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Samstag, 29. August 2015

Wenn das Zeugenschutzprogramm einer Frau die Kinder nimmt - Freedom's Child

Wieder ein Buch, dass ich mir mal aus der Bestseller Liste und den vielen Vorschlägen diverser Bücherseiten ausgesucht habe. Das Cover und der Klappentext sind ja schon mal nicht schlecht.

Freedom's Child Rowohlt Cover

Freedom ist im Zeugenschutz - denn sie war beschuldigt worden ihren Mann erschossen zu haben, dafür wurde aber dann ihr Schwager verurteilt. Jetzt - 18 Jahre später - ist dessen ganze Familie hinter ihr her und will Rache.

Doch dieser Vorfall hat nicht das Leben ihres Schwagers verändert, Freedom hat ihre Kinder dadurch verloren und einen rapiden Absturz im Zeugenschutz hinter sich. Alkohol und derbe Umgänge bestimmem ihr Leben. Der einzige Lichtpunkt in ihrem Leben ist ihre Kinder im Internet zu beobachten. Bis zu dem Zeitpunkt wo ihre Tochter spurlos verschwindet...


Die Mischung aus Zeugenschutz, Alkohol, Rache und verschwundenen Kindern klingt wie eine gute und solide Basis für einen Thriller. Doch eine gute Basis ist nicht ausreichende für einen guten Thriller.

Die Story beginnt außer derb, grob und getränkt mit ein bisschen harter Gewalt und Blut auch ziemlich langsam und eigentlich beinahe schon langweilig. In einer Mischung aus Vergangenheit, Gegenwart und vielen unterschiedlichen Personenperspektiven geht der rote Faden der Story irgendwie sehr lasch durch und beginnt sich nur sehr langsam zu straffen.
Gerade dieser scheinbar fehlende rote Faden macht den Beginn sehr verwirrend, extrem vielschichtig ohne ein Zusammenspiel zu erkennen und langsam.

Erst recht spät beginnen die unterschiedlichen Stränge zusammenzuführen, die ganz leicht aufkeimende Spannung zu straffen und Tempo hineinzubringen. So richtig ans Eingemachte geht es aber auch erst in den letzten 20-30 Seiten, wenn man hier von Eingemachtem reden kann.
So richtiges Thrillerfeeling kommt (zumindest bei mir) zu keiner Zeit auf - die Geschichte nimmt sich immer wieder selbst das Tempo und die Spannung.

Gerade die unterschiedlichsten Betrachtungspunkte der großen Zahl an Protagonisten (für nur 350 Seiten) macht es manchmal auch recht unnötig schwierig herauszufiltern, um welchen Storystrang man sich gerade bemüht. Die Kapitel springen von Protagonist zu Protagonist und wieder zurück ohne eindeutige Einleitung oder Definition des Erzählers. Einzige Ausnahme: Freedom muss sich ihre Identität scheinbar zu Beginn ihres Kapitels immer mit "Mein Name ist Freedom..." in Erinnerung rufen.

Auch nicht sehr hilfreich dafür: die sehr auffallenden Namensähnlichkeiten. Zwischen Mason und Matthew streut sich noch ein Mattley, Umbenennungen von Kindern nach dem Entzug der Mutter und die doppelte Verwendung von Paul (einmal als Vorname, einmal als Nachname) machen die klare Trennung nicht einfacher. Gerade mit eindeutigeren Namen könnte man das Folgen für den Leser um einiges vereinfachen - oder eben nur noch komplizierter machen. Fördert allerdings natürlich auch ein wenig das aufmerksamere Lesen (oder die Genervtheit des Lesers).

"Freedom's Child" konnte leider zu keiner Zeit fesseln und wirklich große Spannung aufbauen. Für einen wirklichen Thriller fehlt einiges an Spannung und Nervenzittern. 


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