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Samstag, 24. Januar 2015

Wenn es irgendwann zu viele Dystopien gibt - Artikel 5

Ein Titel, der irgendwie ins Ohr geht, ein Klappentext, der eine neue Weltordnung verspricht und ein Cover, das eine düstere Geschichte erwarten lässt. Doch irgendwie ist hier nicht alles so, wie es scheint.


Die Vereinigten Staaten von Amerika haben einen Krieg überstanden. Viele Städte wurden evakuiert, doch die Moralmiliz hält das Land mit ihren neu aufgesetzten Artikeln über Wasser. Doch genau eine dieser neuen Vorschriften trifft die 17 jährige Ember unerwartet.

Ihre Mutter wird abegeführt, weil sie (rückwirkend) dafür verurteilt wird ein uneheliches Kind auf die Welt gebracht zu haben. Auch Ember wird verlagert, denn sie ist absofort Staatseigentum bis zu ihrem 18ten Geburtstag. Doch in der Besserungsanstalt hat Ember nur ein Ziel - auszubrechen und ihre Mutter wiederzufinden. Auf die Hilfe ihres alten Freundes Chase kann sie dabei wohl nicht vertrauen, denn er gehört jetzt zu einem der Soldaten, die sie und ihre Mutter abgeführt haben.


Was nach einer wirklich spannenden Dystopie mit vielen neuen Facetten einer desolaten Welt klingen mag, ist es leider in großen Zügen überhaupt nicht. Denn Artikel 5 wirkt eher wie eine Liebesgeschichte, die einfach mal (scheinbar der Popularität halber) vor einen dystopischen Hintergrund gestellt wurde.

Die Dystopie kommt eindeutig zu kurz, obwohl weder Klappentext noch die Kurzzusammenfassung im Buch wirklich darauf hindeuten würden. Doch nur der Anfang beschäftigt sich ganz präkär mit der Welt und ihren Problemen. Gerade soviel, dass man erfährt, dass ein Krieg stattgefunden hat. Viel mehr scheint hinter dieser Dystopie nicht mehr zu stecken.
 Scheinbar wurde das Setting der Dystopie hier gewählt, um auf diese Welle der Dystopien aufzusteigen und diese auszunutzen. Doch das geht irgendwie daneben.

Stattdessen wird man von einer ultra kitschigen und nervigen Liebesgeschichte beinahe erschlagen. Das wäre ja grundsätzlich gar nicht so das Problem, wenn diese Liebe nicht so vorhersehbar, so übertrieben und vorallem so nervtötend aufbereitet wäre.
Denn ewig muss man sich ein Hin und Her zwischen Ember und Chase ansehen - ob sich die beiden jetzt doch wieder näher kommen können um sich danach (zumeist wegen eines einzelnen falschen Wortes) wieder voneinander zu entfernen. Natürich um sich etwas später doch wieder anzunähern und wieder zu entfernen,...

Eine Phrase ist mir Buch aufgefallen (wahrscheinlich nur zufällig) und hat dieses Buch eigentlich sehr gut zusammengefasst: "Wieder einmal". Denn wiedereinmal träumt Ember von ihrem Chase und wieder einmal zerstört ein falscher Handgriff und wieder einmal widersetzt sich Ember ihren Aufgaben und wieder einmal muss Chase sie retten und wieder einmal... Sämtliche Phasetten wiederholen sich einfach viel zu sehr, man hofft irgendwann gar nicht mehr auf Änderung.

"Artikel 5" kann leider nicht das halten, was es verspricht sondern lenkt den Leser auf ganz falsche Fährten. Keine Dystopie sondern mehr eine Liebesgeschichte die auf die Nerven geht. Der Nachfolger zieht mit ziemlicher Sicherheit bei mir nicht ein.

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