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Dienstag, 29. März 2016

Verändere nie die Geschichte - Story Thieves

Auf deutsch ist "Weltenspringer" gerade eine der Neuerscheinungen im Kinder- und Jugendbuch. Da hab ich mir gedacht, ich leg mir die Geschichte mal im Original zu, denn der Plot rund um Kinder die in ihre Lieblingsgeschichten springen kann eigentlich nur interessant sein.

Story Thieves Cover James Riley

Owen empfindet das Leben und gerade Bruchrechnen in der Schule als extrem langweilig. Doch das soll sich alle sehr schnell ändern, als er das erste Mal wirklich aufmerksam auf seine Mitschülerin Bethany wird. Denn die ist gerade einfach so aus den Seiten eines Buches herausgeklettert und hat den Nachmittag an den Schokoladenflüssen von Willy Wonka verbracht.

Denn Bethany ist halb-fiktional, ihr Vater stammt aus einer Geschichte, und sie kann durch Bücher wandern. Auch wenn Bethany zuerst Einwände hat - sie lässt sich überreden Owen mit in die Geschichten zu nehmen. Allen voran seine heimliche Lieblingsgeschichte rund um "Kiel Fnomenfoot". Die einzigen Regeln: Keine Gespräche mit den Charakteren und nicht die Geschichte verändern. Doch Owen hat heimlich seine eigenen Pläne...


Die Story ist abenteuerlich und so unterhaltsam wie man sie sich vorstellt. Zwei Teenager die durch ein fantastisches Abenteuer springen wollen und dabei natürlich - wer hätte das gedacht - das pure Chaos auslösen. Denn Owen hält sich natürlich nicht an die Regeln und droht die gesamte Fantasywelt und die normale Erde zu bedrohen.

Doch ein bisschen fehlt es der Geschichte an Tiefe, an wirklicher Spannung. Natürlich ist es ein Kinder-/Jugendbuch, doch trotzdem fehlte mir persönlich der letzte Kick. Die Story plätschert so dahin, bekommt immer wieder ihren kurzen Spannungsbogen um dann wieder dahinzufließen. Ganz in Ordnung, aber auch nicht so fesselnd, dass man nicht auch mal eine Pause einlegen könnte.

Vielleicht mag das für mich persönlich aber auch daran liegen, das jedes Kapitel zwischen den beiden Protagonisten Owen und Bethany herumspringt. Denn im Verlauf der Geschichte trennen sich ihre Wege, beide müssen ihre Abenteuer bestehen und versuchen die Buchwelt und die Realität zu retten. Doch somit wird jede der beiden Geschichten immer wieder zerrissen, unterbrochen und von der anderen Geschichte abgewechselt. Das macht es dem Leser zwar einfach die Chronologie zu bewahren, doch der Fluss und die Spannung der einzelnen Teile wird andauernd unterbrochen. Gerade wenn Spannung aufkommt muss man sich zwischendurch wieder mit der anderen Seite beschäftigen anstatt ein Geschehniss und dessen Höhepunkt wirklich auszukosten und auf die Spitze zu treiben. Durch diese Unterbrechungen knickt die Spannung immer wieder weg (zumindest empfand ich es so) und gibt dem Leser eher die Möglichkeit für eine Unterbrechung anstatt ihn an die Seiten zu fesseln.

Was man allerdings sicherlich nicht kritisieren kann sind die Charaktere. Bethany und Owen sind auf jeden Fall sehr unterhalsam, sehr witzig und frech und machen den größten Spaßfaktor in der Geschichte aus. 

Wer nach einer leichten und lockeren trotzdem aber Abenteuer geprägten Geschichte für junge Leser sucht, der ist mit "Weltenspringer" oder eben im Original "Story Thieves" auf jeden Fall richtig. Ein bisschen anderer Lesefluss hätten das Buch für mich allerdings noch besser gemacht, so unterbricht sich die Geschichte zu oft selbst um danach wieder an die Spannung davor anlnüpfen zu müssen. Das kann durchaus zu Flauten führen, auch wenn die Story im Ganzen betrachtet eigentlich wirklich interessant und auch spannend ist!
Für jüngere Leser auf jeden Fall ein guter Catch, für die etwas anpruchsvolleren wahrscheinlich eher schon zu leicht. Aber unterhaltsam und witzig ist die Geschichte allemal - insbesondere auf Grund ihrer zwei liebenswerten Charaktere!


PS: Wem das Ganze vom Setting her bekannt vorkommt, der hatte vielleicht im letzten Jahr "Die Buchspringer" in der Hand. Die Grundidee erscheint ziemlich gleich, doch macht "Story Thieves" meines Erachtens dann doch einen Ticken mehr daraus. Auch wenn die Bewertungen das in diesem Fall nicht zeigen, weil ich "Die Buchspringer" auf Grund der genialen Idee einen Punkt besser bewertet habe. Doch die Interaktion mit den Büchern, das was aus dieser Gabe gemacht wird ist in "Story Thieves" einfach besser umgesetzt.
Hier springt man eben nicht in die Klassiker, sondern in eine noch aufregendere und spannendere Geschichte. Der Faktor der bekannten Geschichten fällt weg, dafür lässt sich mir der neuen Geschichte einfacher und viel intensiver arbeiten.

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