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Sonntag, 20. März 2016

Mittelmäßiges Klischee und Gesuder mit Potential - The Sin Eater's Daughter

Ich glaube ich brauche kaum zu erwähnen, warum dieses Buch in meinem Regal steht. Ich meine ehrlich: seht euch einfach nur dieses Cover an! So traumhaft schön, dass man am liebsten gleich darin eintauchen möchte. Und unser kleiner privater Buchclub hat sich das für den März ausgesucht.

The Sin Eater'S Daughter Melinda Salisbury Cover

Tywlla ist gesegnet, denn sie wurde von den Göttern für ein besseres Leben ausgewählt. Sie ist die Verlobte des Prinzen und erwartet ein Leben als Königin in der Zukunft - anstatt wie ihre Mutter ihren Unterhalt mit dem "Sündenessen" und erlösen der Toten zu verdienen.

Es gibt einen Grund warum Tywlla diesen Platz in der Familie des Königreiches bekommen hat: ihre Berührung ist tödlich, denn sie wurde von den Göttern mit giftiger Haut belegt. Dadurch ist sie das Vollstreckungsorgan der Königin und ihre Mordwaffe. Nach ihrer Hochzeit mit dem Prinzen wird das Gift vergehen und sie wird ihren Platz als Königin einnehmen, doch bis dahin erwartet sie noch ein einsames Leben ohne Berührungen.

Doch ihre Einsamkeit wird durchbrochen von ihrem neuen Leibwächter Lief, denn er hat keine Angst vor ihr und ihrem Gift. Denn es gibt Geheimnisse im Königreich, die vielleicht nicht ans Licht kommen sollten.


Die Geschichte klingt schon vom Klappentext her sehr interessant, wenn sie mir auch von irgendwo her bekannt vorkommt. Doch welche Storyline hat man in Wirklichkeit nich irgendwo anders schon mal gelesen, wenn auch vielleicht in anderen Facetten zusammengesetzt.
Der Anfang lässt aber dann Schlimmes vermuten. Die ersten 60-70 Seiten ziehen sich dahin und die Geschichte nimmt nicht wirklich an Fahrt auf. Twylla jammert über ihr einsames Leben im königlichen Schloss und suhlt sich ein kleines bisschen im Selbstmitleid. Wäre das nicht schon anstrengend genug hat man auch irgednwie keinen Plan worum es in der Geschichte gehen soll und wann der Plot endlich seinen Lauf nehmen sollte.

Doch ich kann Entwarnung geben, wer das knappe erste Viertel des Buches übersteht, der bekommt dann langsam aber doch eine Geschichte serviert. Schritt für Schritt etabliert sich der Plot, der dann auch endlich zumindest an Tiefe zulegt. Denn wirklich schnell geht die Story trotzdem nicht voran. Es schreitet so dahin, aber die schnelle Action und den fast schon zwandhaften Druck weiterlesen zu müssen darf man sich auch dann nicht erwarten.
Die Story baut sich gemächlich auf und plätschert dahin. Man kann dann endlich auch endlich den ein oder anderen Punkt zum mitfiebern und versinken finden und sich langsam in die Story fallen lassen. Auch wenn die sich gerne von dem ein oder anderen Klischees bedient und ein bisschen durchsichtig erscheinen kann. Eine Story die OK ist, aber eben nicht der Burner.

Auch die Charaktere sind eher Mittelmaß. Gerade Twylla ist wirklich sehr selbstmitleidig und schon sehr schnulzig. Typisches Mädchen, dass eigentlich einen der erstrebenswertestens Posten erreichen sollte aber doch irgendwie mit ihrer Situation kaum zufrieden ist. Klar verfolgt sie ein Fluch und doch macht sie sich das Leben noch selbst um einiges schwerer. Zumindest gegen Ende legt sich das ein wenig und wird erträglicher.
Lief hingegen ist der typische Ritter und Leibwächter in shiny Rüstung. Natürlich ultra sympathisch und verständnisvoll und nebenbau auch noch gerne ein bisschen unter Hand der Königin handelnd. Denn was die Gute nicht sieht braucht sie ja auch nicht zu interessieren und wenn der Ritter/Retter die Prinzessin mit einem kleinen Abenteuer glücklich machen kann dann möge das so sein.
Auch die Königsfamilie ist sehr typisch. Eine Königin die schrecklicher und unbarmherziger - fast schon herzloser - nicht mehr sein könnte, ein armer alter König der unter der strengen Hand nichts zu sagen hat und ein geschändeter Prinz der sowieso nichts entscheiden darf solange er noch Mamas Bubi ist. Ein bisschen zu typisch für Königsgeschichten.

Mit ein bisschen mehr Tiefe, ein bisschen weniger Gezehter und diverseren Charaktern hätte "The Sin Eater's Daughter" wirklich eine gute Geschichte werden können. So ist sie nur Mittelmaß - wenn auch nach der ersten Hürde nicht schlecht und durchwegs unterhaltsam. Man darf auf eine Steigerung im zweiten Teil "The Sleeping Prince" hoffen, denn einen guten Grundstein würde das Ende durchaus bieten. Und ein weiteres schönes Cover im Regal kann auch nicht schaden, denn natürlich steht "The Sleeping Prince" schon im Regal.


1 Kommentar:

  1. Mir ging es auch so, dass das Buch doch deutliche Schwächen hatte. Aber mich hatte das insgesamt ausnahmsweise gar nicht so gestört, da ich die Hauptfigur und den eher ruhigen Stil mochte. Auch die Liebesgeschichte hat mir gefallen, wenn ich auch die ein oder andere "Wendung" zum Ende hin blödsinnig fand.

    "Sleeping Prince" steht auch schon bei mir im Regal :) Ich hoffe auch, dass sich die Geschichte noch einmal steigert.

    Liebe Grüße
    Tina

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