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Montag, 30. März 2015

Blinde Apokalypse - Bird Box

Ein tief schwarzes Cover, Endzeitstimmung und ein Verweis auf zwei Meister des Horrors - das kann ja nur Neugierde wecken. Darum hab ich mir "Bird Box" doch gerne einmal näher angeschaut!

Bird Box - Josh Malerman

Nach und nach verfällt die Welt einem Wahnsinn, der immer tödlich endet. Jeder der auf die Straße geht ist gefährdet, denn scheinbar treiben sich hier Wesen herum, die die Menschen um den Verstand bringen. Der einzige Ausweg - die Augen auf offener Straße nicht mehr zu öffnen und blind durch die Welt zu gehen. Zumindest wenn man die geschützten und verbarrikadierten Häuser verlässt.

Doch für Malorie keine leichte Aufgabe, denn sie hat zwei Kinder und seit vier Jahren das Haus nicht mehr verlassen. Doch jetzt will sie aufbrechen - zu ihrer einzigen Hoffnung auf Besserung.


Der Klappentext klingt wirklich toll, spannend und neu. Auch die vergleiche mit Hitchcocks "Die Vögel" oder dem Meister des Horrors Stephen King lassen den Leser wirklich neugierig werden. Doch ob das Buch wirklich an diese Standards herankommt ist fraglich.

Denn was zu Beginn sofort ins Auge fällt ist der Schreibstil. Sehr detailliert auf Dinge, die (für mich persönlich) nicht notwendig wären. Oder Details die die Stimmung nur nochmals und nochmals und nochmals erzählen und so versuchen zu vertiefen. Doch mit ein wenig Fantasy ist das nicht notwendig sondern nur wiederholend. Darum kann (insbesondere der Anfang) ein bisschen schleppend und langgezogen erscheinen.

Kommt man in der Geschichte allerdings voran, ist diese gar nicht so langwierig wie man es zu Beginn erwarten könnte. Man folgt zwei Zeitsträngen von Malorie - einmal ihre Flucht mit den beiden Kindern und andererseits ihre Zeit vor der Geburt. Beide lassen natürlich ein bisschen Rückschlüsse aufeinander zu - das gibt der Geschichte aber den gewissen Kick. Denn man will wissen, wie sich die beiden Situationen so verändern konnten.

Zudem ist das Buch wirklich auf seine Art und Weise packend und süchtig machend. Was es ausmacht, kann ich gar nicht wirklich sagen, aber man will einfach wissen, was hier passiert und was dahinter steckt - leider wird eine der Fragen gar nicht beanwortet. 

Zudem ist das Buch stellenweise sehr blutig! Ich habe damit kein Problem und finde soetwas sogar auch immer einen Ticken spannend. Allerdings könnte das für den ein oder andern schon ein bisschen zu viel sein. Denn schön sind diese Szenen nicht.

Extrem störend empfand ich auch, dass Malorie die Kinder nur "Junge" und "Mädchen" ruft - auch wenn man diesen Aspekt zum Ende hin verstehen wird. Allerdings zieht sich das eben doch über mehr als 300 Seiten und ist wirklich nervig. Kaum eine Mutter wird ihre Kinder nur mit so unpersönlichen Namen rufen. Das ist einfach unpassen - gerade in einer so dramatischen Situation. Und der riesen Knaller oder die riesen Erleuchtung sind die Namen zum Ende auch nicht.

Alles in allem war die Story wirklich in Ordnung und hat durchaus seine Stärken. Vergleiche mit Hitchcock und King sind naheliegend, allerdings kommt an die Meister doch keiner so richtig ran.
Trotzdem waren mir die Details zwischendurch einfach zu viel und zu lang. Stellenweise hat es mir die Spannung zerstört, weil ich mir so viele Beschreibungen durchlesen musste. 

Außerdem ist das Ende ein wenig unzufriedenstellend - zu viele offene Fragen, zu viele Dinge die einfach hingenommen werden müssen und keine Erläuterung bekommen. Ein wenig mehr "Blick hinter die Kulissen und das ausgehende Ereignis ansich" hätte ich mir schon gewünscht. So ist es eben nur eine Schauergeschichte, die aber keinen Bezug zur Realität bekommt.


Kommentare:

  1. Huhu,
    für mich waren es auch zu viel offene Fragen und dieses Junge und Mädchen hat mich auch genervt, hab bis jetzt noch keine Rezi gelesen, in der dies nicht kritisiert wurde.
    Lg
    Tanja

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    1. Ja es ist einfach zu auffällig aufgesetzt. Vorallem weil die "Namen" für mich jetzt nichts so weltbewegendes in der Story gewesen sind.

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