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Mittwoch, 17. Dezember 2014

Die Victoria Bergman Trilogie geht zu Ende - Schattenschrei

Wer eine Trilogie oder Serie beginnt und diese für recht gut befindet, der muss sie auch zu Ende lesen. Das dauert bei mir zwar in letzter Zeit immer ein wenig länger aber bei der Psychothriller Trilogie rund um Victoria Bergman habe ich es doch recht schnell geschafft.


Die Ermittlungen von Jeanette Kihlberg in den vielen Todesfällen schreiten endlich voran. Es gibt immer neue Hinweise auf den oder die Täter, Indizien um Indizien führen dazu, dass scheinbar endlich die Mörder identifiziert werden können. Doch bis ins letzte Detail sind die Morde noch nicht aufgeklärt.

Ein großes Fragezeichen stellt dabei immer noch die unauffindbare Victoria Bergman dar. Keiner hat sie gesehen und es gibt keinerlei Hinweise wo sie sich aufhalten könnte. Doch für Sofia wird dieser Fakt immer schwerer, denn sie steht im persönlichen Kampf - mit sich selbst.


Endlich kommt man einer Aufklärung rund um die ganze tragische und gleichzeitig ach so schreckliche Geschichte näher. Schritt für Schritt tastet man sich an die Grausamkeiten immer mehr heran um das Muster hinter den Geschehnissen zu erkennen. Wirklich eine grässliche Geschichte die hier ausgegraben wird.
Doch das konnte man schon bei Teil 1 "Krähenmädchen" als auch bei "Narbenkind" erwarten. Denn immerhin dreht sich sehr viel um Kindesmissbrauch und Menschenhandel.

Das Ende hat mich allerdings dahingehend enttäuscht, dass sehr viele Dinge aus den beiden Vorgänger Bänden einfach sehr schnell abgehackt werden und insbesondere sehr "einfach" erklärt werden. Gerade, dass nicht die Standardausrede "Alles war nur ein Traum" verwendet wird, sondern hier handelt es sich eben um Hirngespinnste und erfundene Realitäten. Einwenig zu einfach, auch wenn es sich dabei wohl um sehr ernsthafte Psychosen handelt soll. 
Denn immerhin - ohne zu spoilern um welche Dinge es sich handelt - hat man sich bei der ein oder anderen Geschichte schon auf eine Auflösung "gefreut" oder zumindest ihr entgegen gefiebert, denn gerade hier versteckten sich Grausamkeiten.

Auch gerade die Person der Sofia hat mich sehr im Stich gelassen. Denn ich habe auf die große Aufdeckung gehofft, ein Schrecken der nicht ganz so leicht zu verdauen gewesen werden für so einige Charaktere in dieser Geschichte. Doch leider wird auch hier sehr einfach ein Umweg genommnem, um genau diesen großen Enthüllungen nicht entgegen treten zu müssen.

Zudem wirkt mir die Polizei zum Schluss des ganzen irgendwie sehr dumm. Keine Ahnung woher das Gefühlt kommt, allerdings fehlt irgendwie der Ergeiz hinter vielen Dingen. Als Leser weiß man so viele Verbindungen mehr als die Polizei, dass man die gesamte Zeit auf einen großen Paukenschlag in der Ermittlung wartet - doch dieser kommt einfach nicht. Viele Sachen bleiben eben im Dunklen und werden "offiziell" nicht enthüllt. Irgendwie schade, denn gerade das macht oftmals auch den Grauen und Schrecken eines Psychothrillers aus, wenn die gesamten Charaktere das vollständige Bild und alle Zusammenhänge erkennen können.

Alles in allem fehlt mir auch stark der Psychothriller Anteil im Abschluss der Serie. Während man in den ersten Teilen doch noch schaudern muss, hat es mich hier nur sehr selten wirklich noch gebeutelt. Die ganzen Schilderungen zu den Grausamkeiten wiederholen sich und man ist auf diese Gegebenheiten schon vorbereitet. Es kommt nicht mehr viel hinzu was den Leser nochmals so richtig in Schrecken versetzten könnte.

Für mich war "Krähenmädchen" von der Trilogie der beste Teil und damit leider der Anfang vom Ende. Die wirklichen Gänsehautmomente aus Teil 1 verschwinden über die Folgebände leider immer mehr obwohl man hier eigentlich wirklich sehr viel daraus machen hätte können. Schade, aber leider bei einem Psychothriller Dreiteiler vielleicht auch zu erwarten. Hier verläuft sich einfach zu viel im Sand.


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