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Sonntag, 14. Februar 2016

Ein Pool zum Valentinstag - Deadpool

Jeder Marvel-Comic-Fan kennt ihn und die meisten lieben ihn: DEADPOOL!
Wer schwarzen Humor,viel Blut und jede Menge kranken Wahnsinn vergöttert, der ist bei ihm immer Richtung. Nach einem verkackten ersten Kinoleinwandauftritt in Wolverine bekommt er jetzt endlich seinen eigenen Film!


Wade Wilson ist kein guter Mensch in normaler Hinsicht. Für Geld jagt er anderen Leuten einen ordentlichen Schrecken ein und verdirbt als böser Junge den noch böseren Jungs den Tag. Ein perfekter Söldner eben, der das macht, was er am Besten kann.

Sein erstes Zusammentreffen mit Vanessa lässt ihn dann jedoch die Liebe finden - die ihn zwar nicht zu einem besseren Menschen macht, aber er findet ein Heim und eine gleichgesinnte Partnerin, die mit ihm den Wahnsinn teilt. Doch das Leben wäre zu schön, wenn alles glatt laufen würde - denn Wade wird mit Krebs im Endstadium diagnostiziert. Sein einziger Ausweg: Eine mysteriöse Agentur, die ihn durch Mutation retten will und verspricht einen Superhelden aus ihm zu machen. Doch alles läuft scheinbar schief.


Im Februar einen Film bereits "Film des Jahres" zu kühren, wo doch noch so viele gute Filme auf der Realeaseliste stehen (gearde auch was Superhelden angeht), ist schon ein bisschen gewagt. Aber auf die Anwärterliste kommt Deadpool auf jeden Fall, denn diesen Platz hat sich der Film mehr als verdient!

Die Story erzählt die Origin-Story von Deadpool - also wie Wade Wilson zum Söldner im roten Kostüm wurde. Perfekt aus den Comics übernommen - da kann man nicht meckern! Dank einem Batzen Liebesgeschichte dahinter muss man sich zwar auch mit eher ruhigeren Szenen abfinden - doch genau damit hat der Film ja auch schon ordentlich die Marketing- und Werbetrommeln gerührt. Ja es gibt nicht wenig Love-Story, doch die muss sein und ist sicher nicht so kitschig wie schon im Trailer angepriesen. Immerhin treiben es hier ein Söldner und eine "Nutte" zum persönlichen Liebesglück, viel Platz für Schnulze bleibt da nicht.

Der Rest der Story ist natürlich von Rachegelüsten und wahnwitzigen Verfolgungen und Kämpfen gespickt, die so 100% Deadpool sind, dass man sich in einen Comic versetzt fühlt.
Die Story mag von vorne was die grundlegende Spannung angeht vielleicht nicht so viel hergeben, doch wer sich ehrlich ist muss zugeben - die Story stand nie im Vordergrund.

Wichtig war, dass wir einen Wade Wilson erleben wie wir ihn aus den Comics kennen und das ist auf voller Linie gelungen. Ryan Reynolds verschmilzt mit seiner Rolle und wird wirklich selbst zu Deadpool - pooliger hätte man ihn wahrscheinlich nicht machen können. Genau die richtige Ladung Gewalt, jede Menge dreckige Witze und jeden Ansatz von Romantik zerstört sich der Charakter beabsichtigt selbst. Genau das, was man von Deadpool erwarten und sehen will! Ein dauerhaftes Gagfeuerwerk der unteren Schublade, aber genau das was ein Deadpool braucht.

Insbesondere wer sich ein bisschen mit dem MCU, Deadpool und seinen Rivalen sowie der Comic-Filme-Adaptions Vergangenheit von Ryan Reynolds auskennt, der wird sicherlich so einige wirklich gute Lacher für sich finden. Denn nicht nur sein Erzrivale Wolverine, wohl einer der schlechtesten Comic-Verfilmungen "Green Lantern" mit Ryan Reynolds oder Deadpool selbst werden auf die Schippe genommen. Das gesamte MCU muss einstecken - sogar das Filmstudio Fox selbst macht vor sich selbst nicht halt. Genau dieser Witz zeigt einfach wie wichtig es war, dass Deadpool einfach er selbst bleibt, denn der Söldner nimmt nun mal einfach kein Blatt vor den Mund.

Dazu kommt, dass sich Deadpool genau wie in den Filmen bewusst ist, dass er Zuseher (uns) hat und somit mit uns spricht. Genau wie in den Comics, sogar hier sitz alles. Für nicht-Comic-Leser mag das zuerst verwirrend sein, aber nein das ist kein besonderes stylistisches Mittel. Das ist schlicht und einfach Deadpool, denn genau das macht und treibt er auch schon seit Jahren in den Comics mit uns.

Wer den Film gesehen hat und darüber meckert, dass der Film zu wenig brutal und blutig ist, der vergisst nun mal leider, dass ein Kinofilm in gewisser Weise auch massentauglich sein muss. In Deutschland und Österreich ist der Film FSK16 - da war zu erwarten, dass der Gore sich in Grenzen hält. Doch deswegen ist Deadpool nicht zahm wie ein Lamm - das was geboten wird kann schon beim Zusehen genug wehtun! Denn Blut und Nacktheit sind definitiv vorhanden! Das ein oder andere mal kann man niemanden ein schlechtes Gewissen machen, wenn derjenige vielleicht die Augen zudrück um den "verarbeiteten Gatsch" (der wenige Sekunden vorher noch ein Mensch war) nicht ansehen zu müssen. 
Außerdem macht genau das schon jetzt riesig Freude auf den DVD Release, denn angeblich sollen dort ganze 20 Minuten erweiterte Szenen dabei sein. Da darf man sichlich auch noch auf die ein oder andere grenzwärtige Einstellung freuen.

Wer Deadpool kennt wusste, worauf er sich bei dem Film freuen kann. Dumme Witze knapp unter der Gürtellinie und doch einiges an vermeidbarem Blut. Genau das liefert der Film - wenn auch mit sehr knapper Story. Doch die stand nun eben mal mit der Origin Story von Deadpool fest und ist und bleibt Nebensache. Wichtig ist, dass man die ganzen kurzweiligen 108 Minuten unterhalten ist und wirklich viel zu Lachen bekommt. Deadpool beweist auf der großen Kinoleinwand, dass ein bisschen schwarzer und tiefer Humor gepaart mit Blut und Lässigkeit nicht nur auf Papier sondern auch auf Film funktioniert!


PS: Wer die Möglichkeit hat sollte sich den Film auf jeden Fall in der Originalfassung ansehen. Auch wenn die deutsche Fassung wirklich recht gut mit den Gags und Witzen umgeht und die meisten auch trotz Sprachbarriere recht gut rüber bringt - gegen das Original kommt sie dann eben doch nicht an. Gerade Wortwitze funktionieren einfach nur perfekt in der Originalsprache - man lässt sich etwas entgehene wenn man die Möglichkeit zu Englisch hat!

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