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Freitag, 30. Januar 2015

Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit - Birdman

Am 22.Februar stehen wieder die Oscar Verleihungen an, das benötigt natürlich ein wenig Vorbereitung. Zuerst einmal muss der Montag darauf frei genommen werden (ausschlafen FTW) und dann muss man sich über den ein oder anderen Film, den es bei uns schon spielt, natürlich informiern. Also nichts wie ab ins Kino! Zuerst einmal den Film mit den meisten Nominierungen - gleich neun an der Zahl!


Riggan Thompson war bereits vor der großen Zeit der Comic Verfilmungen ein Filmstar mit seinem Blockbuster Birdman und dessen beiden Fortsetzungen. Doch danach verlief seine schauspielerische Karriere langsam aber sicher im Sand. Seine Bindung zu seinem Hauptcharakter Birdman hat er allerdings nie verloren.

Um sich wieder ins Rampenlicht zu bringen geht Thompson an den Broadway - gleich als Schauspieler, Autor und Regisseur in einer Person. Doch kurz vor seiner Vorpremiere muss eine der Hauptrollen aussteigen und Riggan braucht Ersatz. Doch die neue, wenn auch bessere, Besetzung droht ihn in den Schatten zu stellen und ihm seinen Auftritt im Rampenlicht zu stehlen.


 "Birdman" erzählt eine Geschichte, wie sie Hollywood wahrscheinlich tagtäglich schreibt. Denn so schnell man in der größten Filmbranche wahrscheinlich bis in unvorstellbare Höhen aufsteigen kann, so schnell ist man auch wieder weg vom Fenster und durch neue, jüngere, bessere Schauspieler ersetzt. Doch wie geht eine Person mit diesem Fall um, was passiert, wenn der Ruhm plötzlich verschwindet und nur mehr die alten Federn übrig bleiben.

Genau das zeigt "Birdman" wirklich eindrucksvoll und spannend. Der Kampf von Riggan Thompson um das Zurückkehren auf den Walk of Fame, wieder im Rampenlicht zu stehen, dafür gibt er sein letztes Hemd. Alles muss sitzen, alles muss perfekt sein und doch ist ihm nichts genug. Doch genau dieser Perfektionismu ist es, der ihm dann versucht die Show zu stehlen. Mit einer Neubesetzung, die seine eigene Rolle in den Schatten stellen will.

Der Film überzeugt in erster Linie natürlich mit schauspielerischen Leistungen, die nicht ohne Grund vor einen Academy Award nominiert sind. Sowohl Haupt- als auch Nebendarsteller spielen hier so Hand in Hand, dass einfach eine fesselnde und packende Komposition dabei herausgekommen ist.

Dazu stellt sich dann noch so einiges an Nominierungen auf der technischen Seite. Gerade was Kamera und Ton angeht, darf man sich hier auf außergewöhnliches freuen. Denn auch wenn es einem casual Kinozuseher nicht auffallen mag, hier werden am Stück Kamerafahrten geboten, die sich gewaschen haben! Respekt!

Zumeist muss ich ja zugeben, dass ich kein großer Fan von Oscar nominierten Filmen bin. ("Interstellar" hat das wieder einmal auch sehr deutlich bestätigt.) Diese Filme sind halt in den meisten Fällen schwer und hintergründig und eben nicht die einfache Unterhaltung im Kino. Doch "Birdman" schafft es trotz seiner tiefgründigen und schweren Aufmachung den Zuseher an die Leinwand zu fesseln und auf eine packende Geschichte mitzunehmen. Kein Unterhaltungskino aber dafür eben richtig großes Kino!

 

PS: Der nächste Oscar nominierte Film folgt zugleich mit "The Imitation Game" - ich kann soviel vorwegnehmen, auch sehenswert.

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