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Mittwoch, 28. Januar 2015

Das Mysterium um Julia Wagner geht in der Psychiatrie weiter - Todesruhe

Nachdem in "Teufelsmord" die Stadt Wittenrode durch die satanistischen Morde in Angst und Schrecken versetzt wurde - geht die Geschichte jetzt endlich weiter. Denn wir wissen eigentlich immer noch nicht, was passiert ist, nachdem Julia Wagner angeschossen wurde.


Nach den tragischen Ereignissen aus dem ersten Teil ist Julia Wagner, nach einem langen Krankenhausaufenthlat, in die Psychiatrie eingewiesen worden. Sie soll dort ihr Trauma überwinden und wieder zur Ruhe finden. Doch irgendjemand scheint etwas dagegen zu haben.

Denn plötzlich wird ein toter Patient in der Nervenheilanstalt aufgefunden - erschossen und ohne Augen in seinem Zimmer. Stundenlang lag das Opfer dort ohne, dass es jemand bemerkt hat. Dadurch hat Julia Wagner wieder jede Menge Polizei um sich, obwohl sie ihren Dienst eigentlich quittiert hatte. Doch so kann sie kaum anders, als doch irgendwie mitzumischen.

Währenddessen plant außerhalb jedoch Julias großer Feind den nächsten Schlag aus ihrer Vergangenheit...


Führt der erste Teil "Teufelsmord" noch in eine recht große Umgebung einer Kleinstadt, so bringt uns "Todesruhe" in eine wesentlich kleinere Umgebung - eine psychiatrische Anstalt. Alleine das bringt schon einen gewissen Gruselfaktor mit. Auch wenn einige der Patienten doch ganz normal sind, so kann der ein oder andere auch schon mal dem Leser den letzten Nerv rauben. In einer Anstalt wirkt irgendwie alles ein bisschen mehr verschroben als draußen in der weiten Welt.

Dazu gesellt sich natürlich auch, dass dunkle Rituale und Satanismus wieder einen wichtigen Stellenwert bekommen. Auch das führt einfach schon zu einer gewissen Art von Schauer, wenn man dann endlich herausfindet was für ein Motiv hinter den Morden steht.

Durch dieses kleiner Umfeld gibt es aber auch nicht so viele Protagonisten, da kann der Überblick ein bisschen leichter bewahrt werden als im ersten Teil. Die Anzahl der Protagonisten lässt es zwar trotzdem nicht zu voreilig Schlüsse zu ziehen, gibt aber einen besseren Rahmen für die Geschichte. Dem Verlauf kann man westenlich einfacher folgen, was auch im weiteren Zuge mehr Spannung erzeugt. Ein wirklicher Aufstieg zum ersten Teil!

Die Geschichte mag sich zwar ein wenig langsam entwickeln, doch gerade das macht hier wirklich den Reiz aus. Man fühlt sich selbst durch diese eingeschränkten Ermittlungen in hauptsächlich einem einzigen Gebäude wie in einer psychiatrischen Anstalt eingesperrt. Irgendwie traut man niemandem über den Weg, jeder hat so seine versteckten Geheimnisse und könnte irgendwie in die ganze Geschichte verwickelt sein.

Doch auch wenn hier immer wieder die Rede von einem ersten Band ist, so muss man sich keine Gedanken machen, wenn man diesen nicht gelesen hat. Die Geschichte aus "Todesruhe" ist an sich für sich alleine stehend. Die Person die alle Bände (drei an der Zahl sollen es werden - "Höllenfrost" erscheint dazu im Juni 2015) verbindet - nämlich Julia Wagner - spielt zwar eine Rolle, allerdings keine so tragende, dass man ihre Vorgeschichte bis ins letzte Detail kennen müsste. Was man wissen muss, wird erzählt, der Rest ergibt sich von selbst.

Das führt auch dazu, dass alle die den ersten Band zwar gelesen haben aber vielleichte eine kleine Gedächtnisstütze benötigen, diese auch wirklich ohne Probleme bekommen. Denn gleich der Prolog bringt ein paar alte Erinnerungen und in Folge dessen "Aha" und "Aja" Momente mit sich. Also keine Angst, ein kompletter Re-Read ist nicht notwendig!

Was mir während des Lesen rein von der optischen und typographischen Seite aufgefallen ist und mich leider ein wenig gestört hat war die Absatzsetzung im Buch. Oftmals wird von einem Handlunsgstrang zu einem anderen nur durch einen einzelnen Satz mitten drinnen gewechselt. Beim Lesen hat das bei mir teilweise zu Verwirrungen geführt, wo ich nochmals zurück gehen musste um diesen einen Satz heruszufinden. Sonst hätte ich für mich das Gefühl gehabt, dass die Geschichte undefinierte Sprünge macht. Stellen weise kommt dies leider auch vor, wenn eine Seite füllend abgeschlossen wird und auf der nächsten Seite allerdings ein neuer Abschnitt beginnt. Irgendeine Form von zusätzlichen Absätzen oder Absatzmarkierungen wäre hier manachmal wirklich hilfreich gewesen. Mag zwar kleinlich erscheinen, ist mir aber leider einige Male so ergangen. Das soll die Geschichte nicht unbedingt stören, allerdings führt es schon zu Stirnrunzeln und Überlegungen bis man die Verbindungen endlich doch gefunden hat.

Trotzdem, die Geschichte rund um und in der Anstalt hat etwas für sich und mich auf jeden Fall einen Ticken mehr überzeugt als der erste Teil. So muss ich jetzt auf jeden Fall auch herausfinden wie es im Juni zu Ende gehen wird!

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