Drop Down MenusCSS Drop Down MenuPure CSS Dropdown Menu

Donnerstag, 31. März 2016

Halloween in einer Bruchbude - Das Haus

Der neue Laymon steht noch nicht lange in den Regalen und ich hab natürlich schon zugegriffen! Ein bisschen Horro kann zwischendurch nämlich nicht schaden.

Das Haus Richard Laymon Heyne Hardcore Cover

Das Sherwood-Haus ist seit vielen Jahren verfallen und verlassen, denn vor langer Zeit geschah in diesem Haus ein Massaker. Seitdem hat niemand mehr das Haus betreten.

Doch dieses Halloween wird sich alles ändern, denn es wird anonym zur Halloween-Party im Sherwood-Haus geladen. Doch was die Gäste dort erwartet wird grausam...


Ein bisschen Horror kann nicht schaden und ein Laymon kommt immer zur rechten Zeit. Nach den doch eher kleinen Enttäuschungen bei den letzten Neuauflagen seiner Bücher musste doch mal wieder ein Treffer dabei sein. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Story baut sich recht langsam auf und zieht nicht von Start weg mit voller Geschwindigkeit an. Doch genau das kennt man auch von Laymon und seinen Geschichten. Ein langsamer Aufbau für ein extremes Ende. Diesmal geht das ganze aber nicht so stark ins Obskure, sondern bleibt relativ neutral und man könnte fast schon sagen "realistisch". Die ganzen Grausamkeiten spielen sich mehr auf einer persönlichen Ebene ab, es gibt keine Geister oder irgendwelche Mythen und Eremiten, die den Schauer ausmachen. Das gibt wirklich Pluspunkte, weil man sich recht gut in die Story einfühlen kann.

Den sexuell anzüglichen Faktor gibt es natürlich auch wieder, aber auch der ist nicht so ausgeprägt wie bei anderen Werken. Vorhanden aber auch für leichteres Gemüt zu ertragen ohne zu dick aufzutragen. Auch bei den blutigen Szenen bleiben wir auf diesem Niveau. Das Blut ist da, aber nicht so intensiv, dass man fast schon nicht mehr weiter lesen kann. Ein schönes Mittelmaß, dass zwar dem Stil von Laymon entspricht aber nicht ins Unermessliche überschwappt.

Bezeichnend für diese Punkte ist allerdings sicher auch, dass das große Gemetzel ausbleibt beziehungsweise das Buch beinahe davor endet. Das gibt dem Leser jede Menge Platz für die eigene Phantasie und überfordert gleichzeitig nicht, weil man sich die Bilder eben selbst "zeichnen" muss. Und die eigene Phantasie traut einem zumeist nicht mehr zu als man vertragen kann.

Für mich war "Das Haus" wieder ein sehr toller Laymon. Kein überragendes Werk aber auf jeden Fall kurzweilig und unterhaltsam. Sein Schreibstil, seine Charaktere und seine Geschichten sind gewöhnungsbedürftig aber "Das Haus" ist wieder mehr ein Laymon für die Massen. Nicht zu extrem skuril, nicht zu blutig und nicht zu sexuell anzüglich. Abegreht und Abseits der Norm auf jeden Fall aber mit dem richtigen Maß.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...