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Sonntag, 17. Mai 2015

Aus drei Büchern mach vier Filme - Sudern am Sonntag #4


So schnell vergeht die Zeit, ein Wochenende ist schon wieder suderfrei vergangen und ein neuer Sonntag steht vor der Tür an dem Gesudert werden darf! Nachdem es beim letzten Mal schon um den Trend zu Trilogien bei Jugendbüchern gegangen ist, bleibe ich gleich mal in der Schiene dabei. Aber wir verabschieden uns ein wenig von den Büchern (wenn auch nicht ganz) und gehen über zu Buchverfilmungen.
 

Warum muss der Abschluss von Bücher-Serien fürs Kino momentan scheinbar immer in Part 1 und Part 2 aufgeteilt werden?

Dass uns die Industrie an allen Ecken und Enden das Geld aus den gar nicht so stark gefüllten Taschen ziehen will - weiß man ja heutzutage eh schon. Aber schön langsam wird es wirklich auffällig und nervig. Kaum eine Buchverfilmung, die aus einer bestehenden und abgeschlossenen Trilogie kommt, wird in drei Filmen abgedreht. Der neue Trend heißt aufsplitten des Finales in Part 1 und Part 2.

Warum das Ganze? Ganz einfach: Die Produktionskosten für beide Filme können niedriger gehalten werden, weil sie in einem abgedreht werden - nur der Schnitt erfolgt dann für zwei Filme. Außerdem kann die Filmindustrie damit die Franchises länger am Leben erhalten und mehr Geld verdienen, weil die Filme einfach länger im Gespräch sind.

Für Fans bedeutet das eher Nachteile. Man freut sich auf den Abschluss spannendender Kinofilme und sitzt zumeist schon ein Jahr lang auf heißen Kohlen, weil man es nicht mehr erwarten kann. Doch auch nach einem Jahr ist das große Warten noch nicht beendet, weil man das Finale in zwei Portionen serviert bekommt - wo man auf die zweite natürlich nochmals ein Jahr warten muss. Zudem bleibt mit Part 1 zumeist auf einem "halb fertigen" Film sitzen, weil die beiden Parts einfach zu sehr miteinander verstrickt sind. So kann es durchaus schon mal dazu kommen, dass man das Gefühl hat den Kinosaal zu verlassen und eben wirklich nur einen halben Film gesehen zu haben.

Für Fans also doppelte Wartezeit und doppelte Ausgaben - für die Filmindustrie weniger Produktionskosten aber doppelte Einnahmen und doppelte Zeit zum Geldmachen mit Merchandise.

Angefangen hat das Ganze noch bei einer Buchserie: Nämlich Harry Potter! Nach unglaublichen sechs Filmen wurde das große Finale auf Part 1 und 2 aufgeteilt - damals noch eine riesen Überraschung und ist auch noch gut beim Publikum angekommen. Denn mehr Zeit für den Endkampf, mehr Story, mehr Action, mehr Harry Potter! Da hatten beide Filme auch irgendwie noch ihre Berechtigung um dem Buch überhaupt gerecht zu werden.

Den Nachschlag gibt es dann direkt bei beinahe jeder Trilogie, insbesondere natürlich wieder bei den Dystopien. Den Anfang machte Twilight. Außen vor, ob man die Filme mag oder nicht, das Finale "Breaking Dawn" gab es in zweit Parts serviert. Der endgültige Startschuss zu einem Trend, der nicht mehr so schnell verschwinden wird.

 

Weiter ging es dann mit "Mockingjay" von Tribute von Panem.  Letztes Jahr im November durfte man Part 1 genißen, dieses Jahr im November kommt Part 2. Ein langes Jahr warten und das, obwohl der erste Film alleine betrachtet schlicht und einfach nicht vollständig ist. Klar kann man durch die Aufteilung mehr Details hineinbringen und Mockingjay Part 1 zeigt die Charakterentwicklung von Katnass wirklich perfekt. Doch im Endeffeckt verlässt man das Kino und hat auf den großen Show Down gewartet. Den bekommt man nämlich erst ein Jahr später geliefert.

Den Vogel abgeschossen hat dabei ja wahrscheinlich die Verfilmung von "Der Hobbit". Eine kleine Vorgeschichte zu "Herr der Ringe", als Buch gerade mal knapp um die 400 Seiten je nach Ausgabe. Aber man hat es tatsächlich geschafft drei ganze Filme in Überlänge daraus zu ziehen (kurzfristig waren ja sogar vier Teile im Gespräch). Ein wenig Story wurde halt einfach dazu gedichtet, dass kann den Leser ja wohl nicht stören.

Das nächste Opfer für eine Aufteilung: Die Divergent Serie - nach "Insurgent" ist auch hier die Teilung von Allegiant in Part 1 und 2 bereits bestätigt. Wieder ein Abschluss, der in die Länge gezogen wird. 

Große Chancen auf eine Teilung bekommt dann ja vielleicht auch "Maze Runner", sollten hier wirklich alle drei Teile in eine Verfilmung gehen. Wobei sich hier ja nach Internetrecherchen der Regisseut gegen eine Aufteilung wehren soll. Mal sehen wer gewinnt - der Franchise oder der Regisseur!



 PS: Was haltet ihr von der Aufteilung in Part 1 und Part 2? Geniale Idee für besser Buchverfilmungen oder Geldmacherei?
 

Kommentare:

  1. Toller Beitrag !! :)

    Ich finde es kommt darauf an wie es umgesetzt wurde. Bei Twilight fand ich das ganze nicht wirklich notwendig... Bei Harry Potter interessant, aber hätte man eventuell auch anders machen können. Bei Hobbit fand ich es super, weil ich ein Fan bin. Von mir aus hätten sie 4 teile daraus machen können :)

    xo & ganz liebe Grüße
    Christl

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  2. Bei Harry Potter fand ich es noch gut, weil es eben Harry Potter ist und je mehr Filme, desto besser :D Wobei ich sagen muss, dass Part 1 doch eher langweilig war, verglichen mit den anderen Filmen, weil die ganze Action erst später kam.
    Bei Twilight hat es mich schon sehr gestört, zumal das letzte Buch wirklich nicht mehr Handlung hat als die anderen, und bei den anderen Beispielen, die du genannt hast, seh ich das ähnlich.
    Den Hobbit habe ich zwar weder gelesen, noch gesehen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es wirklich notwendig sein könnte, da mehr als einen Film draus zu machen. Aber solange es den Leuten gefällt, wieso nicht. Wenn die Filme weiterhin gut angeschaut werden, werden die Produzenten es nicht anders machen und da man als Zuschauer praktisch keine Wahl hat, wenn man nicht nur einen halben Film sehen will, dann ist das wohl leider ein Teufelskreis.

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