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Sonntag, 11. Oktober 2015

Geschlechterwechsel - Sudern am Sonntag #9


Schon am Mittwoch hab ich im "Sudern Spezial" ein bisschen auf das Thema von heute vorgeteasert - weil es gerade ganz besonders aktuell ist. Geschlechtertausch von bekannten Rollen ist in vollem Gange. Nach dem neuen Trend zu billigem Abklatsch alla Perspektivenwechsel der Charaktere scheint es jetzt noch schlimmer zu werden: einfach das Geschlecht er Protagonisten zu tauschen. Nach vielen Comics (bei denen das schon seit langer Ziet immer wieder Gang und Geben ist) hat es jetzt auch die bekannte Bücherreihe Twilight erwischt. Also stellt sich mir die Frage:
 

Warum werden bei bekannten Charakteren oftmals als große Neuerung einfach nur das Geschlecht gewechselt - im schlimmsten Fall sogar mit der gleichen Story?

Ja es wirkt für mich wieder mal ein klein wenig so, als würde man uns armen Lesern versuchen leicht das Geld aus der Tasche zu ziehen. Einfach mal die gleiche Geschichte herausbringen und nur die Protagonisten im Geschlecht verdrehen. Drücken wir ihnen einfach mal die selben Eigenschaften und Charakterzüge auf, wird schon nicht so schlimm sein. Ganz extrem gerade bei der Jubiläumsausgabe von Twilight worüber ich mich schon Mittwochs beschwert hab.

Es scheint fast so, als würde - besonders in diesem Fall - der Autorin einfach nur die Idee für eine neue Geschichte fehlen aber irgendwie muss ja weiterhin das Geld fließen. Da kommt so eine "Neuerung" ja ganz schnell und einfach daher und schwupps - verkauft sich wieder. Das mag vielleicht ja sogar funktioniern, aber ist schon ein bisschen billig und naiv zu glauben, dass alle Leser das dann auch wirklich gut finden. Aber scheinbar verliert man lieber Fans und macht einfach Geld als mit neuen Geschichten neue Fans zu sammeln.

Aber ich will nicht weiter bei Twilight hängen bleiben, denn eigentlich ist dieses "Problem" schon lange bekannt - zumindest in der Welt der Comics. Gerade wieder ganz aktuell bei Thor - die ja jetzt seit kürzerem auch weiblich ist.

In Comics ist der Wechsel von Charakteren - oftmals auch verbunden mit einem Wechsel des Geschlechtes oder der Hautfarbe - ja mittlerweile schon nicht mehr ganz so neu. Captain Marvel war früher auch wirklich ein Mann, Firestorm setzt sich manchmal aus einem weiblichen und einem männlichen Helden zusammen, Loki kann Gestaltwandeln in eine Frau und Thor hat ganz frisch Brüste bekommen. Ach ja eine Spider-Woman gibt es neben jede Menge Spider-Ausgeburten auch und auch Wolverine hatte schon man weibliche Krallen. Man sieht also - es passiert nicht zum ersten Mal.

Aber warum ist das notwendig? Ich möchte damit nicht ausdrücken, dass ich dagegen bin, im Gegenteil ich finde die neue Thor zum Beispiel wirklich gut! Und auch die neuesten Varianten von Captain Marvel (und der mehr oder weniger daraus entstandenen neuen Ms Marvel) finde ich genial!

Aber warum muss man mit einem vorprogrammierten Aufschrei arbeiten, wenn man doch einfach neue weibliche und starke Charaktere erschaffen könnte. Oder die vorhandenen einfach weiter ausbauen könnte. Es dürfte liebend gerne mehr von Black Widow, Elektra und Konsorten geben! Die werden zwar momentan auch ein klein wenig wiederbelebt, aber die Transformationen sorgen dann eben doch für viel mehr Aufruhr.

Klar, so ein Wechsel sorgt eben erst mal für sehr viel Wirbel - und Publicity ist bekanntlich ja gut egal ob gute oder schlechet. Aber viele sind von diesen doch sehr krassen Änderungen dann doch eher enttäuscht als dass so viele neue Fans damit gefunden werden.

Ein komplett neuer Held - oder um die Kraft von Frauen mehr zu betonen eben auch gerne eine Heldin - würden genausoviel Aufruhr bringen und zeitgleich damit niemanden verärgern. Außerdem ist dieser Geschlechtertausch für mich nicht wirklich der richtige Schritt gerade um dem anhaltenden Feminismus Stand zu halten. Denn eine eigenständige Frau ist nun mal eigenständig und kein Abklatsch einer alten Figur.

Der Trend zu mehr weiblichen Helden ist auf jeden Fall ein positiver, aber diese Wechselgeschichten sind ein klein wenig kritisch zu betrachten. Sie wollen vielleicht etwas sehr Vornehmes ausdrücken, ganz gelingen tut es ihnen aber nicht wirklich.

Allerdings muss man ja auch zugeben, wir Menschen sind in erster Linie ja mal Gewohnheitstiere. Alles neue, jede Veränderung wird erstmal mit einem großen Aufschrei bekritelt. Vielleicht sollte man solchen Veränderungen - wenn die Writer sie doch so wollen - einfach auch mal offener gegenübersehen. Zuerst mal von der Qualität (oder auch mal Quantität) überzeugen bevor man alles für schlecht abschreibt.

Bei Comics kann man sich zumindest damit abfinden, dass die neuen Charaktere eine eigene Geschichte bekommen. Da wird nicht komplett recycled. Diese Twilight Geschichte findet bei mir weiterhin leider kein gutes Wort - denn komplettes Re-writen nur mit anderen Namen ist einfach ein klein wenig erbärmlich.

Würdem ich interessieren, wie ihr das sehr. Auch so eng alla am besten gar keine Änderungen? Oder ist so ein (Geschlechter-)Wandel auch schon mal gut für neuen Wind in der Geschichte?


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