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Samstag, 3. Oktober 2015

Lost alone on Mars - Der Marsianer

Ich war kein großer Freund von Interstellar und habe auch kein gutes Haar dran gelassen (außer an der Musik und der Bildgewalt). Als dann der erste Trailer zu "Der Marsianer" kam war für mich sofort klar - dieser Film sieht mich sicher nicht im Kino. Aber ich lasse mich ja überzeugen und habe auf Grund von einer sehr herzlichen Empfehlung doch zuerst mal zum Buch gegriffen.

Der Marsianer Andy Weir Heyne Rezension

Der Astronaut und Biologe Mark Watney steht seiner größten Aufgabe im Leben gegenüber. Nach einer fehlgeschlagenen Mission wurde er von seiner Crew als totgeglaubt alleine auf dem Mars zurückgelassen. Doch das Schicksal wollte Watney noch nicht gehen lassen und wie durch ein Wunder hat er überlebt.

Doch jetzt steht er der größten Aufgabe überhaupt gegenüber: nämlich überleben. Die Essensrationen reichen für Watney nicht aus um bis zur nächsten Marsmission zu überleben und gerettet zu werden. Auch die gesamte Station ist eigentlich nicht für einen so langen Aufenthalt auf dem Mars konstruiert worde. Aber Watney setzt alles daran, sein Überleben zu sicher und darf dabei eines nicht verlieren: seinen Überlebenswillen.



Meine Erwartungen waren niedig und doch wurde mir in der Empfehlung gesagt, dass "Der Marsianer" wirklich lustig sein soll. Irgendwie passt das ja so gar nicht zusammen. Eine Überlebensgeschichte - dann noch auf dem Mars - soll lustig sein? Aber ich lies mich überraschen: und es war gut so!

Denn ab den ersten Seiten war klar: Ja diese Buch hat durchaus seinen Unterhaltungswert und nicht nur wenig davon! Schon von Beginn weg gibt es nicht nur Schmunzler sondern auch wirkliche Lacher und dieser Ton zieht sich wirklich durch das gesamte Buch. Doch die große Frage ist: Wie ist das überhaupt möglich bei dieser Geschichte?

Die Antwort ist so einfach wie plausibel: Mark Watney! Dieser Charakter ist so ironisch, sarkastisch und lustig wie man es sich nur selten vorstellen kann! Trotz seiner aussichtslosen Lage hält er an seinem Überlebenswillen fest und finden dauernd auch noch Platz dafür seine Späße loszulassen und wahrscheinlich damit sich selbst am Leben zu halten! Trotz zig Bedrohungen und unzählichen Fehlläufen bleibt Mark immer der Mensch, der er ist: lebensfroh und lebenbejahend! Er redet/schreibt sich seine Gedanken von der Seele, genau so wie er denkt und nimmt sich kein Blatt vor den Mund dabei. Einfach genial unterhaltsam und extrem sympathisch.

Seine Geschichte darf man in Form seiner Logs nachlesen, die er während seines Aufenthaltes schreibt und die Geschichte wird gerade durch diese immense Nähe zum Charakter besonders emotional, aufregend und spannend. Man muss genau wie Watney selbst oftmals ohne genaues Wissen auf den Ausgang des nächsten Experimentes warten - man erfährt alles von ihm aus erster Hand und nicht wie der Allwissende Leser von oben herab. Besser kann man es gar nicht machen, man fühlt sich manchmal beinahe selbst auf den Mars versetzt.
Immer wieder ist man mit der nächsten lebensgefährlichen Entscheidung konfrontiert, hat sämtliche Wege auf der Hand aber weiß nicht was wirklich danach passiert.

Stellenweise ist das Buch natürlich sehr technisch. Gerade was Watneys Fähigkeiten als Biologe und auch als Astronaut und in weiterer Folge auch noch Chemiker und Weltraumbastler angeht. Da kann man als nicht Physik-, Chemie- oder Biologiegenie doch hin und wieder mal aus den unterschiedlichsten Prozessen aussteigen die Watney zum Überleben braucht. Doch auch hiermit geht das Buch ideal um, denn durch den Sarkasmus von Watney selbst folgt auf die höchst technischen Passagen zumeist noch eine ziemlich einfache Erklärung - Watney macht es dem Leser wirklich leicht auch darüber einfach mitzuhalten.
Gerade diese technische Komponente macht aber auch ein wenig die Spannung aus. Denn überall kann etwas schief gehen und gerade diese chemischen oder biologischen Reaktionen können zu jeder Zeit das Leben des Astronauten bedrohen. Auch wenn man den kompletten Reaktionswerdegang nicht versteht - so wird einem nur aufgezeigt wie viel es braucht um auf dem Mars zu überleben.

"Der Marsianer" hat mich nicht nur überzeugt, sondern sich selbst weit hinauf in meine All-Time-Favorites katapultiert. Damit hatte ich nicht gerechnet und bin wirklich mehr als überrascht davon! Diese Buch ist kein galaktischer Abklatsch von "Gravity" oder "Interstellar" sondern ein Meisterwerk für sich selbst!

"Der Marsianer" verdient sich jedes gute Wort, dass an ihm verloren wird zu 100% und jeder sollte Andy Weir's Stück lesen! Auch wenn er kein Sci-Fi Fan ist aber "Der Marisaner" ist auch auf menschlicher Basis einfach eine Wucht!



PS: Vor der Verfilmung hab ich trotzdem noch ein bisschen Angst, insbesondere da ich auch nicht unbedingt ein riesiger Matt Damon Fan bin. Allerdings sind die ersten Reviews dazu ja schon extrem gut und versprechen den selben Humor. Da sieht man mal vielleicht auch wie "schlecht" so manch ein (Teaser-)Trailer sein kann, denn von Humor sieht man da nicht viel. Aber ich lass mich jetzt einfach gerne nochmal überraschen.

1 Kommentar:

  1. Ich lese das Buch gerade zu Ende und morgen geht es schon ins Kino! :-) Bin schon sehr auf deine Rezi zum Film gespannt!

    Ganz liebe Grüße

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