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Montag, 27. Juli 2015

Rächer mit Persönlichkeitsstörungen - Moonknight 2

Es war mal wieder Zeit zwischendurch die Komfortzone was Comics angeht zu verlassen und einen neuen (Anti-)Helden zu versuchen. Da hat sich Moonknight ideal angeboten.

Moonknight 2 Panini Cover

Marc Spencer, ehemaliger Söldner, leidet an Persönlichkeitsstörungen. Doch das hindert ihn nicht darin in seiner Stadt für Recht und Ordnung zu sorgen - auch wenn er dabei nicht immer sicher ist wer er jetzt gerade selbst ist.

Auf seinem Feldzug legt er sich diesmal den Schutz eines alten Verbrechers zu Herzen, denn er will ihn der gerechten Strafe zuziehen und nicht einfach brutal ermordet sehen. Doch dabie muss er leider auch erkennen, dass scheinbar in seiner Welt nicht alle so hinter ihm stehen, wie er es geglaubt hat.



Dank sehr ausführlicher Einleitung zu Beginn lässt sich Moonknight 2 durchaus auch ohne Kenntnisse von Band 1 lesen. Zu empfehlen ist es aber natürlich nicht unbedingt, denn wer von Anfang weg liest kommt einfach besser in die Story rein.

Doch gerade die Story ist es, die nicht ganz überzeugen konnte. Sehr politisch angelegt - mit Kriegsverbrechen und Mordaufträgen - ist die Geschichte relativ trocken, ernst und nur mangelhaft wirklich spannend. Zumindest für jemanden, der doch den Schmäh und Witz an Marvel schätzt.

Zudem hat die Geschichte eine sehr drückende und schwere psychologische Seite durch die Persönlichkeitsstörungen von Mark Spencer. Auch wenn gerade diese die Geschichte manchmal ein wenig auflockern, so bringen sie auch einen sehr schweren Vorhang mit sich. Denn sehr viel wird der Held hier auf eine psychologische Weise betrachtet, kämpft innerlich mit sich selbst und seinen Persönlichkeiten. Zwar ein interessanter Aspekt, aber recht trocken und drückend dargebracht.

Was Moonknight auf jeden Fall ausmacht, ist die Optik. Denn der Held, der nur in schwarz-weißt dargestellt wird bringt optisch wirklich einiges aufs Blatt. Zum Betrachten wirklich eine eigene Art von Kunst, zum Lesen eher nicht so unterhaltsam wie gedacht.

Man muss zugeben, gerade der Aufbau damit, dass Moonknight seine Stadt retten muss mag schon ein klein wenig an DCs Batman erinnern. Doch Batman hat eben den gewissen Coolness Faktor, den Moonknight mit seinen Persönlichkeiten durch einen psychologischen Faktor wett machen will. Doch das gelingt nur mangelhaft, denn Batman reißt mit während Moonknight zu politsch und hochgestochen wird.

Wer anspruchsvollere Comic Lektüre sucht und von dem ganzen Humor die Nase voll hat, der wird bei Marvels Moonknight sicherlich den richtigen Ton finden, doch dieser Comic ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Und bei mir hat er leider nicht getroffen.


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