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Sonntag, 14. Juni 2015

Perspektivenwechsel der Hauptprotagonisten - Sudern am Sonntag 6


Aus aktuellem Anlass kommt mir das nächste Thema zu "Sudern am Sonntag" sehr leicht von den Lippen - denn überall in den sozialen Medien wird man überschüttet von "der News schlechthin" auf die sich alle freuen. "50 Shades of Grey" wird neu aufgelegt - aus der Sicht von Christian Grey. 
*gähn* Ich bin dann wohl die einzige die das nicht interessiert... Denn...
 

Warum müssen Bücher oftmals nochmals herausgebracht werden, selbe Story nur aus der Sichtweise einer anderen Person?

Gerade zu "50 Shades of Grey" überschlagen sich die Meldungen jetzt! Bereits am Donnerstag ist es so weit und "Grey - Fifty Shades of Grey as told by Christian" oder auch "50 Shades of Grey 4" soll ab dann in den Bücherregalen stehen. Natürlich passend zum Release der DVD und es soll auch nur den ersten Teil der Trilogie behandeln - man darf also auf eine komplette zweite Trilogie spekulieren.

Aber die Story kennt man doch schon, sie wird nur nochmals neu erzählt - von jemand anderem. Klar mag man andere Einblicke in die Story bekommen, weil man das ganze mit den Gedanken und Gefühlen der anderen Person erleben darf - aber die Geschichte kennt man eben schon.
Viel kann (und darf) sich daran nicht ändern also warum nochmals lesen? Gerade bei "Shades of Grey", das war doch schon Schund genug beim ersten Mal. Ja sorry Leute - ich darf das sagen ich habe sie ALLE drei gelesen und für langweilig, repetitiv und lahm befunden. 
Wer es mag darf das gerne tun, aber meins war es eben nicht.

Allerdings ist "Shades of Grey" hier ja nicht das einzige und auch nicht das erste Buch. Meine erste Erinnerung daran - "Four" aus der "Divergent" Reihe. Selbe Story wie das erste Buch der Trilogie - mit exklusiven Szenen. Toll. Ein ganzes Buch nur für ein paar Szenen, im Grunde kennt man die Story trotzdem schon. Da fehlt doch der Reiz um das nochmal zu lesen - eine neue Story wäre mir persönlich lieber.

Genauso gut kann das scheinbar Colleen Hoover, denn mit "Hope Forever" und "Looking for Hope" springt die Autorin ebenfalls auf den doppelten Zug auf. Eine Lovestory aus der Sicht beider Protagonisten - wie spannend. Am Ende finden sie ja doch zusammen, keine große Überraschung. Da würde man doch vielleicht lieber sehen wie die Lovestory weitergeht und nicht nur seinen Blickwinkel verfolgen.

Auch bei "Beautiful Disaster" und "Walking Disaster" wurde die selbe Schiene gefahren - zweimal die gleiche Story nur aus der Perspektive des anderen Protagonisten. Irgendwie scheint das insbesondere ein Phänomen von Geschichten mit Liebesbezug zu sein. Dabei lassen gerade die doch gar keinen Fluchtweg oder Notausgang in eine bisschen andere Geschichte.

Irgendwie wirkt es beinahe so, als hätten die Autoren keine neuen Ideen und könnten so mit der selben Geschichte (die in allen diesen Fällen ja ein Hit war) einfach nochmal Geld machen. Das Buch ein bisschen umschreiben, aber Storyline braucht man keine neue erfinden, die steht ja schon.
Scheinbar fehlt die Kreativität für neue Geschichten, wenn schnell und leicht mit der alten noch ein wenig (oder zumeist wahrscheinlich gar nicht so schlecht) Geld dazu verdienen kann.

