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Donnerstag, 3. September 2015

Thriller alla Österreich - Totenfrau

Es war an der Zeit - jetzt mit Erscheinen des zweiten Thrillers "Totenhaus" von Bernhard Aichner musste ich auch endlich mal zu diesem Thriller made in Österreich greifen.

Totenfrau btb Cover

Eigentlich ist Blums doch ungewöhnliches Leben als Besatterin gut. Sie hat einen tollen Polizisten-Mann, zwei super Kinder und keine Jobängste. Doch von einem Tag auf den anderen ändert sich alles, denn ihr Mann wird in der eigenen Hauseinfahrt einfach überfahren - tot von einer Sekunde auf die andere.

Eigentlich sieht alles aus wie ein Unfall mit Fahrerflucht. Doch dann entdeckt Blum alte polizeichliche Aufzeichnung von ihrem Mann und forscht nach. Dabei deckt sie eine grauenhafte Geschichte auf, die alles verändert. War der Unfall vielleicht doch Mord?


Die Story beginnt schnell - und außergewöhnlich. Außergewöhnlich nicht wegen der Geschichte, sondern wegen dem Schreibstil. Schnell ist klar, hier wird nicht "normal" erzählt, hier kommt eine ganze besondere Schreibart zum Zug, die das Besondere ausmacht.
Schnell, schonungslos, kurzbündig und doch emotional (wenn auch eher kalt). Eine ganz andere Art zu Schreiben und auch zu Lesen. Aber interessant, sehr interesant sogar, weil die Story wirklich hart und schnell voranschreitet. Keine unnötigen blumigen Umschreibungen, nur eine harte schnelle Geschichte.
Gewöhnungsbedürftig am Anfang aber auf jeden Fall top und passend.

Von der Geschichte selbst geht es auch wirklich spannend und packend los. Auch wenn der Prolog sehr weit in die Vergangenheit greift und mit der nachfolgenden Geschichte nur verhältnismäßig wenig zu tun hat merkt man schon hier den Ton des gesamten Verlaufes. Unbarmherzig, schonungslos und hart - ideal für eine gute Basis eines Thrillers! So geht die ganze Story auch weiter, entwickelt sich wirklich toll und unvorhersehbar. Ein Thriller der wirklich packen kann.

Einziger kleiner Tropfen auf dem heißen Stein: Manche Dinge fallen sehr zufällig in das Raster - wo gerade noch eine Sackgasse war ergibt sich durch gröbste Zufälle doch noch ein neuer Hinweis um die Nachforschungen nicht im Sand verlaufen zu lassen. Das passt zwar einerseits dazu, dass hier eine Frau ermittelt die keinerlei polizeiliche Ausbildung oder Schulung hat, andererseits wirkt es manchmal schon ein bisschen gar auf dem Silbertablett serviert.

Diese Zufälligkieten darf man aber gut und gerne übersehen, denn auch die Charakterdarstellung von Blum ist wirklich brilliant! Eine so weiche Familienmutter und doch so harte Rächerin erwartet man beinahe nicht, macht aber gerade den Reiz aus. Der schmale Grat zwischen Familienglück und Ermittlungswahnsinn ist fesselnd und nervenaufreiben - super kombiniert.

Ein wirklich gelungener und packender Thriller, den man so schnell nicht mehr aus der Hand legt. Außer man hat ihn einfach - so wie ich - in kürzester Zeit verschlungen. Ein ganz neues Tempo, von dem sich viele lahme Thriller etwas abschneiden könnten. Ein kleines Stückchen würde manchmal schon ausreichen.


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