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Freitag, 8. Januar 2016

Von Feen und Hexen - Die Dreizehnte Fee

Die Resonanz zu "Die Dreizehnte Fee" war überwältigend und durchwegs positiv - zumindest was ich so mitbekommen habe. Kein Wunder, dass das natürlich ein bisschen meine Neugierde geweckt hat und ich mich natürlich auch daran wagen musste. Eine Mischung aus Fantasy mit Märchen klingt ja schon mal vielversprechend


Früher galten sie als Feen, jetzt sind sie als Hexen bekannt - die dreizehn Feen. Tausende Jahre lang schlief die mächtigste von ihnen den Dornröschenschlaf, doch jetzt hat das Schicksal sie wieder erwachen lassen - an der Seite eines Hexenjägers.

Vom Volk verachtet und ihrer Magie beraubt macht sich Lilith gemeinsam mit dem Hexenjäger auf ihre Schwestern zu töten, denn sie will Rache. Doch dabei entdeckt sie auch etwas, was den Feen eigentlich untersagt ist: die Liebe.


Die Story in "Die Dreizehnte Fee" ist wirklich schön durchdacht und spannend. Die mächtigste der dreizehn Feen stellt sich gegen ihresgleichen, weil sie ihrer Magie beraubt wurde und tausende Jahre schlafen musste. Doch auf ihrem Rachefeldzug entdeckt sie die Liebe, die in ihr neue Gefühle wie Reue und Mitgefühl wecken. 

Gespickt mit vielen Märchen die man kennt und diese verdreht, sodass aus den Heldinnen teilweise die Bösewichte werden macht die Geschichte wirklich Spaß und bietet auch durchaus etwas innovatives. Gerade weil Bekanntes in Unbekanntes gedreht wird verspricht die Story tolle Unterhaltung und Überraschungen. Doch dabei verliert sich teilweise leider die Tiefe, die die Geschichte durchaus stellenweise vertragen hätte. Szenen werden sehr schnell behandelt und obwohl sie doch von großer Bedeutung sind, sind sie nur einen Moment später wieder vorbei. Die Beziehungen der Schwestern sind sehr margial, da hätte das ganze Bild noch ein bisschen mehr Weite und Verbindung bringen könne.

Wunderschön gezeichnet sind allerdinsg die Charaktere die Julia Adrian erschaffen hat. Gerade Lilith und ihre Zwispal zwischen Gut und Böse, Liebe und Hass, Rache und Reue sind immer wieder sehr toll zu beobachten und geben den Figuren wirklich ein Gesicht. Diese persönlichen Probleme machen es am Spannendesten die Geschichte zu verfolgen, denn man will einfach wissen wie sich Lilith noch weiterhin entwickelt und was am Ende aus ihr werden wird!
Doch trotz dieser vielen Gefühle die gerade bei der Hauptperson mitspielen bleibt die emotionale Ebene sehr trocken. Es gibt hier kein rosarotes Gesülze, genau wie die beiden Gesichter von Lilith bleibt auch die Emotion sehr wage, sehr trocken und fast emotionslos. Diese Kälte passt aber durchaus zu dem Charakter der Fee/Hexe.




Dazu kommt ein Schreibstil, der gewöhnungsbedürftig ist. Sehr gehoben und blumig, sehr ausschweifend und fast mittelalterlich erscheint es. Das passt durchwegs zur Geschichte und ihrem märchenhaften Setting, macht das Lesen allerdings ein wenig anstrengend und nimmt stellenweise auch die Schnelligkeit aus den Szenen. Es braucht einiges an Konzentration um den Schreibstil anzunehmen und wirken zu lassen obwohl man an manchen Stellen einfach nur gerne wissen möchte wie es weitergeht - die Sätze aber trotzdem extrems genau lesen muss um nichts zu verpassen.

Alles in allem ein (Erstlings-)Werk, dass sicher seine guten Ansätze hat aber auch noch ausgebaut hätte werden können. Die wirklich guten Spitzen sind da, doch leider zu schnell wieder weg um wirklich auf Dauer Spannung zu erzeugen. Die Geschichte hat so viele gute Anspielungen, doch leider bleiben sie teilweise unformuliert - was man sich aber gewünscht hätte. Ausbaufähig aber trotzdem macht es Lust darauf weiterzulesen, denn gerade das Charakterdesign macht neugierig!



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