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Mittwoch, 16. Dezember 2015

Kreuzfahrt mortal - Passagier 23

Sebastian Fitzekt ist ein Garant für gute bis überdurschnittlich gute Thriller. Da war es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis "Passagier 23" auch mich zu einer Kreuzfahrt eingeladen hat.


Der scheinbar perfekte Ort für ein Verbrechen: ein Kreuzfahrtschiff ohne direkte Polizei und immer mit dem Bestreben nach angenehmen zusammenlegen. Doch was passiert, wenn bemerkt wird, dass immer wieder Personen von Kreuzfahrten verschwinden . Oftmals werden sie als Selbstmorde abgestempfelt doch könnte nicht mehr dahinter stecken?

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, wird durch einen gemeinen Trick auf eine Kreuzfahrtschiff gelockt, das er eigentlich nie wieder betreten wollte. Doch jetzt steckt er mitten drinnen in Ermittlungen oder ist er doch nur Schachfigur in einem perfiden Spiel?


Normalerweise weiß man, wenn man einen Psychothriller von Sebastian Fitzek liest, dann bekommt man auch einen Psychothriller. Diesmal war "Passieger 23" deshalb leider ein wenig enttäuschend, denn von Psycho ist hier nur wenig zu finden.

Die Story an sich ist gut und spannend - hält auf jeden Fall den Leser an der Stange und lässt ihn auch nicht so leicht los. Denn gerade das Szenario Kreuzfahrtschiff macht schon an sich ein bisschen Beklemmung breit. Wenn dann auch noch Personen verschwinden geht das ordentlich auf die Gänsehaut. Allerdinsg fühlt man sich im Laufe der Geschichte mehr in einem "normalen" Krimi (ohne hier abzuwerten) und weniger in einer psychisch fordernden Geschichte. Die Spannung ist durchaus da, allerdings fehlt der wirkliche Thrill.

Doch genau das hinterlässt leider ein bisschen einen schalen Nachgeschmack - gerade weil man es von Fitzek eben doch besser kenn. Oder zumindest so, dass das Genre auch auf den Titel passend gewählt ist. Womit wir wieder mal bei der Debatte wären, dass Krimi und Thriller scheinbar immer mehr das Selbe sind aber das würde jetzt zu sehr aussschweifen.

Die Personen an sich die in der Geschichte vorkommen sind toll - besonders ihre Charaktere und Geschichten sind wirklich ausgeklügelt und passend. Auch was den Schreibstil im Allgemeinen angeht kann man sich bei Fitzek einfach nicht beschweren.

Trotzdem steht der Psychothriller zu groß drauf und hat (zumindest mir) ein wenig die Laune beim Lesen genommen. Die Erwartungen waren zu hoch - da konnte die Story dann leider nicht mithalten. Schade, dass so oft hochgestapelt wird und Enttäuschen damit heraufbeschworen werden anstatt lieber die Latte ein bisschen tiefer anzusetzen und zu überraschen. Aber wo Psycho drauf steht sollte halt auch Psycho drinnen sein.


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