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Donnerstag, 25. Juni 2015

Fantasy/Dystopie auf hohem Niveau - The Bone Season: Die Träumerin

Vieles hat man schon gehört davon und die Lobeshymnen darauf sind riesig! Darum habe ich mich endlich selbst an den ersten Teil gewagt, denn bei Gefallen gibt es ja den zweiten Teil auch bereits.

The Bone Season - Die Träumerin Berlin Verlag Cover

Paige ist Träumerin, eine Kategorie der Seher, in einer Welt, in der Seher verachtet werden. Genau darum wird sie zur Kämpferin und schließt sich einer Gang an.

Doch eines Tages wird sie verschleppt und  erwacht in einer völlig geheimen Stadt wieder - in einer Stadt wo die Rephaim herrschen und sich Seher unterschiedlichster Art als Sklaven halten. Auch wenn Paige von Arcturus als Skalvin erwählt wird - der schon seit ewigen Zeiten keine Sklavin mehr hatte und sie damit eine besondere Position einnimmt - will sie nur eines: fliehen


Der Anfang von "The Bone Season: die Träumerin" war - man muss es beim Namen nennen - ein Krampf. Hineingeworfen in eine sehr komplexe und durchdachte Welt voller Seherkasten, Namen und Abkürzungen, ohne Überblick über das Geschehen. Ereignisse überschlagen sich, Fachwörter werden nur so um sich geworfen und Zusammenhand ergibt einiges im ersten Moment auch nicht. Wirklich Anschluss und vor allem einen Überblick findet man lange nicht und so kann es durchaus sein, dass man auf den gut ersten 250 Seiten nicht wirklich in die Story hineinfindet.

Trotz der Aufstellung der Hellseherkasten zu Beginn des Buches und eines extrem ausführlichen Glossars am Ende sind die Namen, Eigennamen und Fachbezeichnungen am Anfang einfach überladen. Diese ganzen Hellseherarten und ihre Unterscheidungen sind einfach nicht greifbar und werden nur so auf den Leser heruntergerattert. Man wird beinahe erschlagen von der Komplexität und des ausgearbeiteten Detailgrades dieser Welt.

Doch wer ausharrt und sich durchbeißt wird belohnt! Denn ab Seite 250 wird die Hauptstory von Erklärungen untermalt (die man sich von Beginn weg gewünscht hätte) und erhält endlich eine Ordnung in der Geschichte. Eine Art Vorgeschichte wird erzählt, die Vergangenheit aufgeblättert und System in die sieben Kasten der Hellseherei gebracht.

Aber nicht nur die Vorgeschichte wird ab diesem Zeitpunkt endlich dargelegt, auch die eigentlich Story bekommt ab diesem Zeitpunkt einen klareren Faden und lässt sich leichter verfolgen. Es scheint als würden die wirklich wichtigen Protagonisten eingeschränkt werden und damit einen besseren Überblick über die Geschichte bringen.

Ab diesem Zeitpunkt taucht man dann wirklich in eine exterm spannende, gut durchdachte und sehr anspruchsvolle Geschichte ein. Was der Anfang an Boden verloren hat, machen die letzten beiden Drittel dann um Weiten wieder weg. Denn danach verliert man sich gut und gerne in der Geschichte - packend von Seite zu Seite, so dass man das Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legt.

Auch die Protagonisten (wenn man sie dann endlich identifieren kann) sind wirklich toll gezeichnet. Starke Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten, nicht zu vorhersehrbar, scharf aber doch sympathisch. Eine ideale Mischung für Spannung und persönlichen Bezug zu den Charakteren.

Wenn man die ersten 200 Seiten ausklammert ist das Buch ein definitives Must-Read für alle Fans von Dystopien, insbesondere jene die aus gerne ein bisschen komplexer und anspruchsvoller haben möchten. Denn das kann "The Bone Season" auf jeden Fall bringen und ab einem gewissen Zeitpunkt auch halten! Für alle die schnelle, einfache und leichte Unterhaltung in dystopischen Welten suchen wird "The Bone Season" wahrscheinlich ein bisschen zu viel sein.

Der zweite Part "Die Denkerfürsten" kommt bereits im September auf Deutsch auf den Markt, die Wartezeit bis zur Fortsetzung ist damit also mittlerweile auch überschaubar. Die Empfehlung daher: durch die ersten Seiten durchbeißen, es lohnt sich!


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