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Dienstag, 21. April 2015

Über ein Leben mit Epilepsie - Panthertage

Ein wunderschönes und sehr schlichtes Cover mit einem schon auf dem Foto sehr ausdrucksstarken und selbstbewussten Frau - das ist was mich bei "Panthertage" in den Bann gezogen hat. Obwohl das Buch eigentlich thematisch gar nicht in Beuteschema passt wusste ich schnell, dass ich es trotzdem lesen muss.

Panthertage - Sarah Elise Bischof

Sarah bekam mit gerade mal 20 Jahren die erschütternde Diagnose: Epilepsie. Seit dem muss sie mittlerweile bereits seit über 10 Jahren mit ihrer Krankheit, den Medikamenten, den Krankenhausbesuchen und dne Vorurteilen dazu leben. 

Doch Sarah hat ihre eigene Kraft geschöpft und trotz Krankheit nicht ihren Kopf im Sand vergraben sondern ihr Leben selbst in die Hand genommen und erzählt, womit sie in ihrem "ganz normalen" Alltag konfrontiert wird.


Ich kann noch gar nicht in Worte fassen, wie toll ich das Buch gefunden habe! Normalerweise bin ich reiner Unterhaltungsleser - von Krimis bis Fantasy alles. Bei Sachbüchern oder Biographien bin ich eher skeptisch. Aber Panthertage hatte von Anfang an meine Aufmerksamkeit und mich wirklich neugierig gemacht. Und diese Neugierde hat sich mehr als ausgezahlt!

Die Geschichte die man hier bekommt ist wirklich stark, ehrlich und so offen freizügig wie man es sich eigentlich nur in einem ganz privaten Tagebuch vorstellen kann. Hier werden tiefste Ängste dargelegt, geheimste Gefühle offenbart und schlimmste menschliche Reaktionen gezeigt - zu denen man sich gar nicht bewusst ist, dass unsere Gesellschaft dazu fähig ist!

"Panthertage" erzählt von einem eigentlich ganz normalen Alltag, wie in jeder kennt und doch ist er immer wieder überschattet von der Diagnose Epilepsie. Überschattet von den Anfällen, den Auswirkungen aber auch den Vorurteilen zu Behinderungen und chronischen Krankheiten im Allgemeinen. Man triff hier auf Personen die man sich auf Grund ihres großen Herzens in das eigene Leben wünscht und auf Menschen, die man vor Respektlosigkeit am liebsten ins Exil verbannen würde.

Sarah Elise Bischof legt hier ihre Welt offen dar, mit all ihren Normalitäten und ihren Spezialiäten. Ein wunderschöne, herzlicher, zutiefst berührender und gleichzeitig so erschreckender Einblick in eine Welt voller Angst, Scham und Wut aber auch Liebe und Hoffnung!

Jeder sollte einen Blick in diese Welt werfen, sei es um die Tücken einer Krankheit zu sehen, sei es um darüber zu reflektieren was eine Behinderung oder Krankheit für ein Leben bedeutet oder sei es auch um nur eine an der Stärke und dem Selbstbewusstsein einer jungen Frau selbst zu wachsen
Respekt und wirklich Hut ab vor diesem Werk!


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