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Samstag, 1. August 2015

Ein schwarzer Tag für Adam Sandler - Pixels

Der Trailer vor mehreren Wochen war eine Überraschung: Die Erde wird von Videospielen angegriffen! Das klingt nach Spaß, vorallem für Gamer. Ob er das wirklich bringt?

Pixels Film Movie Poster

Es war immer schon ein Traum der Menschheit Kontakt mit außerirdischem Leben aufzunehmen. Dafür hat die NASA in den frühen 80er Jahren eine Zeitkapsel ins All geschosse - gefüllt mit jede Menge Videospielen. Doch die Aliens erkennen diese Kapsel leider als Kriegserklärung und schicken die Videospiele als Attacken zurück auf die Erde.

Bedroht von Ping-Pong, Centipede oder Pac-Man braucht der Präsident Will Cooper (Kevin James) die Unterstützung seiner alten Gamer-Freunde Sam Brenner (Adam Sandler) und Ludlow Lamonsoff. Denn Sam war einer der besten Arcade Gamer seiner Zeit und soll mit neumodernen Licht-Waffen die Videospiele bezwingen.



Im ersten Moment klingt es wie eine lustige Huldigung der Videospiele. Doch was die Macher von Pixels daraus gemacht haben, ist eher das genaue Gegenteil. Der Trailer verspricht witzige Action auf Arcade Game Basis - der Film bringt eine billige Adam Sandler Romanze mit der Weltbedrohung durch die bösen Videospiele.

Denn was hier wirklich passiert ist nicht unbedingt das, was man erwartet. Der Film startet noch mit 20 unterhaltsame Minuten in denen das Publikum auch durchaus noch zum Lachen kommt. Doch dann beginnt eine so platte und aufgesetzte Romanze (bevor noch überhaupt ein lebensgroßes Videogame seinen Auftritt bekommt) die den ganzen Film schon weit am Anfang zerstört. Die Spiele treten beinahe in den Hintergrund, während Sams Jagd nach der unerreichbaren Lieutenant Colonel beginnt. Wie die ganze Story endet kann man sich natürlich von Beginn weg denken.

Dazu kommt, dass Gamer mit den plattesten Klischees überhaupt beladen werden. Fett, wohnen immer noch bei Oma, sind Looser, Weltverschwörer und können natürlich eigentlich nur Liebesbeziehungen zu Pixelcharakteren aufbauen. Ziemlich flach und aufgesetzt, gerade in einer Zeit in der Videospiele im Vormarsch sind. Es ist eher an der Zeit gegen diese Klischees zu arbeiten und nicht diese auch noch so extrem zu unterstützen.

Aber nicht nur die Videospiele werden mit Klischees überschüttet. Auch Adam Sandler selbst wird mittlerweile zu einem selbst. Denn die Witze sind ausgelutscht, waren alle schon mal da und können einfach nicht mehr überraschen. Die guten und lustigen Adam Sandler Filme sind vorbei, was momentan nachkommt ist nur mehr aufgewärmte Suppe.

Was den Film natürlich für Hardcore Arcade Gamer trotzdem ein bisschen interessant macht: Gerade in der großen Schlacht darf man sich auf jede Menge bekannte Arcade Games freuen. Zumindest im Hintergrund und schnell mal über den Bildschirm springend. Man sieht schon so einige alte Spielehelden die Erinnerungen wach werden lassen. Das wars dann aber auch schon. Denn einen besonderen Auftritt bekommen sie nicht - außer die drei wichtigen Schlachten gegen Centipede, Pac-Man und Donkey Kong.

Auch die Animationen und Verpixxelungen der Welt sind zumindest schön anzusehen. Es ist schon witzig wenn sich jede Menge Dinge in einzelne Blöcke zerstreuen - untermalt von 8-Bit Musik im besten Fall. Aber die Optik alleine kann den Film nun mal nicht retten, nicht wenn die Story dann doch so lame ist.

Wer ein buntes Pixel-Spektakel erleben will, der kann sich den Film getrost ansehen. Doch bitte mit der Vorwarnung, dass Story und Adam Sandler nicht überzeugen können.


PS: Das Beste am Film ist wahrscheinlich der Abspann. Denn der zeigt den ganzen Film nochmals in 8-Bit Optik im Schnelldurchlauf. Hätte eigentlich genügt, denn so spart man sich die Adam Sandler Story, das Gequatsche und bekommt das ganze auch noch komplett Retro serviert. Wenigstens das ist witzig und bringt den kompletten Film genauso gut rüber - in weniger als 2 Minuten!

1 Kommentar:

  1. Schade, dass dir der Film nicht so gut gefallen hat. Der Trailer hatte mich doch neugierig gemacht. Das neue Buch von Ernest Cline "Armada" hat eine ähnliche Story, wird aber sicher besser sein. "Ready Player One" von Cline war nämlich richtig, richtig gut. Hast du das schon gelesen? :)

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