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Freitag, 30. Januar 2015

Ein streng geheimes Leben - The Imitation Game

Nachdem "Birdman" sich den Thron der Oscar Nominierungen (gemeinsam mit "Grand Hotel Budapest") geholt hat, geht es gleich weiter mit dem nächsten Top-Nominierten Film! Acht Nominierungen und ein Benedict Cumberbatch oben drauf, da kann nichts schief gehen bei "The Imitation Game".


Alan Turing steht im Alter von gerade einmal 40 Jahren im Blickpunkt der Polizei. Denn in seine Wohnung wurde eingebrochen, ohne dass irgendetwas gestohlen wurde. Das behauptet zumindest er selbst, doch der ermittelnde Detective ist nicht überzeugt und gräbt weiter - in einer Vergangenheit die keiner erwartet hätte.

Denn zu Zeiten des Krieges war Turing in geheimer Mission der englischen Regierung im Einsatz. Doch nicht am Kriegsschlachtfeld sondern in einem kleinen abgeschiedenen Dorf mit der wahrscheinlich wichtigsten Aufgabe zu Kriegszeiten beauftragt - den Enigma Code der Deutschen zu entschlüsseln.


Codes, Verschlüsselungen, Rätsel - wen interessiert soetwas nicht oder wer verspürt dabei nicht zumindest die Neugierde hinter die geheime Botschaft zu kommen. Genau das ist es auch, was Alan Turing dazu bewegt sich für die Stelle in der Government Code and Cypher School zu bewerben. Denn er ist einer der besten Mathematiker und ein Fan von Kreuzworträtseln. Dass es hierbei noch dazu um ein Rätsel geht, das als unlösbar gilt, macht seinen Ehrgeiz nur noch größer.

"The Imitation Game" ist ein Blick hinter die Kulissen des Krieges, abseits vom Schlachtfeld und der realten Zerstörung und trotzdem ein Wettlauf um genau diesen Krieg zu gewinnen. Was bedarf es für Superhirne und Opfer um auf dem Zeichenbrett den nächsten richtigen Schachzug zu setzen um dem Ganzen ein Schlussstrich zu setzen.
 
Alan Turing an sich ist es, der der Geschichte seine Spannung und zugleich sein Mitgefühl bringt. Denn dieser Charakter an sich ist so faszinieren, abschreckend und doch Mitgefühl erregend in so gegensätzlichen Punkten, dass man nicht wirklich feststellen kann, ob man ihn mag oder nicht. Mit seiner extrem pedantischen Ader (jeden Serien-Geek wird das sehr an Sheldon Cooper aus Big Bang Theory erinnern) und seiner Unfähigkeit Gefühle zu zeigen oder zu verstehen steht man hier einer Person gegenüber, die ganz schwer zu handeln ist. Alan Turing geht am liebsten seinen eigenen Weg, alleine. Doch nicht immer kann er alles alleine schaffen sondern braucht die Hilfe von anderen Personen.

Dazu gesellt sich noch die "Problematik" für die damalige Zeit, dass Alan Turing homosexuell ist. Ein Fakt, der ihm das Genick brechen kann, wenn diese Information in die falschen Hände gerät. Und das, obwohl er ein Meister seines Faches ist. Doch das scheint unwichtig zu werden, wenn der Verdacht der Unzucht gegen ihn erhoben werden sollte.

Um die gesamte Bandbreite dieser Person kennen zu lernen, driftet der Film auch immer wieder in die Jugendjahre von Turing ab. Um zu unterstreichen wie er zu dem geworden ist, der er jetzt ist. Was seinen Charakter geprägt hat und ihn für den Rest seines Lebens beeinflussen wird.

Einziges kleines Manko: Diese Zeitsprünge zwischen Jugendjahren, Kriegszeit und "Jetzt" können durchaus an wenigen Stellen unübersichtlich werden. Doch durch die unterschiedlichen mitwirkenden Personen zu den Zeitspannen sollte man hier keine Verständnisprobleme bekommen. Manchmal muss man einfach das Ganze nur wirken lassen.

Eine ergreifenden und zugleich wirklich spannende Geschichte um eine einzelne Person, die das Schicksal einer ganzen Nation tragen und hoffentlich zum positiven wenden soll. Und das, obwohl kaum jemand wirklich daran glaubt.


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