Ob diese zweiten Geschichten einen wirklichen Mehrwert haben kann ich nicht beurteilen - ich habe bis jetzt noch keine einzige davon gelesen. Denn ich vergrabe mich lieber in eine neue Geschichte die mich überraschen kann, als in eine bereits bekannte, die wahrscheinlich sehr vorhersehbar sein wird. Trotzdem ist es irgendwie auffällig, dass hier scheinbar immer mehr Autoren auf diesen Trend aufsteigen, wer auch immer den Grundstein dafür gelegt hat. Zu leichtem und schnellen Geld sagt wohl niemand nein.

Was haltet ihr von diesen Doppelten Auflagen? Gut oder schlecht? Lest ihr die oder lasst ihr sie auch aus? Hat jemand schon eine gelesen und kann sagen, dass es wirklich nochmals genauso toll war wie beim ersten Mal? Würdem ich wirklich brennend interessieren.

Kommentare:

  1. Ich hab bisher nur von J. Lynn "Trust in Me" gelesen, dass die gleiche Geschichte wie "Wait for You" erzählt und das hat mir gereicht. Wie Du schon geschrieben hast, die Geschichte ist bekannt und es sind nur wenige Szenen darin, die man noch nicht kennt.. Und für diese wenigen Szenen kauft man sich eigentlich das gleiche Buch nochmal :/

    Liebe Grüße
    Chianti

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    1. Ja leider - das scheint wirklich zum Trend zu werden. Ich glaub da gibt es noch einige Beispiele dafür, die ich zumindest gar nicht kenne.

      Ich finde es einfach schade, dass man uns Lesern damit irgendwie das Geld aus der Tasche ziehen will, anstatt neue Geschichte raus zu bringen, die ja hoffentlich genauso überzeugen können.

      LG N9erz

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  2. Hallöchen!

    Also mir ist dieses Phänomen das erste mal bei Beautiful Disaster begegnet. Ich fand es toll, ein paar Szenen aus der Sicht des männlichen Protagonisten zu lesen, aber es war dann trotzdem etwas langweilig, weil man, wie du sagst, die Geschichte eben schon kennt. Ich finde es zum Beispiel bei Jennifer L. Armentrout und ihrer Lux-Reihe gut gelöst. Da gibt es immer mal wieder ein kleines eShort mit einer Szene aus der Sicht des männlichen Protagonisten. Ich lese nämlich gerne mal etwas aus dessen Sicht, aber das ganze Buch nochmal finde ich selbst auch unnötig!

    Liebe Grüße
    Kate

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    1. Ja - die eShorts kenn ich auch, da finde ich das auch gerechtfertig und toll!
      Die sind meistens sehr billiger oder sogar kostenlos, da machen so ein paar Szenen richtig Laune!

      LG N9erz

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  3. Auch ich finde das nesonders bei der Lux Reihe gut gelöst. Insbesondere der vierte und fünfte Band ist durch wechsel in der Perspektive so verfasst dass mal Katy und mal Daemon erzählt. Dies liegt aber vor allem an der Geschichte und das diese ansonsten relativ langweilig und in wenigen Sätzen geschrieben wäre.
    Aber auch bei Colleen Hoover Will und Layken Reihe finde ich das der dritte eher nicht so toll ist. Er spielt zwar nach Band zwei, aber Will erzählt Layken seine Sicht wie sie sich kennengelernt haben. Nur auf den letzten 30 Seiten passiert glaube noch mal was neues. Ich denke einfach Hoover hätte das noch mit in den zweiten packen können, der gut gemacht ein Perspektivwechsel zum ersten Band ist.

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    1. Sehr schön! In einem Band finde ich das ja auch toll und auch passend, da hat man einen Einblick in beide Sichten und liest die Geschichte ja trotzdem nur einmal.
      Ansonsten ist halt eben ein klein wenig einfallslos und könnte - wie du genau sagst - wahrscheinlich oftmals einfach in einen anderen Band dazu gepackt werden.

