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Montag, 13. April 2015

Schwanenmenschen und ein Krieg - Der verbotene See

Eigentlich habe ich mich wirklich wieder auf ein bisschen Fantasy gefreut. So richtig gute, packende und fesselnde Fantasy. Da kam mir "Der verbotene See" von dotbooks bei Blogg dein Buch gerade recht. Aber ob es meinen Geschmack dann so getroffen hat wie ich wollte - dafür müsst ihr weiterlesen.

Der verbotene See - Catherine O'Donell

Schon eine alte eigentlich längst vergessen Prophezeihung hat es vorhergesagt: Ein einzelnes Kind aus er königlichen Blutlinie wird eines Tages das Volk retten können. Doch genau diese vergessen Vorhersage tritt jetzt ein. Denn als letzte Überreste der sieben Völker leben die Schwanenmenschen verborgen am verbotenen See und stehen einer großen Gefahr gegenüber.

Denn der Schwanenfürst hat seine neugeboren Tochter geopfert und deren Magie im Körper eines Menschen gebündelt um ihn nach Caernadon zu schicken - ein Reich in dem jede Magie mit der Todesstrafe geahndet wird. Doch so behütet das Menschenkind zuerst aufwächst - es steht ein Krieg bevor.


Ich muss zugeben, schon die ersten paar Seiten haben mich leider schlimmeres befürchten lassen. Die Story kam so gar nicht in Gang und hat mich von Beginn weg irgendwie gelangweilt. Leider wurde das auch mit der Zeit nicht besser.

Die Geschichte ist so detailreich, verblümt und genau beschrieben, dass man sich einfach in Details verliert. Solche Kleinigkeiten machen den Lesefluss einfach zäh und bringen keinen Fortschritt. Nicht jede kleine Feder, Blume oder gar ein Windstoß muss so genau beschrieben sein um ihn in der 1:1 Vorstellung des Autor sehen zu können. Ein bisschen freie Phantasie des Lesers darf ruhig gefordert werden. Solche extrem detaillierte Beschreibungen haben sicher ihre Fans, aber für mich sind sie einfach zu langweilig.

Denn durch diese Kleinigkeiten gerät die Geschichte immer mehr in den Hintergrund. Die Spannung kann nicht ansteigen, weil man immer wieder von Beschreibungen abgelenkt wird. Von Weiterkommen ist gar nicht erst zu reden wenn seitenlang schon nur ein paar kleine Trippelschritte beschrieben werden.
Zudem kommt, dass der Schreibstil nochmals sehr auschweifend, schwer und herrschaftlich angelegt ist. Für Fantasy zwar durchaus gängig, das macht hier das Lesen aber sehr schwerfällig und langwierig. Denn auch ein so "schwerer" Schreibstil muss beim Leser runtergehen wie Butter und den Leser in eine andere Zeit entführen.

Also wäre das als Hindernis für das Buch nicht schon ausreichend, passiert dann aber auch in der Story leider wirklich sehr lange nicht sehr viel. Es ist zwar schon im Klappentext die Rede von einem Krieg, auf den muss man aber elendigst lange warten bis man erst überhaupt mal davon hört. Von Spannung und packender Geschichte ist da nicht viel dabei.

Durch dieses zähe Vorankommen baut man auch nicht wirklich eine Beziehung zu den Charakteren auf. Da kaum wirklich etwas geschieht gibt es keine Gefahr, kein Zittern um Personen - einfach keinen Bezug. Alles zieht sich nur in die Länge und die Charaktere reißen hier auch nicht mehr viel um. Die Sichtwechsel führten außerdem dazu, dass man irgendwie scheinbar als einziger alles von der Story weiß - Geheimnisse und Neugierde kennt das Buch irgendwie nicht.

Wer sich durchbeißt und dranbleibt (was wirklich sehr lange dauern kann - vorallem wenn man sich von Beginn weg eher von Seite zu Seite kämpft) wird man vielleicht noch mit einem halbwegs annehmbaren Schluss belohnt. Das war es dann aber auch. Für den Aufwand leider auch keine wirklich gute Entschädigung mehr.

War leider gar nicht mein Fall, schon die ersten Seiten waren bestimmend für den Rest des Buches.


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