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Dienstag, 28. April 2015

Eine zweite Chance für James Oswals und mich - Asche zu Asche, Blut zu Blut

James Oswald geht mit seinem DI Anthony McLean in die zweite Runde. Nach "Das Mädchenopfer" kommt jetzt "Asche zu Asche, Blut zu Blut".

Asche zu Asche Blut zu Blut - James Oswald Cover

Eine im Fluss treibenden Frauenleiche bringt DI Anthony McLean an seine Grenzen. Der Fall erinnert sehr stark an den Christmas Killer, der auch seine Verlobte vor Jahren auf dem Gewissen hatte. Doch der Täter von damals wurde verhaftet und ist wie der Zufall so will erst vor wenigen Tagen verstorben.

Doch es gibt einen großen Unterschied: Der Christmas Killer hat sich ein Opfer jedes Jahr gesucht - der neue Täter hat bereits nach kurzer Zeit sein zweites Opfer abgelegt.


Nachdem mich "Das Mädchenopfer" nicht ganz so überzeugen konnte dachte ich mir, ich gebe James Oswald noch eine zweite Chance. Doch wie es scheint werden wir zwei einfach nicht warm.

Der Klappentext selbst erzeugt ja eigentlich schon eine relativ spannende Stimmung. Ein Killer aus alten Tagen kehrt zurück, der eigentlich bereits unter der Erde liegt. Ein Ermittler der emotional knietief in diesem Fall drinnen steckt - das kann nur nervenzermürbende Spannung bedeuten.

Doch die lässt leider sehr lange auf sich warten und kommt auch dann nicht wirklich in Fahrt. Die ersten zwei Drittel des Buches plätschern einfach nur so dahin. Es gibt starre polizeiliche Ermittlungen die nicht voran kommen und sich immer wieder in Sackgassen verrennen. Diese sind auch noch sehr trocken und von Streiterein der einzelnen Führungsschichten durchzogen. Wirkt ein wenig in die Länge gezogen.

Dazu gesellt sich ein zweiter - spontane Selbstentzündung mehrerer Fabriksgebäude - und dritter Fall - Drogenrazzia - die nebenbei auch noch ermittelt werden. Der Bezug dazwischen ist allerdings nicht verständlich. Selbst wenn in weiterer Folge auf den letzten Seiten ein Bezug hergestellt wird, so ist dieser überhaupt nicht notwendig für die laufende Mordermittlung. Oder hat gleich gar keinen Zusammenhang. Es wirkt fast ein bisschen so, als wären hier noch zwei kleine nebensächliche Ermittlungen dazugeschummelt worden um die Handlung länger zu machen. Diese verwirren aber eher nur und machen die Handlung langatmiger, weil Passagen eingefügt werden die die Ermittlungen wieder stocken lassen.

Erst im letzten Drittel zieht die Spannung alles in allem endlich an. Die Ermittlungen schreiten voran und kommen endlich zu sinnvollen Schlüssen die schnelles Handeln erfordern. Der persönliche Bezug zu einem der Opfer wird auch aufgebaut und bringt zumindest ein klein wenig Nervenkitzel. Doch ist das letzte Drittel dann einfach zu wenig, um wirklich eine zerfetzende Spannung auf die Seiten zu bringen.

Auch vom Schreibstil her hat es "Asche zu Asche, Blut zu Blut" nicht wirklich geschafft mich auf den Seiten zu halten. Denn der Anfang war sehr verwirrend, einen richtigen Durchblick habe ich da bis jetzt noch nicht gefunden. Zudem gibt es kurze Rückblenden zu dem alten Fall, die als kurze Kapitel eingestreut werden - allerdings ohne jegliche Kennzeichnung. Erst sehr spät versteht man, dass man hier eigentlich immer wieder mal Rückblenden liest und keine aktuellen Geschehnisse. Ein kleiner Verweis als Kapitelüberschrift wäre da schon schön und verständlicher geworden.

Mein Fall sind die Thriller von James Oswald wie es scheint ja nicht, ich glaube das war es dann auch für mich. Eine zweite Chance hat jeder verdient, aber auch die konnte nicht überzeugen. Auch wenn das Ende dann ganz passabel war.


PS: Zudem ein kleiner Dämpfer vorab, das Cover Design rund um die Reihe von DI Anthony McLean wurde ja scheinbar nach dem ersten Band geändert, was mich ein bisschen geärgert hat. "Das Mädchenopfer" war optisch so schön und der zweite Teil hätte so gut dazugepasst. Jetzt sieht es irgendwie beinahe aus wie so viele andere Thriller. Schade eigentlich!

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