Drop Down MenusCSS Drop Down MenuPure CSS Dropdown Menu

Mittwoch, 11. November 2015

Daniel Craig als Bond die vierte - Spectre

Daniel Craig als Bond - er war von Anbeginn weg nicht mein Abbild des smarten und charmanten James Bond, allerdings hat man ihm die Chance natürlich gegeben es zu beweisen. Dreimal hat er bereits gezeigt, dass er ein neuer, moderner, harter Bond sein kann. Was bringt uns jetzt "Spectre"?


Der MI6 steht unter Beschuss, M ist tot und die Selbstläufer von 007 James Bond werden nicht mehr gebilligt. Denn Bond ist zu impulsiv, zu gefährlich, regelt zu viel auf eigene Faust. Was daraus resultiert ist eine Suspendierung, gerade zu dem Zeitpunkt als überlegt wird das Doppel-Null Programm komplett einzustellen. 

Allerdings kommt Bond diese Suspendierung gerade rechtzeitig, denn M hat ihm ein mysteriöses Video nach ihrem Tod überlassen. Und dem möchte James natürlich nachgehen - am besten ohne den MI6 im Nacken. Denn er ist auf der Spur von etwas noch größeren, auf der Spur der Organisation "Spectre".

"Spectre" sollte eigentlich mit einer guten Story auftrumpen: eine neue Organisation von Bösewichten im Untergrund, scheinbar eine Vernetzung des globalen Bösen. Doch was hier daraus gemacht wurde ist leider nur enttäuschend.

Der Film startet mit einer sehr unterhaltsamen und auch optisch genialen Szene zum Día de Muertos - der natürlich in einer kleinen Katastrophe endet, weil Bond mal wieder seine Zuständigkeiten überschreitet. Doch die daraus resultierende Suspendierung stört ihn wenig, will er doch abtauchen und den Hinweisen der verstorbenen M nachgehen. Doch gerade diese Spionagen ziehen sich extrem durch den Film, machen den Film extrem lang und eigentlich relativ schnell langweilig.
Die Spannung bleibt größtenteils aus, die Action ebenso.
 
Wenn ein klein wenig Action aufkommt, dann ist diese in Bond-Manier natürlich nicht von schlechten Eltern. Auch wenn Daniel Craig insgesamt ein bisschen gar übermenschlich rüberkommt. Denn wo seine Gegner tausendmal daneben schießen trifft er jedes Mal - stolziert ohne Deckung in das Kreuzfeuer ohne auch nur einen Kratzer zu kassieren. Ein bisschen übertrieben zu gut, allerdings mag man das einem James Bond ja noch zugestehen. Doch diese Szenen sind selten, wenn sie da sind nur sehr kurz und fast schon wieder vorbei bevor sie begonnen haben.
 
Was man Craig allerdings neben dem Überagenten nicht abnimmt, ist der Womanizer, den er in diesem 007 Film darstellen soll. Seine Vorgänger wie Pierce Brosnan, Sean Connery oder auch Roger Moore hatten Charme und Emotion, während Daniel Craig von beginn weg eine neue Verkörperung von Bond war. Er war hart, kalt und eher emotionskalt. Doch plötzlich wird aus ihm der selbe Frauenheld wie eh und je, alle liegen ihm zu Füßen obwohl sie ihn zuerst hassen und Bond selbst wird dann doch ein bisschen weich. Diese neue Rolle passt nicht unbedingt auf Craig, seine Verkörperung von Bond war eine andere und das war auf seine Weise gut so. Den emotionalen Helden nimmt man ihm nicht wirklich ab.
Außerdem bringt gerade dieser Womanizer Funktion auch die schrecklichste Szene im Film mit sich. Gerade mit seiner holden Maid noch einen Kampf auf Leben und Tod verwickelt (natürlich überlebt) fallen sich die beiden nach dem Satz "Und was machen wir jetzt" (oder ähnliches, der genaue Wortlaut bleibt mir einfach nie im Kopf") ganz lüstern in die Arme. Bond-Klischee hin oder her - Come on das ist einfach nur zum Augenverdrehen.

Die Story ist lang und langweilig, der neue Bond durch die alten Charakterisika ersetzt - bleibt nur noch die Hoffnung auf einen "guten" Bösewicht. Doch auch hier ist man leider falsch und das obwohl groß der Name Christoph Waltz darüber steht. Denn wo dieser bei "Inglorious Basterds" oder "Django Unchained" noch perfekt übereugen konnte, so wirkt seine Darbietung hier ein wenig übertrieben, aufgesetzt und beinahe fehl am Platz. Es scheint fast so, als würde man wieder dem selbsten Bösewicht aus den bereits bekannten Filmen begegnen - seine Charakteristiken sind sie selben, seine Darbietung ist gleich, keine Neuheiten, keine Überraschungen. Der sympathische und doch psychotische Bösewicht ist prinzipelle seine Paraderolle, aber hier ein wenig zu aufgesetzt. Nach "Big Eyes" der zweite Film wo Waltz (mich) nicht überzeugen kann.
 
Einziger Pluspunkt: Durch den Film verstreut gibt es immer wieder ein paar Szenen, die wirklich einen guten Lacher abgeben - und das auch im positiven Sinne gemeint. James Bond nimmt sich selbst immer wieder mal nicht so ernst und kann damit zumindest einen Humor noch behalten.

Man sieht es bleibt nicht viel gutes an "Spectre". Die Story ist langweilig und zu sehr in die Länge gezogen, Craig wird als "neuer" Bond in eine Rolle gedrängt, die er nicht verkörpert und der Bösewicht kann trotz großem Namen leider auch nicht überzeugen. Leider für mich nur ein sehr anstrengender und langwieriger Kinobesuch.
Ja - nur zwei Neuner ist eine harte Bewertung, allerdings auch eine ehrliche, denn meine Resonanz auf "Spectre" war leider nicht besser.


1 Kommentar:

  1. Hallo liebe Nina!

    Auf Spectre freue ich mich schon lange, da ich die Bond Filme eigentlich ganz gerne habe. Außerdem wurde ja bei uns im Lande gedreht und Christoph Waltz miemt diesmal den Bösewicht. Klingt doch nach wahnsinnig tollen Vorraussetzungen! ;) Dass du mit der plötzlich neuen Rolle in die sich Craig zwängt nicht klar kommst, kann ich aber gut verstehen. Auch für mich war er eher der kalte, berechnende Bond und nicht der Charmeur. Trotzdem werde ich mir den Film sicher ansehen, denn Waltz will ich mir hier nicht entgehen lassen. ;)

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

    AntwortenLöschen

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...