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Sonntag, 25. Oktober 2015

Das Buch zum Filmcover - Sudern am Sonntag #10


Die Zeit vergeht und schon ist wieder Sonntag! Was gibt es heute zu Sudern? Ich hab mir was ausgesucht, das mir immer wieder sehr am Herzen liegt.

Warum müssen Bücher zu Filmen immer noch mit dem Filmposter als Cover neu herausgebracht werden?

Ja - mich stört das! Stören ist vielleicht ein klein wenig hoch gegriffen, aber ich finde es einfach schade, dass ein Buch dann so schnell zum "Buch zum Film" abgestempelt wird obwohl es eigentlich immer umgekehrt ist. Viele "Unbelesenere" wissen das oftmals wirklich nicht und glauben dann halt einfach jemand hätte den Film in Buchform wiedergegeben. Obwohl es beinahe immer umgekehrt ist und das Buch die Vorlage zum Film bietet. Und ein Buch ist doch in den meisten Fällen so viel mehr, so viel tiefer, so viel liebevoller als der dazugehörige Film. (Ausnahmen bestätigen die Regel aber Büchernarren werden mir wahrscheinlich zustimmen.)
Außerdem gehen dabei so viele schöne Cover "verloren" weil danach nur mehr die aktuelle Variante mit dem Filmcover vermehrt in den Umlauf gebracht wird. Dabei lebt ein Buch doch so viel auch von seinem Cover! Ich zeig euch einfach mal ein paar Varianten wo die Buchcover doch so schön sind und mit den relativ "öden" Filmplakaten abgelöst wurden.

Ganz aktuell und für mich ein ganz schlimmes Beispiel: "Der Marsianer". Das Cover ist im Original so wunderschön, so harmonisch von den Farben und gleichzeitig auch so beklemmend und spannend, dass es einfach perfekt zu dem Buch passt. Auf der neuen Filmausgabe stiert einem das Gesicht von Matt Damon entgegen - der den Film zwar wirklich gut rüber bringt, aber leider doch nicht so wundervoll anzusehen ist. (Ja ich bin auch eigentlich kein sonderlicher Matt Damon Fan.) Das Artwork ist einfach um Welten schöner als das Filmplakat, dass seinen Fokus auf einen Schauspieler legt!

Nur einen sehr kleinen aber dafür feinen Unterschied macht das neue Cover bei "Er ist wieder da". Hat die erste Ausgabe nur den grafischen Effekt (der kongenial umgesetzt ist) - so verliert sich der Effekt durch die Platzierung einer Person auf dem Cover irgendwie. Mag zwar jetzt schon sehr kleinlich klingen, aber ich finde es schade so gut durchdachte und illustrierte Cover zu "zerstören".

Auch bei "Seelen" hat das Filmcover in meinen Augen einen Rückschritt gemacht. Denn wo das Original mit dem doch sehr mystischen Auge Neugierde und Interesse weckt - da trumpft das Filmcover nur mit den Gesichtern der Schauspieler auf. Gerade Buchcover können soviel mehr als Filmplakate oftmals, die nur auf die Darstellung der Schauspieler konzentriert sind...
Ja es geht natürlich auch anders. In seltenen Fällen kann ein Filmplakat das Cover auch retten - weil das Originalcover relativ langweilig ist. Für mich bestes Beispiel dafür sind die "Maze Runner" Taschenbücher. Die deutschen Ausgaben davon (sorry Carlsen) sind einfach überhaupt nicht schön anzusehen. (In diesem Fall sogar beide "Original" Varianten die es von den Außerwählten im Labyrinth gibt.) Ohne vorhergehende Empfehlung hätte ich da wohl nie zugegriffen. Die Filmcover bringen da schon ein bisschen mehr Spannungs auf die erste Seite und machen Laune auf mehr. Man sieht also es geht (in seltenen Fällen) auch umgekehrt.

Wahrscheinlich könnte man auch nich jede Menge anderer Ausgaben aufzählen, die durch das Filmcover ihre Charme verloren haben oder dank Filmcover Ausgabe doch einen Ticken schöner geworden sind. Die optsiche Schönheit und das Gefallen liegen ja bekanntlich auch noch ein bisschen im Auge des Betrachters. Allerdings verhaut es mir zumeist auch schon einfach der Gedanke, dass sich ein Buch mit dem Film dazu schmücken muss. Da greif ich auch gerne mal zur "nicht ganz so schönen" Ausgabe - einfach weil die nicht mit "Das Buch zum Film" prahlt.

Schon klar, dass diese Filmcover vielleicht gerade Wenig-Leser dazu animieren sollen vielleicht doch auch mal zu der Buch Variante zu greifen, aber für echte Büchernerds sind sie eigentlich keine (oder nur ganz selten eine) Alternative! 


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