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Mittwoch, 10. Dezember 2014

Wenn der Serienmörder sympatisch ist kommt Dexter - Des Todes dunkler Bruder

Als großer Fan der "Dexter" TV-Serie war es endlich mal Zeit sich das literarische Vorbild dazu zu Gemüte zu führen.
Darum hab ich mir den ersten Band "Des Todes dunkler Bruder" der Dexter Morgan Reihe von Jeff Lindsay hergenommen und binnen kürzester Zeit verschlungen.


Dexter Morgan arbeitet als Spezialist für Blutanalysen bei der Polizei in Miami. Doch was keiner weiß, er selbst gehört (zumindest bedingt) zu den Bösewichten die von der Polizei gejagt werden.
Denn sein "dunkler Begleiter" verführt ihn immer wieder zum Morden - allerdings nur strengstens nach Kodex. Dabei erwischt es bei Dexter immer nur schuldige Killer die unter sein Messer geraten.

Doch dann scheint sich ein neuer Serienkiller in Miami umzutreiben. Abgesehen hat er auf Nutten welche er nach dem ermorden in kleine Teile verpackt und schön aufgeschlichtet an öffentlichen Orten deponiert. Doch es scheint mehr hinter der ganzen Sache zu stecken als nur Mord. Sämtliche Leichen werden komplett blutleer aufgefunden - handelt es sich dabei um eine direkte Herausforderung für den Blutanalysten?
Und wie kann der im Zwiespalt zwischen der Gerechtigkeit von Miami und seinem "dunklen Begleiter" geforderten Selbstjustiz sitzende Dexter währden des Falles auch noch seiner Schwester Debra dabei helfen von der Sitte wegzukommen und ein echter Detective zu werden?



Wer die Serie kennt, der wird sich wunderbar schnell ins Buch hinein finden. Die Story ist gleich der ersten Staffel, natürlich etwas kompakter auf nur 350 Seiten.
Und wer die Serie mag, der wird ziemlich sicher auch das Buch mögen. Insbesondere wenn man die Charaktere schon so sehr ins Herz geschlossen hat. Denn so skuril es für den Anfang klingen mag, aber es besteht gar keine andere Möglcihkeit als für den sozial unfähigen Serienkiller Dexter Morgen Sympathie zu entwickeln.

Das Buch wird dem Titel "Psycho"-Thriller vielleicht nicht gänzlich gerecht, weil Psycho findet man kaum auf den Seiten (außer man zählt den Charakter selbst schon als Psycho).
Die Schreckensmomente aus der Serie, in denen man primär um die Hauptfigur Dexter Morgen und dessen Aufdeckung fürchtet, bleiben im Buch etwas aus, allerdings findet man hier eben die gesamte erste Staffel in einem Werk.
Wer sich darum vielleicht erwartet etwas mehr über die Charaktere zu erfahren als in der Serie, der liegt leider falsch. Allerdings kann man durchaus eine etwas anders verlaufende Geschichte erwarten, wo es doch schon zu Ende des ersten Bandes einen wesentlichen Einschnitt im Vergleich zur Serie gibt. Vielleicht bildet das ja Anreiz genug um das Buch doch zu lesen :)

Persönlich muss ich sagen, dass ich die TV-Serie vorgezogen habe, da sie einfach mehr Tiefgang und auch mehr Sympathie für die Charaktere bringt. Das Buch ist im Gegensatz dazu mehr von leichtem schwarzen Humor geprägt.
Allerdings findet sich hier vielleicht der Beweis, dass auch aus einem nicht ganz so überragedem Buch eine grenzgeniale Serie entstehen kann.

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