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Donnerstag, 7. April 2016

Drogen in Hollywood - Postcards From The Edge

Es war der Name der Autorin, der mich verleitet hat dieses Buch zu lesen. Ganz schlicht und einfach nur das und der Fakt, dass erst Ende letzten Jahres Star Wars Episode 7 im Kino war und eine Schauspielerin dabei wieder zurück in ihre Paraderolle getreten ist - Carrie Fisher. Für viele nur bekannt unter dem Namen ihrer bekanntesten und größten Rolle.

Doch ja diese Frau hat nicht nur großes Kino gespielt, sondern auch einiges an Büchern geschrieben und es wurde Zeit für mich diesen Roman als auch ihre beiden Memoiren "Wishful Drinking" und "Shockaholic" zu lesen. (Rezensionen zu diesen beiden folgen in den nächsten beiden Tagen.)


Suazenne Vale ist eine bekannte Hollywoodschauspielerin mit einem Problem - sie ist Alkoholikerin und auch den Drogen durchwegs nicht abgeneigt. Darum lässt sie sich in eine Entzugsklinik einweisen um ihr Leben wieder in der Griff zu bekommen.

In "Postacards From The Edge" geht man gemeinsam mit Suzanne Vale auf eine Reise zwischen Entzugsklinik und dem normalen Hollywood Altag nach der Rehab. Zwischen Berühtsein und Vergessenheit, der dunklen und der hellen Seite von Hollywood.


"Postcards From The Edge" ist ein Drogenroman, wie man ihn kennt. Von einem Aufenthalt in der Entzugsklinik, Beinahe Rückfällen und der Versuchung des Bösen ist alles darin enthalten, was man sucht. Die Story ist nicht überragend, doch macht mit ihrer ehrlichen Ader doch etwas her. Denn es dreht sich nicht nur alles um Drogen und den Entzug, sondern auch um Hollywood Stars und ihr Leben hinter Glanz und Glamour.

Was man spürt und bei jeder Seite des Lesens merkt: Carrie Fisher schreibt hier nicht nur einen Roman, nein sie erzählt auch ein bisschen aus ihrem persönichen Leben. Denn wer sich auch nur kurz ein bisschen näher mit dieser Person hinter den Buchstaben dieses Buches beschäftigt, der sieht, dass sie nicht immer den einfachsten Weg im Leben gegangen ist und einer Versuchung durchwegs schwer widerstehen konnte.

Doch gerade diese Mischung aus harter (Hollywood-)Realität und dem fiktiven Charakter von Suzanne Vale gibt dem Buch seinen Charme. Denn die Story ist nicht schön, verschleiert nicht oder will schönreden. Die Story ist hart aber real. Genau das spürt man und fühlt man. Denn es ist kein leicher Weg für Suzanne durch die Drogen und das Hollywood Leben.

Was allerdings dazu zu sagen muss (und wahrscheinlich auf sehr viele Drogenromane anzuwenden ist) so ist die Geschichte nicht nur hart sondern demnach auch sehr schwer und gediegen. Schwierig in Worte zu fassen, denn die Geschichte ist bei Weitem nicht nur ernst. Gespickt mit schwarzem Humor ist das Buch durchwegs unterhaltsam, aber eben auf eine sehr schwere Art und Weise. Drogen, Entzug und Hollywood sind nicht das Zuckerschlecken von buntem Regenbogen, sondern werden sehr harsch und überwältigen porträtiert. Das gibt der Geschichte gerade den tollen realistischen Kick, macht das Ganze aber auch sehr schwer verdaulich, beinahe schon melancholisch stellenweise.

Demnach sollte man nicht mit einem Witzfeuerwerk rechnen, auch wenn sich der schwarze und sehr derbe aber echte Humor durch die Story zieht. Denn der Schreibstil von Carrie Fisher ist einfach toll - einnehmen und man kann sich sofort in den Charakter versetzen. Vielleicht ist es auch gerade das, was den Umgang mit der Geschichte so schwer mach, weil man sich wie mitten drinnen fühlt.

Wer etwas schwerere Lektüre rund um Drogen und die Schattenseiten von Hollywood und den Verlustänsgten eines Stars sucht - der ist bei "Postacards From The Edge" genau richtig und trifft voll den Ton! Unterhaltsam - Ja - aber auf eine sehr schwere und trübe Weise. Keine Sommerlektüre um die Wärme am Strand zu genießen, sondern eher für die Tage an denen man nachdenken und sich selbst wirklich tief fallen lassen will.


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