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Montag, 5. Oktober 2015

Laymon und der Wald - Die Spur

Richard Laymon zählt für mich mittlerweile ja doch irgendwie zu einem meiner bevorzugten Horror/Thriller Schriftsteller. "Die Familie" war erschreckend genial, wenn auch "Der Killer" für mich nicht so der Burner war. Mal sehen was "Die Spur" da drauflegen kann.

Die Spur Richard Laymon Heyne Hardcore Cover

Gillian steht auf den Kick - und den holt sie sich am liebsten in fremden Häusern. Wenn deren Besitzer auf Urlaub sind, steigt sie in die verlassenen Häuser ein und bewohnt sie für ein paar Tage. Dabei schnüffelt sie auch gerne mal in den privaten Sphären der Eigentümer herum. Doch in ihrem jetztigen Haus stößt sie dabei auf sehr verstörende Dinge.

Währenddessen sind Rick und Bert(ha) in den Wäldern auch einem Urlaubstrip durch die Wildnis. Rick fühlt sich dabei nicht wirklich wohl, hat er doch in seiner Vergangenheit keine guten Erfahrungen mit dem Campen gemacht. Zu Beginn scheint es noch, als wären die Paranoia von Rick und die gelegentlichen Treffen mit anderen Wanderern die größte Sorge des Päärchens, doch vielleicht lauert noch mehr Wahnsinn in diesem Wald.


"Die Spur" beginnt, wie man es von einem Laymon gewöhnt ist. Kalt, hart, schonungslos und sehr erotiklastig. Doch genau das kennt man (und liebt man) an Laymons Thrillern. An der Front des Schreibstiles kann man hier also nicht wirklich etwas aussetzen. 
Wer mit viel Spiel mit nackter Haut. Anzüglichkeiten und blutigem Massaker nichts am Hut hat, der sollte lieber die Finger davon lassen.

Allerdings ist die Geschichte nicht unbedingt die beste, die man von Laymon kennt. Der Beginn wird stark von Paranoia und Erzählerein bestimmt, nicht wirklich viel passiert. Es dauert ungewöhnlich lange bis ein kleiner Hauch von Horror einsetzt, der sich dann ab der späteren Hälfte endlich beginnt langsam durch die Seiten zu ziehen. Allerdings kriecht der Horror auch nur wirklich sehr langsam immer tiefer in die Geschichte.

Zudem erinnert gerade die Geschichte von Rick und Bert schon sehr stark an "Der Geist"  - was sehr viel an der Umgebung liegen mag. Wieder ist man in den Bergen und Wäldern, wieder geht es um eine Wanderergeschichte und irgendwie kommen die selben Schreckensmomente vor. Sind die anderen Wanderer denen man begegnet eine Gefahr? Was versteckt sich hinter der nächsten Biegung? Hat es gerade im Gebüsch geraschelt und zu wem gehört das leuchtende Augenpaar, das einene verfolgt? Sehr ähnliche Elemente, die damit leider nicht mehr ganz so neu und wirklich innovativ wirken.

Der Storystrang rund um Gillian ist da wesentlich neuer (zumindest für mich), kann aber den fehlenden Nervenkitzel auch nicht wirklich ausbügeln. Denn gerade hier beschäftigt sich die Story stellenweise doch zu lange mit reiner Routine von Gillian, Liebelein mit dem Nachbarn und Nebensächlichkeiten. Erst sehr spät dreht hier wirklich die Action auf.

Storytechnisch damit nicht ganz der beste Knüller von Laymon, "Die Spur" hinterlässt gerade wegen der Ähnlichkeit zu dem Vorwerk doch ein klein wenig schaalen Geschmack im Mund. Nichtsdesto trotz kann das wirkliche Ende dann zumindest noch ein bisschen die Gänsehaut füttern und bringt zumindest die beiden Handlungen wirklich unerwartet doch noch zusammen.

Kein kompletter Flop, aber auch nicht das Beste, was man von Laymon gewöhnt ist. Das Grauen ist zum Schluss da, lässt aber leider viel zu lang auf sich warten. Außerdem hatte ich zum ersten Mal wirklich kurzfristig die Schnauze voll den nebensächlichen Liebelein in dem Buch. Trotzdem spannende und schnelle grausliche Unterhaltung für Fans.


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