      LG N9erz

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  4. Hallo :)
    ich verstehe auch nicht warum so viele Gechichten doppelt erscheinen, nur aus der Sicht eines anderen Charakteres. Von den Vorgestellten Büchern habe ich aber noch keines gelesen weil schon die Klappentexte nach 0815 Liebegeschichten klingen und ich mag sowas gar nicht! In "Shades of Grey" hab ich reingelesen, hab aber nichtmal den ersten Band geschafft weil es einfach soooooo mies geschrieben war!
    Ich hab aber das Gefühl das passiert meist nur bei Jugendbüchern oder extrem erfolgreichen Büchern, die man mal so nebenher gut lesen kann aber eigentlich keine wirklich neue Geschichte bieten. Ich finde es zwar schade das es scheinbar immer mehr solche Bücher gibt, aber ich muss sie ja zum Glück nicht lesen ;)

    Liebe Grüße

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    1. Ja ich muss zugeben, ich bin auch nicht so der Liebesschnulzen Fan, die letzten beiden Bücher hab ich auch alle nicht gelesen, wusste nur, dass es hier eben auch so ist.
      Aber stimmt schon, gerade da ist das scheinbar ein Trend momentan.

      "Shades of Grey" hab ich mich durchgezwungen, weil ich unbedingt wissen wollte, warum der Hype da so groß ist. Aber wenn einem beim Lesen auffällt, dass ganze Sätze und Szenen 1:1 recycled werden ist das schon traurig. War für mich auch ein fail.

      LG N9erz

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  5. Ich habe "Fours Geschichte" gelesen, da erfährt man etwas aus Fours Anfängen bei den Foren, was in der Trilogie nicht so erzählt wird. Aber es behandelt den ersten Teil der Trilogie nur ausschnittsweise und von daher war es okay. Aber prinzipiell finde ich es nicht nötig.
    Was ich dagegen richtig gerne mag, ist, wenn ein einem Buch, während die Geschichte fortlaufend erzählt wird, Perspektivwechsel eingebaut sind, sodass man sich in alle wichtigen Personen hineinfinden kann. Aber eben die Geschichte selbst nicht doppelt lesen muss.

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  6. Ja stimmt, bei "Four" soll schon noch ein bisschen Vorgeschichte mehr dabei sein. Dann lässt es sich ja noch ein bisschen rechtfertigen. Aber ich finde auch: Wenn Perspektivenwechsel, dann doch bitte gleich in einem Buch!

    LG N9erz

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  7. Hallöchen,
    ich hab das mit Shades of Grey auch mitbekommen und finde es total unnötig. Zumal bei diesem Buch. Entweder mal liebte oder man hasste es. Da weiß ich doch schon vorher, dass das Buch bestimmt nicht noch mal so gut verkauft wird.

    Dass sich dieses Phänom aber so sehr durch die Buchwelt zieht, ist mir jetzt erst durch deinen Post aufgefallen. Irgendwie traurig, weil da wird dem Leser für das gleiche Buch nochmals Geld aus der Tasche gezogen. Aber im Filmbereich ist es ja das gleiche... da bringt man Titanic oder Avatar halt noch mal in 3D raus und zack... ein neuer Film :D

    Du hast auf jeden Fall einen wunderschönen Blog und ich komme zukünftig gerne öfter mal vorbei.

    Viele liebe Grüße
    Nelly von Nellys Leseecke

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    Antworten
    1. Ja das Phänomen ist grade wirklich extrem! Aber auch wirklich schade!

      Und danke für das Lob :)
      Das freut mich!

      LG N9erz

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  8. Kann mich dem allgemeinen Tonus nur anschließen, es ist wirklich unnötig. Also, wenn man beide Charaktere im selben Buch und dann aus beiden Perspektiven die Geschichte erzählt wird, gut, bin ich gerne dabei. Doch, zweimal die gleiche Geschichte zu lesen nur um die Gedanken des anderen Charakters zu haben, nee, braucht doch wirklich keiner. Vor allem bei Shades of Grey, wer will sich denn ernsthaft die ekelhaften und hirnverbrannten Gedankengänge und Ansichten von Mr. Grey reinziehen? D:
    Bloße Geldmacherei mehr steckt da wirklich nicht dahinter.

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