Drop Down MenusCSS Drop Down MenuPure CSS Dropdown Menu

Samstag, 31. Oktober 2015

Anstrengende Elfenfantasy - Nacht ohne Sterne

Fantasy gibt es den in den unterschiedlichsten Ausführungen. Von High-Fantasy über Low-Fantasy bis hin zu Urban Fantasy und noch vielen Untergruppen mehr, die man gar nicht alle aufzählen kann. Gerade Jugendfantasy befindet sich momentan auf einer Erfolgswelle und lässt Jugendliche und Junggebliebene in fantastische Welten abtauchen. Zumeist auf einem sehr entspanntem und einfachen Niveau.

Es war es das Cover, dass mich besonders neugierig gemacht hat. Eine mystische junge Frau, ein toller Name und es glitzert auch noch wunderschön. Ja manchmal sind es die Kleinigkeiten die einen auf ein Buch aufmerksam machen.

Nacht ohne Sterne Gesa Schwartz cbt Cover

Naya ist ein Halbblut - halb Mensch, halb Elf. Doch gerade ihr Dasein als solches verwehrt ihr den Zugang zu den magischen Fähigkeiten der Elfen. Auch zur Welt der Elfen hat sie keinerlei Kontakt, da ihre Mutter vor langer Zeit bereits aus deren Kreisen verstoßen wurde. Ihre einzige Verbindung zu dieser ihr unbekannten Welt ist ihr Freund und Lichtelf Jaron.

Doch dann gerät Naya zwischen die Fronten eines wieder auf fachenden Krieges zwischen Licht und Schatten und wird mit Vidar - dem geheimnisvollen Dunkelelfen - konfrontiert. Aber wem in dieser mystischen Welt kann sie wirklich vertrauen?


Gesa Schwartz erschafft in "Nacht ohne Sterne" eine wunderschöne und so detailverliebte Welt, dass man eigentlich liebend gerne darin abtauchen und sich verlieren möchte. Die magischen Schilderungen von Licht- und Dunkelelfen, Kobolden und einem mystischen und zugleich dunklen New York sind wunderschön und haben doch einen Haken.

Erwartet man hier einen einfachen Jugend-Fantasy-Roman, so bekommt man diesen leider nicht geliefert. Die Geschichte erinnert mehr an ein High-Fantasy-Epos, das sehr viel Konzentration fordert. Sehr verwoben, sehr ausschweifend und sehr großräumig. Keine Geschichte in die man magisch schnell eintauchen kann, sondern doch sehr viel Kombination und Hirnwendungen hinein legen muss.

Denn auch wenn die Story sehr mächtig, ausführlich und gut erzählt ist, legt sie sich mit dem Schreibstil enorme Steine in den Weg. Die Szenerie ist ausschweifen, extrem blumig und vor allem extrem aufbauschend beschrieben. Wer sich gerne in hunderte kleinen Details verliebt, wird das mögen - ansonsten können die detaillierten Beschreibungen schnell überflüssig erscheinen.
Außerdem ist der Aufbau der Geschichte sehr sprunghaft. Findet man sich gerade noch in einer dunklen Gasse in New York mitten in einer brenzligen Situation wieder, so wird man in den nächsten Sätzen bereits mit ellenlanger Hintergrundinformation bombardiert. Das zerstört immens die Spannung der Szene und raubt dem Leser sehr viel Konzentration um der Geschichte folgen zu können.

Dazu kommt, dass der Leser extrem schnell in die Geschichte geworfen, der Hintergrund jedoch erst zwischendurch erst erklärt wird. Damit muss man in eine Story starten, die zu Beginn wahrscheinlich noch viele Fragen aufwirft. Erst nach und nach erkennt man die Verbindungen und Zusammenhänge der Ereignisse. Gerade auch durch den direkten Stoß in diese komplexe Welt - in der sich Naya und die anderen Protagonisten bereits seit Jahren zurechtfindet - macht den Einstieg enorm schwer. Denn für die Protagonisten ist diese Welt Normalität, der Leser muss allerdings erst mal all die Neuigkeiten verarbeiten.

Gerade dieser ausschweifende Schreibstil und der häufige Wechsel zwischen Jetzt und Damals - aktueller Spannung und vergangener Erläuterung - nehmen der allgemeinen Spannungskurve enorm den Wind aus den Segeln. Denn die Spannung wird immer wieder zurückgenommen und kann sich so gar nicht erst zu ihrer vollen Größe aufbauen.

Auch wenn die Welt, von der erzählt wird eigentlich wunderschön und phantastisch sein könnte, so ist es in diesem Fall leider die Feder der Autorin, die den Seiten die Magie nimmt. Denn obwohl man bei "Nacht ohne Sterne" eher einen mystischen und einfachen Jugendroman erwartet, bekommt man einen detailverliebten High-Fantasy-Roman in einer phantastischen Welt geliefert. Die Story ist eigentlich gut, verstrickt sich aber in ihrem ausschweifenden Schreibstil und zieht die Handlung in die Länge. Keine leichte Kost um zu entspannen, eher ein Fantasy-Epos, das sehr anspruchsvoll ist. Wer mit dem Schreibstil von Beginn weg zurechtkommt, kann dieses Buch sicherlich lieben, ansonsten sollte man eher die Finger davon lassen.


PS: Das Buch hat mir dankenswerter Weise mal wieder Janett's Meinung zur Verfügung gestellt.

Kommentare:

  1. Uh, das klingt nicht so gut...

    LG Nadine

    AntwortenLöschen
  2. Es ist natürlich Geschmackssache, aber mich konnte es leider nicht packen.
    Dabei hab ich "Grim" von Gesa Schwartz damals sehr gemocht!
    Hab mir nach meiner doch sehr schlechten Meinung dazu noch andere Rezensionen dazu angesehen - einige davon gehen leider schon in die selbe Richtug. Ich bin also nicht ganz alleine mit dieser Meinung. Leider!
    LG Nina

    AntwortenLöschen

LinkWithin

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...