Sätzem stocken zu bleiben und alles dreifach lesen zu müssen.
Allerdings wechseln innerhalb der Kapitel oftmals die Perspektiven aus denen erzählt wird. Zumeist wird zwar relativ schnell klar, wer hier gerade an der der Feder ist, doch trotzdem liest man über so manchen Absatz einfach drüber und kommt erst Zeilen später drauf, dass hier eigentlich eine ganz andere Person erzählt mittlerweile. Nicht wirklich störend, aber stellenweise ein bissche nervig. Gerade weil man dadurch vielleicht doch diese paar Zeilen lang ein klein wenig verwirrt in der Luft hängt, weil der wirkliche Zusammenhang kurz fehlt.

Das klingt prinzipiell alles ganz schön und rund - und das will ich auch unterstreien - das ist es auch. Allerdings fehlte mir persönlich ein bisschen der richtige Kick in der Geschichte. Trotzdem eine gewisse Spannung da ist bleibt der wirkliche Nervenkitzel aus. Zumindest für mich. Ich kann mir wirklich gut vorstellen, dass es für ein bisschen jüngere Leser als mich (mit meinen doch schon 27 Jahren) spannender ist, aber für mich ein bisschen zu durchsichtig, zu wenig große Spannung.

Dazu kommen noch der ein oder andere kleine Punkt. 
Die Familienprobleme von Nadia sind zwar irgendwie der Ausgangspunkt der gesamten Geschichte, doch blitzen sie immer wieder (doch eher gewichtig) während der Story durch was fast unnötig erscheint. Da wird neben der Hauptstory immer wieder mal für kurz eine Nebenstrang geöffnet, der aus meiner Sicht für das Buch nicht nötig gewesen wäre. Immer in Hinblick auf Nadias Mutter und ihren Vater/Bruder. Vielleicht mag das ein Aufbau für die weiteren Teile schon sein (es handelt sich natürlich wieder mal um eine Trilogie) aber irgendwie wirkt es deplaziert und fast erzwungen persönlich. 

Dazu kommen noch immer wieder Anspielungen an "Jenen dort unten" die mich gar zu sehr an "Du weißt schon wen" erinnert haben. Kann man Dinge nicht einfach beim Namen nennen? Auch wenn das vielleicht ein bisschen Mytik um das legen soll um was es wirklich geht weil es fast schon zu offensichtlich unoffensichtlich sein will aber das hatten wir schon mal. Und zwar wesentlich besser. Das wäre schlichtweg nicht notwendig gewesen, das hat Harry Potter nun schon bis zum Grunde ausgeschöpft (in höchster Manier).

Alles in allem - ein grundsolider erster Teil einer Hexentrilogie die auf jeden Fall Spaß macht und schnell von der Leber weg geht. Keine komplette Innovation aber trotzdem sicherlich unterhaltsam. Für den etwas älteren Leser vielleicht einfach schon einen Ticken zu einfach und mehr für das jüngere Publikum wirklich zu begeistern. Aber sicherlich kein Fehlgriff, wenn man nette Fantasy und Hexenmagie zwischendurch haben will.


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