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Freitag, 24. Juli 2015

Schuldig für immer - That Night

Es ist immer Zeit für Thriller Time - gerade auch dann, wenn der Thriller mal wieder eine etwas neuere Story verspricht! Genau so bei "That Night: Schuldig für immer". Denn was würde man tun, wenn man 15 Jahr unschuldig hinter Gittern gesessen hätte.

That Night Schuldig für immer Fischer Cover

Toni sitzt seit 15 Jahren im Gefängnis - unschuldig - für den Mord an ihrer Schwester. Jetzt kommt  sie endlich auf Bewährung raus und will eigentlich ein ganz normales Leben neu beginnen. Doch die Geschehnisse aus der Vergangenheit lassen sie nicht wirklich los und sie will die Wahrheit wissen.

Von ihrer Schulzeit über die Mordnacht, den Gefängnisaufenthalt bis zur Entlassung und ihrer Recherche: Schritt für Schritt verfolgen wir Tonis Leben und wie ein einziger Tag alles auf den Kopf gestellt hat.


Die Handlung verspricht einiges, gerade was die Zeit nach der Entlassung betrifft. Doch das Buch startet unterwartet ganz anders. Auch wenn man Toni im ersten Kapitel noch auf ihren ersten Schritten aus den Gefängnistoren begleitet, so darf man sich danach abwechselns auf Schikanen aus ihrer Teenagerzeit vor dem Mord und ihren Erlebnissen im Gefängnis freuen. Durch diese kontinuierlichen (und überhaupt nicht verwirrenden) Zeitsprünge bekommt man einen extrem guten Einblick in den Charakter von Toni. Ihre Lebensweise, ihre Art, ihre Probleme und ihre Beziehungen. Gelungene Charakterbildung dafür schon mal wirklich Hut ab.

Gerade die Mischung aus Jugend und Knastzeit macht einen guten Reiz. Man hat eigentlich noch keine Ahnung was für ein Mord passiert ist und trotzdem fiebert man auf die Tat hin. Man bekommt Teenageralltag und Knastleben zeitgleich vermittelt - ein Auf und Ab der Gefühle ist da vorprogrammiert.
Durch diese lange Vorgeschichte bekommt man zwar eine enorm gute Charakterkenntnis, bevor sich das ganze dem Ende nähert hofft man dann allerdings auch schon "endlich" auf den Mord. Denn immerhin hat man sich ja doch einen Thriller erwartet.

Erst ab etwas mehr als Hälfte in etwa nähern sich die Handlungen immer mehr an und wir begeben uns wieder in die Zeit nach der Entlassung. Ein Wettlauf gegen die Bewährungsbestimmungen und die Aufklärung des Mordes an der Schwester sowie der Einführung in eine neues normales Leben. Konflikte inbegriffen.

Allerdings halten sich die Thriller Aspekte auch bei den Ermittlungen dezent. Die Story ist durchgehen (auch vor dem Mord) spannend und packend, wirklich nervenaufreibend wird sie aber nur selten. Das Genre des Thrillers dürfte da wohl ein wenig entschärft worden sein über die Jahre. Es ist zwar auch nicht "nur" ein Krimi, allerdings hätte für einen echten Thriller ein wenig mehr Spannungsbogen auch nicht geschadet.

Eine interessante und packende Geschichte, die ganz selten kurze Längen aufweist über diem an aber schnell wieder hinweg ist. Unterhaltsam auf jeden Fall, für eine Over the Top Thriller fehlt ein wenig der Pfeffer. Dafür kann die Geschichte aber mit einer Top Charkaterdarstellung und Entwicklung auftrumpfen.


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