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Freitag, 19. Juni 2015

Superhelden Big Brother - Wild Cards

Bekannt ist George R.R. Martin ja für sein "Game of Thrones". Doch was kommt heraus, wenn er sich mit ganz vielen verschiedenen Autoren zusammentut und nicht über das Mittelalter schreibt?

Wild Cards George R. R. Martin Cover

Nicht jeder kann ein Superheld sein, doch in dieser Welt entscheiden die Karten, wer einer ist. Die Asse - alles Menschen mit diversesten Superkräften - sind auf der Erde und leben ganz normal unter uns.

Doch die Filmindustrie wäre nicht sie selbst, wenn sie daraus nicht Profit schlagen könnte. Denn eine Reality TV Serie alla Big Brother nur mit Assen, da sind Einschaltquoten gewiss. So verfolgen wir die Teams - Herz, Kreuz, Karo und Pik - durch die Aufgaben von American Hero. Doch welches Team und welcher Superheld kann sich durchsetzen.


Die Mischung ist eine ungewöhnliche und genau damit eine doch so interessante. Denn eine Reality TV Serie - die wenn man ehrlich ist doch immer ziehen (Wer hat sich nicht mindestens eine Folge Dschungelcamp reingezogen? Seid ehrlich zu euch selbst!) - gemischt mit Protagonisten, die allesamt Superkräfte besitzen. Sei es ein riesiger Wespenschwarm, eine Erdhexe oder ein Typ als lebendiges Schlagzeug mit sechs Armen. Alle Kuriositäten sind dabei.
Doch auch wenn die Kräfte noch so kurios sind, trotzdem wirken die Charaktere alle so bodenständig und normal. Denn sie sind eben doch nicht die einzigen ihrer Art.

Gerade damit, dass Superhelden in dieser Welt ach so normal sind, schafft die Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre. Keine Übernatürlichkeit, sondern beinahe Normalität herrscht hier. Gerade in dem Big Brother ähnlichen Format von American Hero zeigt sich sehr gut, dass sich diese sogenannten Helden eigentlich durch nichts von den Normalos unterschieden. Zumindest überhaupt nicht was das Zwischenmenschliche betrifft.

Die Story ist interessant und durchwegs unterhaltsam. Gerade die Aufgaben, mit denen die Asse in ihren Teams immer wieder konfrontiert werden bringen Spannung. Wenn doch die Geschichte stellenweise verwirrend und unübersichtlich werden kann. Gerade durch die vielen Helden, Namen und Spitznamen kann man schon mal den Überblick verlieren. Das kann durchaus davon kommen, dass die unterschiedlichen großen Kapitel immer aus der Sicht eines anderen Superhelden erzählt werden. Da braucht man schon mal ein paar Seiten um sich an Team und Protagonist zu orientieren. Trotzdem findet man immer wieder seinen Anschluss.

Aufgelockert wird das Ganze immer wieder durch unterschiedliche Kapitelarten - von normalen Erzählungen bis hin zu Blogeinträgen. So wird dem Leser auch beim Schreibstil nicht langweilig.

Grundsätzlich vereint die Wild Cards Reihe, herausgegeben von George R.R. Martin, jede Menge Kurzgeschichten und Romane genau zu diesem Szenario der Asse auf der Erde. Bereits seit 1987 erschienen dazu mehrere Bände, die teilweise ins Deutsche übersetzt wurden und teilweise nicht. "Wild Cards - Das Spiel der Spiele" ist dabei im Grunde bereits der 18.te Band der kompletten Serie. Jetzt allerdings keine Angst, man braucht keine Kenntnisse der Vorgeschichte um diesen Buch folgen zu können. 
Durch diese Mixtur aus mehreren Autoren kommt wirklich eine interessante Mischung heraus, die sich aber trotzdem leicht und flüssig lesen lässt ohne über unterschiedliche Stile oder Ansätze zu stolpern.

Wer also Lust und Laune auf jede Menge Superhelden in einer abgefahrenen Reality TV Show hat, der sollte auf jeden Fall zu Wild Cards greifen. Falsch ist der Griff auf jeden Fall nicht!


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