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Samstag, 27. Februar 2016

Von Vögeln und Luft - Magonia

Es war hautpsächlich das Cover, dass mich hier wieder gezogen hat. Das Motiv, der Schimmer und einfach das Gesamtkonzept. Einfach wunderschön. Eine Empfehlung von Neil Gaiman persönlich kann auch nicht schaden. Schwupps war das Buch im Regal.

Magonia Maria Dahvana Headley Cover

Aza ist krank seit Anbeginn ihrer Tage. Sie bekommt schwer Luft und hat immer wieder Atemprobleme und Anfälle. Doch die Ärzte können ihr nicht helfen und finden keine Krankhiet bei ihr, die behandelt werden kann. Ihre vorgesagte Lebenszeit hat sie lange schon überlebt und jeder Tag ist eine Draufgabe - bis sie ganz unerwartet stirbt.

Doch was Aza nicht weiß - sie stirbt nicht, sondern sie wacht in Magonia wieder auf. Einer Stadt in den Wolken der Erde, von der sie bis jetzt nur geglaubte Halluzinationen gesehen hat. In Magonia erwartet Aza aber nicht nur zum ersten Mal ein Leben bei vollem Atem, sondern noch viel mehr, denn hier gehört sie eigentlich hin und hat eine Aufgabe.


In "Magonia" hab ich mich ohne viel Vorwissen gestürzt. Das schöne Cover ist mir immer mal wieder auf den büchertechnischen Social Medias entgegengesprungen und irgendwann wollte es eben auch gelesen werden. Keine wirklichen Erwartungen, was eigentlich nur gut für ein Buch sein kann.

Der Start der Geschichte weg war auch wirklich toll. Interessant zu sehen wie Aza mit ihrer doch ernsten Krankheit umgeht, wie sie gelernt hat damit zu leben. Doch ab dem tragischen Moment ihres Todes dreht sich die Spannungkurve leider kaum noch nach oben. Die Story wird auf ihre eigene Art und Weise abgedreht und strange. Wer Neil Gaiman kennt, der weiß spätestens nach dem Lesen auch warum seine Empfehlung für dieses Buch auf das Titelblatt gedruckt wurde. Doch ich muss dem guten Neil widersprechen und dass obwohl ich ihn eigentlich sehr ehre und schätze! (Achtung, der restliche Teil kann mindere Spoiler enthalten! Kein Storyende oder große Wendungen, aber wer sehr spoiler sensibel ist sollte vielleicht eher nicht fertig lesen.)

Klar wird hier eine Fantasy-Welt erschaffen, doch irgendwie gibt es zu viel von allem. Die Welt befindet sich in den Wolken, die Bewohner leben auf Schiffen, sind selbst Vögel und haben auch noch "Vögel" in sich mit denen sie Naturschauspiele und das Wetter herbeisingen können. Ein bisschen sehr viel auf einmal, das braucht erst mal zum Sacken lassen. Doch so spannend das ganze sein hätte können, so ebenmäßig und eher langweilig trudelt die Geschichte dahin. Einerseits ist Aza scheinbar ja so wichtig für diese neue Welt, andereseits muss sie Deck schrubben? Ergibt irgendwie nur sehr wenig Sinn und kaum ein einheitliches Bild. Damit kann die Story leider nicht unbedingt überzeugen, im Fortlauf steigt nicht nur die Spannung nicht an, sondern das Interesse am Weiterlesen flacht auch eher ab.

Dazu kommt ein Schreibstil, der irgendwie alles noch komplizierter macht als es sowieso schon ist. Nicht nur weil er auf seine Art verschachtelt und komplex ist, sondern auch weil er sehr bildlich ist auf eine weise die man aber irgendwie doch nicht erfassen kann. Wenn man das auch noch mit doch eher anspruchsvollerem Jugenbuch-Englisch mischt - keine Mischung, die es dem Leser einfach macht das Buch einfach zu genießen.

Einziger kleiner positiver Aspekt ist Aza selbst aber auch hier gibt es ein mindergroßes Aber. Denn eigentlich ist sie als Charakter von Beginn weg sehr sympathisch, wirkt auf ihre Weise stark und selbstbewusst - trotz Krankheit. Doch nach ihrem "Tod" ist sie irgendwie nicht mehr wiederzuerkennen und beinahe schon nervig mit ihrem herumgezetter. Sie wirkt wie ausgewechselt. Dazu kommt noch ihr einziger Freund Jason, der vom schüchternen besten Freund zum selbstmordgefährdeten und psychisch labilen Jungen mutiert. Anstrengend irgednwie das Ganze.

Relativ schnell, nämlich nach dem Tod von Aza dreht sich das Buch leider für mich in die falsche Richtung. Zu abgedrehte und abgehobene Story, zu nervende Charaktere und so viele Vögel. Die Story mag ihre echten Fans haben und wirklich fesseln können - wenn man mit der Geschichte und auch viel dem Schreibstil etwas anfangen kann. Für mich leider mehr anstrengend als lesende Entspannung und keine zauberhafte Reise in eine andere Welt.


Kommentare:

  1. Je mehr Meinungen ich zu diesem Buch lese, desto glücklicher bin ich, es nicht gekauft zu haben. Ich finde die Idee hinter der Geschichte zwar wirklich interessant und eigentlich mag ich auch verschachtelte Sätze, aber der SUB ist hoch genug und nur ein weiteres Buch, das dann ewig auf seinen Einsatz warten muss, muss ja nicht unbedingt sein.

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    1. Ja die Idee dahinter ist wirklich gut und sogar neu würde ich sagen. Aber ich hatte ein bisschen das Gefühl, dass das Buch zu viel von sich selbst will. Ein bisschen zu viel von allem und schon wird es ein klein wenig konfus.
      Schade, aber das es kann einem ja auch nicht immmer alles gefallen.

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